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Tony Schiavone wird Kommentator bei AEW
Tony Schiavone wird Kommentator bei AEW © twitter.com/tonyschiavone24
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Die neue Wrestling-Liga AEW holt einen weiteren alten Bekannten aus WCW-Tagen. Auch WWE war plötzlich an Kommentator Tony Schiavone interessiert.

Tony Schiavone, langjähriger Kommentator des früheren WWE-Rivalen World Championship Wrestling (WCW), kehrt zurück auf die große Showkampf-Bühne.

Der 61-Jährige wird Teil des Kommentatorenteams der ambitionierten neuen Liga AEW (All Elite Wrestling) und bekommt auch eine tragende Rolle als "Senior Producer" hinter den Kulissen.

AEW teilte am Montag offiziell mit, dass Schiavone einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben hat. Bei der am 2. Oktober startenden TV-Show wird er zusammen mit Legende Jim Ross und dem früheren Independent-Wrestler Excalibur am Pult sitzen (womit Alex Marvez, der noch bei der Debütshow Double or Nothing dabei war, aus dem Spiel ist).

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"Ich glaube, dass Tony einer der am meisten unterschätzten Hauptkommentatoren der Wrestling-Geschichte ist", wird AEW-Vizepräsident Cody Rhodes zitiert. Schiavone behält seine weiteren aktuellen Jobs, unter anderem als Producer des Sportkanals der University of Georgia und als Kommentator der Liga MLW (Major League Wrestling).

Wissenswertes zum Thema Wrestling

Früher WCW, jetzt AEW

Schiavone ist dem Wrestling seit den frühen Achtzigern verbunden, er war auch schon Kommentator bei der WCW-Vorgängerliga Jim Crockett Promotions, zwischen 1989 und 1990 auch kurz bei der früheren WWF. Bekannt ist er aber vor allem für seine Zeit als Play-by-Play-Kommentator bei der früheren WCW-Flaggschiffshow Monday Nitro.

In negativer Erinnerung blieb ein legendär nach hinten losgegangener "Spoiler": In der Nitro-Episode mit dem berüchtigten "Fingerpoke of Doom" Ende 1998 verriet er den vorab aufgezeichneten, ersten Titelgewinn von Mick "Mankind" Foley bei der Konkurrenzshow RAW - es hatte den nicht beabsichtigten Effekt, dass zahlreiche Fans von Nitro zu RAW wechselten.

Auch WWE wollte Tony Schiavone plötzlich

Bemerkenswert: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hatte sich auch WWE um Schiavone bemüht, bevor er bei AEW anheuerte - obwohl die Liga von Vince McMahon ihn 2001 nicht übernommen hatte, als sie WCW aufgekauft hatte und auch danach nie Interesse an ihm gezeigt hatte.

Noch deutlicher als in anderen Fällen wird hier die Taktik von WWE klar: Sie will dem aufkommenden Rivalen möglichst überall dazwischenfunken.

Auch über die Strategie von AEW sagt der Schiavone-Deal etwas aus. Das Projekt von Milliardärssohn und Premier-League-Manager Tony Khan setzt nicht nur auf neue Gesichter, sondern auch auf bekannte Namen aus vergangenen Zeiten, die die Fans von damals ansprechen sollen.

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