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Katsuyori Shibata wurde beim G1 Climax von NJPW von KENTA und dem Bullet Club attackiert
Katsuyori Shibata wurde beim G1 Climax von NJPW von KENTA (M.) und dem Bullet Club attackiert © NJPW
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München - Zwei Jahre nach seiner Hirnblutung wird Katsuyori Shibata Opfer einer Attacke von Ex-WWE-Star KENTA, der dem Bullet Club beitritt. Gibt es ein Comeback?

Katsuyori Shibata gehörte bis vor zwei Jahren zu den besten Wrestlern der Welt - ehe er sich im Ring so folgenschwer verausgabte, dass eine Hirnblutung seine Karriere und fast sein Leben beendete.

Nun rückte die Showkampf-Liga New Japan Pro Wrestling (NJPW) Shibata mit einer überraschenden Story-Wendung beim Finale des G1 Climax 29 wieder ins Zentrum des Geschehens und schürt damit Gerüchte um ein Ring-Comeback des 39-Jährigen.

Shibata, mittlerweile Trainer bei der Traditions-Promotion, die für viele Fans als beste der Welt gilt, hatte vor dem Climax-Turnier den früheren WWE-Wrestler KENTA (Hideo Itami) bei NJPW eingeführt. Ebendieser legte nun am Tag nach dem WWE SummerSlam 2019 vor über 10.000 Zuschauern in der Budokan Hall in Tokio einen "Heel Turn" hin, indem er sich dem bösen Bullet Club anschloss.

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Katsuyori Shibata steckt Attacke von KENTA ein

KENTA wandte sich bei einem Tag Team Match gegen die Club-Mitglieder Bad Luck Fale, Tama Tonga und Tanga Loa gegen seine Partner Tomohiro Ishii und YOSHI-HASHI und ging auf Publikumsliebling Ishii los.

Unter dem Jubel der Fans eilte Shibata dann herbei und prügelte auf Verräter KENTA ein, wurde dann aber vom Bullet Club übermannt, nachdem Jado Shibata mit einem Kendostab erwischte.

KENTA setzte sich dann höhnisch im Schneidersitz auf den ausgeknockten Shibata (was eigentlich dessen Pose ist) und zeigte die berühmte Too-Sweet-Geste des Club.

Shibata sah bei seinen Offensiv-Aktionen aus, als wäre er wieder gut alter Form, alles deutete auf eine Ring-Rückkehr hin.

Wissenswertes zum Thema Wrestling

Hirnblutung nach NJPW-Match gegen Okada

Der für seinen sehr risikoreichen Kampfstil bekannte Shibata hatte sich im April 2017 bei einem Kampf gegen Kazuchika Okada ein subdurales Hämatom am Kopf zugezogen und musste notoperiert werden, um sein Leben zu retten.

Shibata hatte in dem Fight mehrere heftige Kopfstöße gegen Okada gezeigt, eine Aktion, die er generell häufig anwandte und damit wohl auch für eine Vorschädigung gesorgt hatte.

Beim G1-Turnier 2017 hatte Shibata dann einen umjubelten Auftritt vor den Fans, stand seitdem aber nicht mehr im Ring.

Shibata wirkte bei seinen Offensiv-Aktionen, als sei er wieder in guter Form - alles sieht nach einer Rückkehr in den Ring aus.

Kota Ibushi gewinnt G1-Finale gegen Jay White

Im Finale des mit jeder Menge starken Matches gespickten, mehrwöchigen Turniers besiegte Kota Ibushi den früheren IWGP World Champion "Switchblade" Jay White in einem von Fans und Kritikern gefeierten Duell, Ibushi brachte sich damit selbst für ein großes Titelmatch in Position.

Ibushi, guter Freund und langjähriger Partner des zur neuen US-Liga AEW gewechselten Topstars Kenny Omega, hatte Anfang des Jahres einen festen Vertrag bei NJPW unterschrieben, nachdem er sich zuvor jahrelang abgelehnt hatte, sich an eine Liga zu binden. Seitdem steht Ibushi mehr und mehr im Zentrum der Promotion.

An dem G1-Turnier hatten neben Ibushi und White zahlreiche Topstars von NJPW teilgenommen, unter anderem auch Okada, Ishii, Hiroshi Tanahashi, Tetsuya Naito, Will Ospreay, Shingo Takagi (der am Montag seinen Wechsel ins Schwergewicht verkündete) und der von WWE abgewanderte Jon Moxley alias Dean Ambrose. Moxley musste am vorletzten G1-Tag nach einer Niederlage gegen Juice Robinson den zweiten Finalplatz White überlassen.

Es gab eine ganze Reihe enorm sehenswerter Duelle (unter anderem Okada - Ibushi, Okada - Ospreay, Shingo - Naito, Shingo - Ishii und auch Moxley - Ishii). Erste Reaktionen deuten jedoch an, dass Ibushi und White aus Sicht der meisten Zuschauer nochmal alles überboten haben.

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