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Brooklyn und München - Das Ende von WrestleMania 35, bei dem Becky Lynch Ronda Rousey irregulär pinnte, war so nicht geplant. Von Brock Lesnar wurde auch Hulk Hogan überrascht.

Ein rätselhaftes Ende ihrer größten Showkampf-Veranstaltung - das scheint bei WWE zur Gewohnheit zu werden.

Nach WrestleMania 34 im vergangenen Jahr gab es wilde Mutmaßungen, ob und wie weit Brock Lesnar bei seinem überraschenden Sieg über Roman Reigns vom Skript abgewichen war (hier die bekannten Antworten). Nach der 35. Auflage am vergangenen Sonntag stellte sich die Frage, warum Becky Lynchs Sieg im Hauptkampf gegen Ronda Rousey und Charlotte Flair streng genommen keiner war.

Rousey hatte die Schultern zwischenzeitlich oben, als Lynch sie pinnte - eine Panne oder eine bewusst kontroverse Drehbuch-Idee, um einen Rückkampf aufzubauen? Mittlerweile ist die Antwort bekannt - wie auch die auf die ebenso vieldiskutierte Frage, warum Brock Lesnar diesmal gleich den Eröffnungskampf bestritt und verlor.

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WWE bestraft Ringrichter von WrestleMania-Hauptkampf

Der irreguläre Pinfall war ein schlichtes Versehen, berichtet der Wrestling Observer. Und es hatte für einen der Verantwortlichen auch Konsequenzen. 

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Ringrichter Rod Zapata habe eine Geldstrafe bekommen, was bei WWE in solchen Fällen üblich ist. Die Referees sind angehalten, ungültige Pinfalls nicht durchzuzählen. In solchen Fällen soll ein neues, unstrittiges Ende improvisiert werden, um die Illusion des echten Kampfs aufrecht zu erhalten.

Zwar war die Grundidee von WWE Lynch eher glücklich statt dominant gewinnen zu lassen, um sich die Option eines Rematchs offen zu halten. Irregulär sollte er jedoch nicht sein - was nicht heißt, dass WWE daraus im Nachhinein nicht doch noch eine Story stricken könnte.

Rousey soll bei WWE aber fürs Erste durch sein, angeblich plant sie eine Baby-Pause.

Brock Lesnar wollte selbst in den Opener

Auch die Hintergründe zu den Umständen des frühen Titelverlusts von Brock Lesnar gegen den neuen Universal Champion Seth Rollins sind mittlerweile durchgesickert: Es waren Lesnar selbst und Manager Paul Heyman, die hinter den Kulissen hinwirkten, dass Lesnar den Opener der Hauptshow bestritt.

Martin Hoffmann berichtet für SPORT1 vor Ort vom WrestleMania-Wochenende in New York
Martin Hoffmann berichtete für SPORT1 vor Ort vom WrestleMania-Wochenende in New York © SPORT1-Montage/Getty Images

Die beiden hätten befunden, dass dies der effektvollste Zeitpunkt wäre - nicht wie ursprünglich geplant gegen Ende der insgesamt siebeneinhalbstündigen Veranstaltung, bei schon ermüdetem Publikum.

Laut Observer fiel die Entscheidung kurzfristig, Legende Hulk Hogan, der die Show mit Alexa Bliss eröffnete, hätte nichts gewusst und sei von Heymans Auftauchen überrascht worden.

Unklar ist indes weiterhin, wie es mit Lesnar weiter geht. Die zahlreichen Andeutungen von WWE, dass Lesnar nun zur UFC zurückkehren würde - mit dem offensichtlichen Zweck, die WWE-Fans gegen ihn aufzubringen -, ließ deren Boss Dana White am Freitag auflaufen. Über Lesnars potenzielles Duell mit Schwergewichts-Champion Daniel Cormier sei "noch nicht mal gesprochen worden", sagte er auf der Pressekonferenz vor UFC 236, es werde "womöglich nie stattfinden".

Dabei hatte die UFC selbst es im vergangenen Herbst mit einer inszenierten Konfrontation zwischen Lesnar und Cormier aufgebaut ...

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