Zeuge zerlegt Ekpo: Die Machtdemonstration im Video
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Hamburg und München - Nachdem Tyron Zeuge Isaac Ekpo innerhalb von 203 Sekunden abfertigt, wird nun nach einem neuen Gegner gesucht. Ein deutscher Mega-Fight ist möglich.

Gerade einmal 203 Sekunden reichten Don King, um Tyron Zeuge eine glänzende sportliche Zukunft zu prophezeien.

"Er ist ein smarter Junge, sein Name könnte bald um die Welt gehen", tönte der mittlerweile 86 Jahre alte Promoter in gewohnter Manier, der alte und neue WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht lächelte nur schüchtern dazu.

Denn der 25 Jahre alte Berliner wusste nur zu gut, dass der King-Schützling Isaac Ekpo in Hamburg kein echter Prüfstein für ihn war.

"Ich bin total zufrieden und habe alles richtig gemacht. Heute hat alles gepasst. Ich habe präzise geschlagen", freute sich Zeuge im SPORT1-Interview. 

SPORT1 zeigt dieses Jahr zwanzig Kampfabende live im Free-TV, unter anderem mit Arthur Abraham, Tyron Zeuge und Vincent Feigenbutz

Brähmer hebt Zeuge auf neues Level

Ausschlaggebend für seinen Erfolg sei das Training mit Coach Jürgen Brähmer.

"Es liegt viel daran, dass Jürgen selbst noch boxt. Die gesamte Gruppe, in der ich trainiere, das passt einfach alles wunderbar zusammen. Wir haben Spaß, kennen den Ernst der Lage und das ist einfach ein super Team", sagte Zeuge über sein Training.

Brähmer motivierte seinen Schützling vor dem Kampf mit den Worten: "Ich bin neidisch, dass du boxen darfst und ich nicht."

Feigenbutz als nächster Gegner?

Das Management möchte Zeuge nun gegen deutsche Kontrahenten in den Ring schicken. "Wir wollen zeigen, dass wir zu Recht oben sind", sagte Brähmer nach dem Kampf.

Ein Kampf gegen Jungstar Vincent Feigenbutz oder ein Duell mit Altmeister Arthur Abraham - über beide Varianten wird bei Sauerland Event nachgedacht.

Brähmer bevorzugt dabei einen Fight gegen Feigenbutz, drei Jahre jünger als sein Schützling. "Das wäre doch ein spannender Kampf, den man in Deutschland sehen will. Tyron hat in seinen letzten Kämpfen viel an Erfahrung gewonnen und ist jetzt soweit, zwölf Runden auf technisch hohem Niveau zu gehen", sagte der 39-Jährige.

Abraham: Erst Nielsen, dann Zeuge?

Ex-Champion Abraham wäre ebenfalls eine reizvolle Aufgabe. Der Berliner gehörte zu den 3.500 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Halle am Inselpark.

Voraussetzung für einen derartigen Vergleich wäre aber ein erfolgreiches Comeback des gebürtigen Armeniers am 28. April in Offenburg gegen den Dänen Patrick Nielsen  (LIVE im TV auf SPORT1). Zuletzt hat "King Arthur", 38 Jahre alt, zwei von vier Kämpfen verloren.

"Ich muss beweisen, dass ich ihn schlagen kann, und dann sehen wir nach den nächsten Schritten", sagte er bei SPORT1 zu seinem anstehenden Kampf. 

Kontra K: "Tyron Zeuge ist einer der Besten"

Die Herausforderung scheut Abraham aber nicht und sagt zu einem möglichen Duell mit Zeuge: "Egal wer kommt, ich bin immer bereit gegen ihn zu boxen. Wer gegen mich boxen möchte, soll die Hand heben, ich komme."

Und Zeuge? Dem aktuellen Champion ist nach seiner Machtdemonstration gegen Ekpo egal, wer ihm vor die Fäuste gestellt wird. "Ich überlasse meinem Management, was da passiert. Ich weiche keinem aus", sagte er.

Und ein schöner Nebeneffekt deutscher WM-Duelle: Der wertvolle Titel bliebe unabhängig vom Ergebnis im Lande.

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