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Marcus Rashford hadert mit seinem verschossenen Elfmeter ©
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München - Erst Paul Pogba, jetzt Marcus Rashford: Die Schützen von Manchester United scheitern vom Punkt. Hat Coach Ole Gunnar Solskjaer ein hausgemachtes Elfmeterproblem?

Mit vier Punkten aus den ersten drei Premier-League-Spielen verlief der Saisonstart für Manchester United mittelprächtig. Nach der Euphorie um den 4:0-Kantersieg am ersten Spieltag im Old Trafford gegen den FC Chelsea trat schnell Ernüchterung ein.

Am zweiten Spieltag kamen die "Red Devils" nicht über ein 1:1 bei den Wolverhampton Wanderers hinaus. Am vergangenen Wochenende setzte es sogar eine 1:2-Heimpleite gegen Crystal Palace.

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Dabei lag der Erfolg in beiden Spielen auf dem Silbertablett - denn der Ball lag auf dem Punkt. Zweimal bekam das Team von Trainer Ole Gunnar Solskjaer einen Elfmeter, doch zweimal wurde der Strafstoß vergeben.

Solskjaer: Pogba und Rashford sind beides Elferschützen

Nachdem in Wolverhampton Paul Pogba in der 68. Minute beim Stand von 1:1 vom Punkt gescheitert war, erhielt United im vergangenen Spiel zu Hause gegen Palace erneut einen Elfmeter zugesprochen.

In der 70. Minute beim Stand von 0:1 schnappte sich dieses Mal Marcus Rashford den Ball - und schoss ihn an den linken Innenpfosten, wovon das Spielgerät denkbar knapp am Tor vorbei und ins Aus flog. Für den 21 Jahre alten Rashford war es der erste Fehlschuss vom Punkt in seiner Profikarriere.

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Die zwei verschossenen Elfmeter in Serie haben auf der Insel für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Im Mittelpunkt: die Schützen Pogba und Rashford, aber auch Trainer Solskjaer und die Entscheidung, wer denn nun etatmäßig an den Punkt treten sollte.

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"Beide sind die vorgesehenen Elfmeterschützen, es liegt an ihnen, an Ort und Stelle", sagte der 46 Jahre alte Manchester-Coach nach der Partie bei den Wanderers.

Die Experten im englischen Fußball sehen dies vielfach anders und kritisieren Solskjaers Unwillen, sich auf einen festen Schützen festzulegen.

Neville: "Es ist peinlich"

"Sie sollten in der Kabine entscheiden, wer der Elfmeterschütze - es ist peinlich", polterte United-Legende Gary Neville im Guardian. "Das ist ein Elfmeter für Manchester United, das ist weder eine Tombola noch ein Spiel für die U5 auf dem Schulplatz."

Auch der frühere Premier-League-Stürmer Chris Sutton hält nicht mit Kritik an Solskjaer hinter dem Berg. "Es ist die Aufgabe des Trainers, zu entscheiden. Das ist ein großer Moment. United hätte das Spiel gewinnen können", sagte Sutton bei der BBC. Aus seiner Sicht sei es "schwach", den Spielern die Entscheidung zu überlassen.

Neville, Sutton und weitere Experten fordern eine klare Hackordnung, um Kontinuität zu gewährleisten und Diskussionen im Eifer des Gefechts auf dem Platz zu vermeiden.

Dass es besser geht, hat United bereits gezeigt, hat Rashford bereits gezeigt: Das erste Tor der Saison erzielte der englische Nationalspieler gegen Chelsea: per Elfmeter.

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