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München - Beim Großen Preis von Deutschland glänzt Max Verstappen mit dem nächsten Sieg. Der Red-Bull-Pilot wird für die Silberpfeile immer mehr zur Gefahr im WM-Kampf.

Besser hätte es für Max Verstappen beim Großen Preis von Deutschland nicht laufen können. Der Red-Bull-Pilot krallte sich im Regen von Hockenheim den Sieg und ließ sich von tausenden Oranje-Fans an der Strecke bejubeln.

Dabei hatte es ganz zu Beginn des Rennens nicht danach ausgesehen. Mad Max verpatzte den Start und musste mehr als nur ein Auto an sich vorbeiziehen lassen. Die anfänglich gute Ausgangsposition von Startplatz zwei war dahin.

Was dann jedoch folgte, war der Auftritt eines Spitzenfahrers, der nicht nur die eigenen Ambitionen, sondern auch die seines Teams deutlich machte.

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Verstappen im Senna-Style

"Max ist wieder sensationell gefahren. Wie er den Dreher abgefangen hat, das war Senna-Style. Als er mal freie Fahrt hatte, war er um Welten schneller als alle anderen", jubelte Red-Bull-Boss Helmut Marko im Anschluss gegenüber auto motor sport.

Auch wenn der Niederländer in der Fahrerwertung noch deutlich hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton zurückliegt, mit seinen insgesamt 26 Punkten Ausbeute in Hockenheim (25 Punkte für den Sieg + ein Punkt für die schnellste Rennrunde) hat sich Verstappen in Lauerstellung gebracht. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Und auch bei Mercedes ist der Respekt vor dem 21-Jährigen groß. "Es gibt eine Bedrohung und sie heißt Max Verstappen", verkündete Motorsportchef Toto Wolff noch vor dem Deutschland-GP und sollte damit Recht behalten.

Red Bull größter Mercedes-Konkurrent

Immer mehr schwingt sich Red Bull zum größten Mercedes-Konkurrenten auf und auch Boss Marko hat in Sachen Titelambitionen noch lange nicht abgeschlossen. "Ausschließen würde ich es nicht", sagte er auf die Frage, ob Verstappen im Kampf mit den Silberpfeilen eine Titelchance hat.

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Dass sich Red Bull immer mehr zur Gefahr für Mercedes entwickelt, liegt vor allem an Verstappen. Der Mann mit der laut Marko "unglaublich natürlichen Fahrzeugbeherrschung" hat in den letzten Jahren viel gelernt.

Noch vor nicht allzu langer Zeit war der 21-Jährige bereits ein exzellenter Rennfahrer, hatte sich jedoch häufig nicht unter Kontrolle. Inzwischen hat er deutlich an Disziplin gewonnen.

Verstappen hat sich besser im Griff

"Die Risikoabschätzung ist besser, das Gefühl für die Reifen. Wenn der Ingenieur ihm sagt, dass der linke Vorderreifen zu viel Temperatur hat, dann setzt er das sofort um, ohne Zeit zu verlieren", kommt Marko ins Schwärmen.

Auch im Zweikampf mit anderen Piloten schlägt sich Verstappen "nahezu fehlerlos".

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Beim Team selbst ist die Entwicklung ebenfalls vorangeschritten. Während das Auto zu Beginn der Saison kaum Balance hatte, hat man inzwischen das richtige Setup gefunden.

Ein Motoren-Update sowie neuer Sprit in den nächsten Rennen sollen diesen Trend weiter fortsetzen. "Dann sollten wir vom Motor her aufgeschlossen haben. Vom Auto kommt auch noch einiges. Warten Sie mal ab", kündigte Marko an.

Kaum Fehler am Kommandostand

Dass am Kommandostand der Österreicher zudem kaum Fehler begangen werden und Boxenstopps, wie beim Regen-Grand-Prix von Hockenheim, zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden, macht das Team nur noch gefährlicher.

Dennoch stehen nach elf von 21 Saisonrennen 66 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton zu Buche. Dass im WM-Kampf das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, hat für Helmut Marko aber vor allem das letzte Rennen deutlich gemacht:

"Hockenheim hat gezeigt, dass Mercedes Fehler macht, wenn wir sie richtig unter Druck setzen können."

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