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München - Die Attacke von Brock Lesnar auf Seth Rollins bei WWE RAW sah heftig aus, ist aber offenbar folgenlos geblieben. Aufmerksame Fans haben genau hingeschaut.

Es war ein abgesprochenes Show-Segment - aber es sah nicht so aus, als ob es schmerzfrei gewesen wäre für Seth Rollins.

Mehrmals verpasste ihm Universal Champion Brock Lesnar bei WWE Monday Night RAW seine Spezialaktion F-5, auf einen Stuhl und schließlich auch auf eine Krankentrage.

Es sah heftig aus, zumal auch Blut zu sehen war, das dem Publikumsliebling aus dem Mund zu kommen schien - die TV-Kameras von WWE schalteten wie in solchen Fällen üblich auf schwarz-weiß, aus Jugendschutzgründen.

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Wie aber geht es Rollins wirklich?

Seth Rollins schob sich etwas in den Mund

WWE ließ Rollins' Fans im Unklaren, auf ihrer Homepage schrieb die Promotion, dass Rollins gebeten hätte, "keinerlei Informationen zu seinem Zustand nach der Attacke von Brock Lesnar am Montagabend zu veröffentlichen".

Eine Mitteilung im Story-Modus also, so wie es potenziell jedes Verletzungs-Update von WWE sein kann, auch wenn es Details nennt - so wie kürzlich den frei erfundenen Milzriss, der Braun Strowman nach seinem Stunt mit Bobby Lashley angeblich drohte.

Tatsächlich scheint Rollins sich nichts getan zu haben, bis jetzt gibt es jedenfalls keine anderslautenden Meldungen aus anderen informierten Quellen. Es sieht aus, als hätte er nur "Selling" betrieben, also gut geschauspielert.

Das Blut aus seinem Mund? Allem Anschein nach mit einer Kunstblut-Kapsel herbeigeführt, wie sie auch in Film und Theater verwendet wird. Aufmerksame Fans haben auch entdeckt, dass Rollins sich etwas in den Mund steckte, bevor Lesnar ihn vor einem der F-5s auf den Stuhl auf die Schultern hob.

Kritik an WWE-Boss Vince McMahon

Die Inszenierung sorgte für Kritik, zumal WWE-Boss Vince McMahon noch Tage zuvor in einem Investoren-Rundruf den neuen Konkurrenten AEW für deren blutige Inszenierungen in den ersten Shows kritisiert hatte ("the blood and guts and gory things that they have been doing").

Wissenswertes zum Thema Wrestling

McMahon dürfte dabei vor allem auf das heftige Blutbad zwischen Cody und Dustin Rhodes bei der AEW-Premierenshow Double or Nothing angespielt haben.

Wie WWE Rollins darstellte sah da zwar etwas dezenter aus, andererseits wurde eine innere Blutung simuliert, die weit gefährlicher wäre als eine äußere Verletzung - wenn sie denn real gewesen wäre.

McMahons Liga hat ihr TV-Programm seit 2008 so ausgerichtet, dass es in den USA als "PG" klassifiziert ist, also nur für ganz kleine Kinder ungeeignet. Früher übliche Blut-Inszenierungen durch Kapseln, "Blading" (mit Rasierklingen bewusst herbei geführte Schnittwunden) oder andere Methoden sind bei WWE seitdem zur Ausnahme geworden.

Der WWE-Chef bekräftigte in dem Rundruf, der PG-Linie auch treu bleiben, in dem von ihr gesteckten Rahmen aber etwas "edgier" werden zu wollen.

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