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West Ham United baut mal wieder seine Offensive um. Dabei werden ganz große Namen gehandelt. Doch Vorsicht, die Hammers sind nicht das beste Pflaster für Stürmer.

Am Ende wurde es schmutzig. "Jeder will ihn weg haben", war aus dem Umfeld von West Ham United zu hören.

Als es dann soweit war, wunderten sich Hammers-Fans in den sozialen Medien wie jemand ohne Rückgrat überhaupt den Medizincheck bestehen konnte.

Für 25 Millionen Euro wechselte Marko Arnatuovic vor einer Woche aus der Premier League nach China zu Shanghai SIPG. Der Österreicher hat verbrannte Erde hinterlassen.

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West Ham als Stürmergrab

Seine Bilanz bei West Ham liest sich nicht schlecht (22 Tore in 65 Spielen), dennoch reiht er sich ein in die Liste der unglücklichen Transfers, die West Ham seit Jahren im Sturmzentrum tätigt.

Seit 2010 wurden 38(!) Stürmer verpflichtet, darunter so namhafte Spieler wie Chicharito, Andy Carroll, Simone Zaza oder eben Arnautovic.

Aber keiner dieser Spieler konnte die in sie gesetzten Erwartungen vollends erfüllen. Carroll war mit 34 Treffern noch der erfolgreichste Torschütze - stand aber auch sieben Jahre unter Vertrag.

Costa, Higuaín - oder doch Haller?

Durch Arnautovics nicht geplanten und recht kurzfristigen Abschied hat das Stürmerkarussell bei den "Hammers" plötzlich wieder mächtig Fahrt aufgenommen.

Neben Arnautovic verließen auch Carroll und Lucas Pérez den Klub - große Namen geisterten in Scharen als potenzielle Neuzugänge um den Klub. Juves 90-Millionen-Euro-Mann Gonzalo Higuaín wurde genannt, ebenso wie der streitbare Spanier Diego Costa von Atlético Madrid. Die heißeste Spur führt allerdings zu Eintracht Frankfurt und deren Stürmer Sébastien Haller.

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Nach SPORT1-Informationen könnte sich Haller mit einem Wechsel auf die Insel sehr gut anfreunden. Die Verhandlungen sollen schon auf Hochtouren laufen, im Gespräch ist eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro.

Mit seiner körperlichen Präsenz ist der Franzose wie geschaffen für die Premier League und könnte der West-Ham-Offensive auf einen Schlag ein völlig anderes Gesicht geben. Dazu verfügt er über starke fußballerische Fähigkeiten, wie seine zwölf Torvorlagen in Frankfurt unterstreichen.

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Da sich nach Arnautovics Abgang auch der eigentlich erwartete Wechsel des Mexikaners Chicharito - bekannt aus seiner Bundesliga-Zeit bei Bayer Leverkusen - zerschlagen hat, der ehemalige Dortmunder Andriy Yarmolenko nach seinem Achillessehnenriss genauso wie der letzte Saison lange verletzte Jack Wilshere wieder angreifen will und mit dem 23 Jahren alten Pablo Fornals (kam für 28 Millionen Euro vom FC Villarreal) ein vielversprechender Neuzugang bereits feststeht, könnten die "Hammers" eines der spannendsten Teams der neuen Saison werden.

Bobby Moore als Vereinslegende

Seine größten Erfolge feierte der Verein aus dem Westen Londons bereits in den 60er und 70er Jahren, als man drei Mal den FA Cup gewinnen konnte und sogar im Europapokal der Pokalsieger triumphierte (1965). Aus ihrer Nachwuchsakademie entstammen Topspieler wie Frank Lampard, Jermaine Defoe oder Rio Ferdinand.

Selbst die größte Fußball-Legende Englands war ein "Hammer": Niemand Geringeres als der Weltmeister-Kapitän von 1966, Bobby Moore, lief sechzehn Jahre lang in Bordeauxrot und Blau (Claret and Blue) auf. 646 Spiele absolvierte er in dieser Zeit.

Seine Erben landeten am Sonntag in Shanghai. Zehn Tage wird sich das Team von Trainer Manuel Pellegrini in China auf die kommende Saison vorbereiten.

Womöglich befinden sich bereits beim Rückflug gute Nachrichten in Sachen neuer Stürmer mit im Gepäck.

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