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Darts-WM: Anderson will nicht in die Premier League

Anderson will nicht in Premier League

Gary Anderson kommt seinem dritten WM-Titel immer näher. Der Schotte betont, nicht in der Premier League zu spielen, während SPORT1-Experte Max Hopp noch eine ganz andere Vermutung hat.
Max Hopp wirft nach dem Sieg von Gary Anderson im Viertelfinale über Justin Hood eine steile These in den Raum und ist sich nicht sicher, wie es mit der schottischen Legende nach einem möglichen WM-Sieg weitergeht.
Gary Anderson kommt seinem dritten WM-Titel immer näher. Der Schotte betont, nicht in der Premier League zu spielen, während SPORT1-Experte Max Hopp noch eine ganz andere Vermutung hat.

Gary Anderson hat auch nach seinem Halbfinaleinzug bei der Darts-WM noch einmal bekräftigt, nicht in der Premier League antreten zu wollen, auch wenn die PDC ihn fragen sollte. „Ich bin zu alt“, erklärte der Schotte im SPORT1-Interview und nannte die hohe Belastung als Grund.

„Ich habe es geliebt, auf der Pro Tour zu spielen, und ich habe die European Tour genossen. Ich habe das alles schon einmal gemacht – die Premier League, die Pro Tour, die European Tour”, führte Anderson aus: „Deshalb habe ich die European-Turniere für eine lange Zeit nicht mehr gespielt, weil es einfach zu viel wird. Ich bin zu alt.“

Der zweimalige Weltmeister besiegte am Donnerstag den Engländer Justin Hood (5:2) und zog ins WM-Halbfinale ein. Nur noch zwei Siege trennen Anderson vom Rekordpreisgeld in Höhe von einer Million Pfund.

Darts-WM: Legt Anderson seine Pfeile nieder?

Max Hopp stellte infolgedessen eine steile These über ein baldiges Karriereende des „Flying Scotsman“ auf. „Gary Anderson steht jetzt im Halbfinale – und ich habe irgendwie das Gefühl, dass, wenn er hier durchgeht, sich mit 55 Jahren die Million holt und seinen dritten Weltmeistertitel gewinnt, ich ehrlicherweise gar nicht weiß, ob er überhaupt weitermachen würde."

Der SPORT1-Experte machte klar: „Das ist eine steile These, aber vielleicht würde er seine Darts genau am Peak seiner Karriere niederlegen.“ Anderson ist Profi seit 2006 und gewann auf der Ally-Pally-Bühne 17 Auftaktmatches in Folge, ehe er letztes Jahr überraschend am Schweden Jeffrey de Graaf scheiterte (0:3).

Dieses Jahr präsentiert sich Anderson jedoch in bestechender Form und schaltete im Achtelfinale seinen Dauerrivalen Michael van Gerwen aus (4:1). Im Live-Ranking belegt er bereits Platz sechs in der PDC Order of Merit. Damit ist er auch ein heißer Kandidat für die Premier League, wobei er eine Teilnahme zuletzt noch ausgeschlossen hatte.

Premier League: Anderson erklärt Entscheidung

Am Donnerstag bekräftigte Anderson diesen Gedanken noch einmal. „Die Premier League war großartig, aber ich bin jetzt zu alt“, sagte der zweimalige Sieger des Wettbewerbs (2011 und 2015).

Nun stellt sich aber erst einmal die Frage, ob Anderson noch ein drittes Mal die Sid Waddell Trophy in die Höhe reckt und möglicherweise seine Karriere mit dem größtmöglichen Höhepunkt beschließt.