Wie macht er den denn?! Kurioses Sane-Tor für ManCity
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München - Obwohl Jürgen Klopp mit Liverpool eine Rekord-Saison spielt, kommt er an Manchester City nicht vorbei. Pep Guardiola hat dort einen Dreizack geformt.

Jürgen Klopp muss verzweifeln an diesem Saisonverlauf in der englischen Premier League.

Mit zwölf Siegen und drei Remis hat er mit dem FC Liverpool den besten Ligastart aller Zeiten hingelegt - und trotzdem: Es will und will gerade nichts werden mit der Tabellenspitze. Titelverteidiger Manchester City mit Pep Guardiola erlaubt sich einfach keine Schwäche.

13 Siege und zwei Unentschieden stehen für die "Citizens" zu Buche, das 2:1 beim FC Watford am Dienstag war der siebte Triumph in Serie.

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Das liegt unter anderem am beeindruckenden Lauf des deutschen Nationalspielers Leroy Sane, der in den vergangenen sechs Liga-Partien fünf Tore schoss und vier weitere auflegte. Aber Sane hat auch kongeniale Mitstreiter auf dem Flügel: Mit Sane, Raheem Sterling und Neuzugang Riyad Mahrez hat sich Guardiola einen Dreizack gebastelt, der sein Team auf eine neue Ebene gehievt hat.

Sane, Sterling, Mahrez: ein überragendes Flügel-Trio

Sechs Tore und sieben Assists von Sane, neun Tore und sechs Assists von Sterling, je sechs Tore und Assists von Mahrez: Das ist der beeindruckende Arbeitsnachweis des Trios in Premier und Champions League.

Guardiola darf sich bestätigt fühlen, dass er im Sommer alles daran setzte, Mahrez für die Ablösesumme 67,8 Millionen Euro vom ehemaligen Überraschungsmeister Leicester City loszueisen. Er sah und sieht den 27-jährige Algerier als Schlüsseltransfer auf dem Weg zur Titelverteidigung und zum Gewinn der Champions League - den Klopps Liverpool vergangene Saison im Viertelfinale durchkreuzte.

Riyad Mahrez wird von Pep Guardiola als Schlüsseltransfer betrachtet
Riyad Mahrez wird von Pep Guardiola als Schlüsseltransfer betrachtet © Getty Images

In der Regel spielt Mahrez nun als Rechts- und Sane als Linksaußen, der beidfüßige Sterling hat sich perfekt eingefunden in eine neue Rolle als eine Art Super-Springer. Der englische Nationalspieler, der am Samstag 24 wird, pendelt je nach Bedarf zwischen beiden Flügeln oder auch mal im Zentrum.

Ein neues Niveau der Variabilität

In Watford pausierte Sterling, es waren Sane und Mahrez, die gemeinsam brillierten: Das erste Tor legte Mahrez für Sane auf, das zweite erledigte er selbst, nachdem er den einstigen 1860-Verteidiger Jose Holebas schwindelig dribbelte.

"Ich könnte mir Mahrez die ganze Nacht lang anschauen. Was soll's: Ich werde es!", schwärmte danach die englische Torjäger-Legende Gary Lineker auf Twitter. "Wundervoll, sensationell, brillant", urteilte der walisische Ex-Nationalspieler Robbie Savage.

Das neue Niveau der Variabilität, das Mahrez nach Manchester gebracht hat, macht es für die Konkurrenz noch schwerer, in Guardiolas Räderwerk zu greifen - in dem als weitere Edel-Komponenten ja auch noch Star-Stürmer Kun Agüero (acht Tore) sowie David Silva und Bernardo Silva (fünf bzw. vier Treffer) rotieren. Auch defensiv ist ManCity mit nur sieben Gegentoren in 15 Liga-Partien wenig anfällig.

Findet Klopp wieder das Gegenmittel für Guardiola?

In der vergangenen beiden Spielzeiten war Klopps Pressingmaschinerie noch das beste Gegenmittel für City, Liverpool siegte in sechs Pflichtspielduellen viermal. Jetzt aber ist City seit acht Monaten in der Liga ungeschlagen, im direkten Duell im Oktober sprang für Liverpool nur ein torloses Remis heraus.

Und ironischerweise war es in diesem Spiel ausgerechnet Manchesters neuer X-Faktor Mahrez, der Klopps Titelchancen mit einem verschossenen Elfmeter intakt hielt.

Trotzdem kann Klopp aktuell nur darauf hoffen, dass er bis zum Rückspiel am 3. Januar einen besseren Matchplan gegen Guardiola ausgetüftelt hat - oder darauf, dass das neue, verbesserte City sich irgendwann doch noch einen Ausrutscher leistet. Im Moment sieht es nicht danach aus.

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