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München - Niko Kovac tritt mit seinem neuen Klub AS Monaco bei Eintracht Frankfurt an (LIVE im TV auf SPORT1). Seine Situation ist kompliziert, die Zeit läuft davon.

Die Vergangenheit soll beim AS Monaco die Zukunft sein.

Bei seiner Vorstellung vor einer Woche erinnerte der neue Trainer Niko Kovac an eine Partie mit Bayer Leverkusen, in der er 1997 gegen (spätere) Superstars wie David Trezeguet, Thierry Henry, Fabien Barthez und Willy Sagnol antrat.

"Man kann die Vergangenheit nicht ändern, aber man muss sich ansehen, was man mit der Zukunft machen kann. Wir alle wollen, dass der AS Monaco an die Spitze zurückkehrt. Wir werden alle zusammenarbeiten, und unser Ziel ist es, wieder auf die internationale Bühne zurückzukehren", erklärte der frühere Bayern-Trainer.

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Dafür, betonte er, benötige es auch eine gute Ausbildung, der Ausbau des Nachwuchszentrums steht in Monaco bevor.

Ex-Spieler bei Monaco gehandelt

Anders als bei seinen früheren Stationen Eintracht Frankfurt und FC Bayern will Kovac vermehrt die eigene Jugend einbauen, mit dem bei Real Madrid gehandelten Benoit Badiashile ist ein Eigengewächs des Klubs in der Innenverteidigung gesetzt.

Dass die Aufgabe im Fürstentum langfristig angelegt ist, ist Kovac bewusst. Der Klub hat in den vergangenen 18 Monaten vier Trainer verschlissen, unter dem Kroaten soll wieder Kontinuität einkehren.

Dafür kann er das Team nach seinen Wünschen umbauen. Der neue Sportdirektor Paul Mitchell (zuvor RB Leipzig) hat Kovac freie Hand bei Spielertransfers gegeben. Gehandelt werden unter anderem seine Ex-Spieler Filip Kostic (Frankfurt), Luka Jovic (Real Madrid) und Marius Wolf (Borussia Dortmund), auch der vereinslose Mario Götze soll im Gespräch sein.

Dass Monaco nach einem enttäuschenden neunten Platz in der Vorsaison Verstärkungen benötigt, ist trotz eines riesigen 39-Mann-Kaders augenscheinlich. Im Trainingslager in Polen kassierte das Team bei Kovacs Debüt eine 1:2-Niederlage gegen Standard Lüttich. Das Fehlen der verletzten Cesc Fabregas und Stevan Jovetic machte sich bemerkbar, vor allem defensiv wackelte das Team bedenklich.

Ben Yedder führt Team an

Dennoch nahm Kovac nur 26 Spieler mit nach Polen, im Kader muss durch Abgänge Platz für Neuzugänge geschaffen werden. Im Test gegen Ex-Klub Frankfurt (Eintracht Frankfurt - AS Monaco ab 17.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) dürften die drei bekanntesten Spieler Wissam Ben Yedder, Gelson Martins und Aleksandr Golovin das Team anführen, ansonsten tummeln sich viele Talente auf dem Rasen.

"Es war wichtig, einen guten Überblick über alle Spieler zu haben und das Spiel, das wir gerade gespielt haben, passt dazu", meinte Kovac nach der Lüttich-Niederlage.

Die Zeit arbeitet gegen Kovac, schon am 23. August startet gegen Stade de Reims die Saison in der Ligue 1. Das Ziel ist klar, der Meister von 2017 will zurück in den Europapokal. Dementsprechend groß ist der Druck auf den früheren Bayern-Trainer, das Aus von Vorgänger Robert Moreno kam plötzlich und unerwartet.

"Möchte Aufzug nach oben schicken"

"Er hat die Aura, die Robert Moreno wahrscheinlich fehlte", schrieb die Zeitung Nice-Matin. Während der Spanier eher moderate und leise Töne anschlug, bläst Kovac zum Angriff: "Es ist ein großer Verein mit einer großartigen Geschichte. Ich möchte den Aufzug wieder zurück nach oben schicken. Ich werde hart arbeiten, um das Maximum zu erreichen", sagte er bei seiner Vorstellung.

Dabei macht auch der Trainer Fortschritte. Während er seine Antritts-PK noch komplett auf Englisch hielt, gab er im Trainingslager schon auf Französisch Kommandos an seine Spieler.

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