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Tracy Smothers war ein anerkannter Performer bei WWE, WCW und ECW
Tracy Smothers war ein anerkannter Performer bei WWE, WCW und ECW © WWE
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München - Tracy Smothers war ein unter Kollegen hoch anerkannter Performer bei WWE, WCW und ECW. Nun ist er nach schwerer Krankheit zu früh verstorben.

WWE-Zuschauer der Neunziger kennen ihn als ewigen Verlierer Freddie Joe Floyd, Fans der Kultliga ECW als falschen Comedy-Italiener, innerhalb der Szene genoss er einen exzellenten Ruf als unterschätzter Top-Wrestler.

Nun ist Tracy Smothers nach schwerer Krankheit im Alter von 58 Jahren gestorben - er war an Krebs erkrankt und litt zudem unter schweren Herzproblemen. Auch schwere Kopfverletzungen hatten seine Gesundheit beeinträchtigt.

Glänzende Auftritte bei WCW

Smothers war 2. September 1962 in Springfield, Tennessee geboren worden, mit seinem ringerischen Talent und seinem Aussehen wäre er prädestiniert gewesen für eine größere Karriere in den Südstaaten-Territorien - die jedoch durch die nationale Expansion der damaligen WWF im Untergang begriffen waren.

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Er bildete ein populäres Tag Team mit Steve Armstrong - Sohn des kürzlich verstorbenen Ring-Patriarchen "Bullet" Bob Armstrong und älterer Bruder des bei WWE als Road Dogg aus der D-Generation X bekannten Brian Armstrong. Als (Wild Eyed) Southern Boys (später: Young Pistols) eroberten sie 1990 bei WCW die nationale Bühne und blieben vor allem durch ein großes und vielgelobtes Match gegen den Midnight Express in Erinnerung, eines der besten Teams der Ära.

Das Duell beim Great American Bash 1990 war weit vorn in diversen Abstimmungen zum Match des Jahres, es zählt zum Vermächtnis der goldenen Tag-Team-Ära, an die heute FTR (The Revival) und die Young Bucks bei AEW anknüpfen.

Wissenswertes zum Thema Wrestling

Aktiv bei SMW, WWE, ECW

Dauerhafter Erfolg bei WCW war Smothers nicht beschieden, er fand 1992 seine Nische in der regionalen Old-School-Liga SMW (Smoky Mountain Wrestling) von Jim Cornette, wo er als Publikumsliebling und Topstar schon auf diverse spätere WWF- und ECW-Kollegen traf, unter anderem die ebenfalls zu früh verstorbenen Chris Candido (Body Donna Skip) und Boo Bradley (Balls Mahoney).

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Parallel dazu war wegen seiner vielfältigen Talente im Ring ein gefragter Performer bei verschiedenen Ligen in Japan, bei der IWA Japan etwa war er für eine Weile Tag Team Champion an der Seite des später zum WWE-Hall-of-Famer aufgestiegenen Cactus Jack alias Mick Foley.

1996 engagierte WWE auch Smothers, jedoch nur als "Edeljobber", der fast jedes Match gegen aufstrebende Stars wie Stone Cold Steve Austin und Triple H verlor. Sein Name spielte auf die bürgerlichen Vornamen der Legenden Jack und Gerald Brisco an, die eine Schlüsselrolle in der WWE-Historie gespielt hatten.

Im Jahr darauf wechselte er zu ECW, wo der heutige WWE-Manager Paul Heyman ihn neu erfand als Mitglied der Gruppierung "Full Blooded Italians", deren Pointe war, dass fast alle Mitglieder offensichtlich keinerlei Bezug zu Italien hatten.

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Tracy Smothers war unter Kollegen sehr beliebt

Smothers' nationale Karriere klang Ender der Neunziger aus, bis zuletzt war er jedoch ein anerkannter und viel gebuchter, weil stets als verlässlich und kollegial geltender Independent-Wrestler, auch noch im vergangenen Jahr, als Smothers gesundheitlich schon schwer angeschlagen war.

Ende 2019 enthüllte Smothers, dass bei ihm Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden war, zudem hatte er Herzprobleme nach einem offenbar unbemerkten Infarkt. Smothers soll auch schwer gezeichnet von den Folgen diverser Gehirnerschütterungen gewesen sein, er war auch Teil der erfolglosen Klage zahlreicher Wrestler gegen WWE - wenngleich seine Zeit dort wohl nicht die war, in der er die schlimmsten Kopfverletzungen erlitten hatte.

Lange Krankenhausaufenthalte brachten Smothers auch in Geldnot, der frühere WWE-Wrestler Chris Hero (Kassius Ohno) hatte eine Online-Spendenkampagne gestartet, um ihm bei der Finanzierung der medizinischen Versorgung zu helfen.

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Nach seinem Ableben bekundeten auch diverse WWE-Stars wie Edge, Sami Zayn, Kevin Owens und Ricochet ihr Beileid. Auffällig oft werden dabei seine menschlichen Qualitäten betont und der Spaß, den er bis zuletzt an seiner Branche gehabt hätte.

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