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London und München - Leroy Sané verletzt sich im Community Shield. Eine Diagnose steht zunächst noch aus. Aber was heißt das nun für einen möglichen Deal mit dem FC Bayern?

Als sich Leroy Sané mit schmerzverzerrtem Gesicht ans rechte Knie fasste, dürften auch die Verantwortlichen des FC Bayern den Atem angehalten haben.

Seit Wochen umgarnen die Münchner ihren Wunschspieler von Manchester City. Doch am Sonntag verletzte sich der 23-Jährige im Community Shield schon nach neun Minuten gegen den FC Liverpool.

Der Flügelstürmer verdrehte sich nach einem langen Ball im Laufduell mit Trent Alexander-Arnold das rechte Knie und verließ nach minutenlanger Behandlung schließlich humpelnd den Platz.

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Zur Siegerehrung nach dem 5:3-Erfolg im Elfmeterschießen war Sané dann aber wieder zurück im Kreise seiner Teamkollegen - wenn auch mit dick bandagiertem Knie. Eine genaue Diagnose stand zunächst noch aus.

Sané-Diagnose? Guardiola verweist an Ärzte

"Der erste Eindruck war nicht gut, aber ich denke, es ist nicht schlimm", sagte City-Trainer Pep Guardiola - wollte zugleich aber noch keine Entwarnung geben: "Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, das ist Sache der Ärzte. Wir müssen abwarten, was die Ärzte sagen. Aber ich denke, dass es ihm gut geht."

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Aber was heißt das jetzt im Hinblick auf einen möglichen Wechsel zu den Bayern?

Ein verletzter Sané wäre jedenfalls alles andere als die erhoffte Soforthilfe für den Rekordmeister.

Bayern brauchen Plan B

Und die Schrecksekunde um den Wunschspieler der Bayern verdeutlichte einmal mehr die Notwendigkeit eines Plan B im Endspurt auf dem Transfermarkt.

Im Tauziehen um den aktuell ebenfalls verletzten Callum Hudson-Odoi (Achillessehnenriss) deutet sich ein Sieg des FC Chelsea an. Gerüchte um eine angebliche Einigung mit Leverkusens Leon Bailey wurden vergangene Woche von Trainer Niko Kovac öffentlich dementiert.

Und bezüglich der im Laufe des Transfersommers gehandelten Ousmane Dembélé, Hakim Ziyech und Timo Werner herrscht augenscheinlich Stillstand.

Lewandowski: "Brauchen mehr Spieler"

Dabei bekräftigte Robert Lewandowski am Samstag seine auf der USA-Reise formulierte Forderung nach mehr als nur einem Neuzugang: "Wir brauchen mehr Spieler. Wir brauchen mehr Qualität von der Bank."

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Auf die Frage nach weiteren Transfers antwortete Sportdirektor Hasan Salihamidzic nur knapp: "Dass wir was machen müssen, wissen wir."

Zuvor hatte der Express die Nachricht verbreitet, dass Königstransfer Sané Mitte dieser Woche über die Bühne gehen solle. Das Kölner Boulevardblatt berief sich dabei auf Informationen aus dem engsten Verwandtenkreis des Ex-Schalkers und nannte als Ablösesumme 100 Millionen Euro. Laut Telegraph sollen die Citizens jedoch zuletzt bis zu 160 Millionen Euro gefordert haben.

Bayern nicht überrascht von Sané-Einsatz

Im Vorfeld von ManCitys Duell mit Liverpool im englischen Supercup war bereits darüber spekuliert worden, dass Sané wegen des Verletzungsrisikos nicht mehr zum Einsatz kommen könnte.

Nach SPORT1-Informationen war man bei den Bayern allerdings nicht überrascht, dass Sané in der Startelf stand. Ein Indiz, das dafür spricht, dass der Poker um Sané noch nicht entschieden ist.

City-Trainer Pep Guardiola hatte jedenfalls am Freitag angekündigt, weiter mit Sané zu planen - und untermauerte das mit der Startelf-Nominierung. Für die Suche nach einem möglichen Ersatz hätte Guardiola ohnehin nur noch bis zum 8. August Zeit, dann schließt in England das Transferfenster. Verkäufe sind aber auch anschließend noch möglich.

Die Bayern-Bosse schwiegen derweil zur Causa Sané. Am Rande des Supercups in Dortmund wollte Sportdirektor Hasan Salihamidzic keine weitere Wasserstandsmeldung abgeben.

"Wir haben gesagt, wir werden gar nichts kommentieren", sagte Salihamidzic bei DAZN. Man werde so lange nichts zum Transfermarkt sagen, "bis es etwas zu vermelden gibt".

Ob es nun nach den jüngsten Entwicklungen zeitnah etwas zu verkünden gibt, bleibt abzuwarten.

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