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Die zehn besten Momente der Bayern-Doku

Die zehn besten Momente der Bayern-Doku

Amazon hat eine sechsteilige Dokumentation über den FC Bayern München veröffentlicht. SPORT1 zeigt die Highlights der Serie, die Einblicke in das Innere des Klubs gibt.
Kimmich schleudert in der Kabine sein Trikot weg, Flick verkündet der Mannschaft seinen Abgang. Bei Amazon Prime Video wird es eine Doku zum FC Bayern geben und die Bilder im Trailer sind emotional.
Maximilian Schwoch
Maximilian Schwoch
von Maximilian Schwoch

So intim sieht man den FC Bayern München sonst nie.

Die neue Amazon-Dokumentation „FC Bayern - Behind the legend“ gewährt dem Zuschauer einen Einblick hinter die Kulissen des Rekordmeisters. Die sechsteilige Doku nimmt den Fan mit in die Geschehnisse der Saison 2020/21.

Champions-League-Sieg, Klub-WM-Titel: Die erfolgreichste Bayern-Spielzeit in der bisherigen Klubgeschichte wird aus einer ungewohnten Perspektive gezeigt. Doch die Spiele an sich nehmen nur eine untergeordnete Rolle ein. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Macher der Dokumentation um Regisseur Simon Verhoeven begleiten den Klub und seine Protagonisten auch mit in die Kabine, zeigen zudem auf, wie der Verein arbeitet - und wie sich die Stars außerhalb des Platzes geben.

Die Doku bietet zahlreiche Highlights. SPORT1 zeigt die Top 10.

Salihamidzic scherzt über Haaland

Der Name Erling Haaland wird schon seit längerem mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht, viele sehen in ihm den legitimen Nachfolger von Robert Lewandowski.

Die Verantwortlichen der Bayern äußern sich allerdings so gut wie nie öffentlich über den Norweger. Eine Ausnahme bildete Hasan Salihamidzic, der vor einigen Wochen im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 erklärte: „Das ist ein Top-Spieler, auch ein super Junge, wie ich höre. Da schaut man hin, aber er ist ein Dortmund-Spieler. 60 Tore in 60 Spielen. Da muss man hinschauen, sonst wären wir ja Vollamateure.“

Die Bayern-Doku enthüllte nun einen Dialog, bei dem der Norweger im Mittelpunkt stand. Am 6. März 2021 schlug Bayern den BVB mit 4:2, Haaland hatte die Dortmunder allerdings früh mit einem Doppelpack in Führung geschossen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Salihamidzic zeigte sich begeistert von den Qualitäten des 21-Jährigen. Auf der Bayern-Bank sagte er zur Teammanagerin Kathleen Krüger: „Wie gut ist denn der Haaland?! Das ist ja eine Maschine, Alter. Morgen rufe ich den Berater an!“

Anhand seines dicken Grinsens im Gesicht war zu erahnen, dass der Sportvorstand diese Aussage nicht komplett ernst gemeint hatte. Krüger konterte lachend: „Aber wir schicken ihn vorher bitte zum Friseur...“

In der Doku "FC Bayern - Behind The Legend" schwärmt Hasan Salihamidzic von Erling Haaland. Die Dokumentation gibt es ab 2. November exklusiv bei Prime Video.
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Salihamidzic schwärmt von Haaland: "Morgen rufe ich den Berater an!"

Bayern-Profis diskutieren über Dembélé

Nicht nur Fußball-Fans diskutieren über die Qualität einzelner Stars, auch unter Profis selbst gibt es teils heftige Diskussionen - so auch bei den Bayern-Stars.

Die neue Doku enthüllte eine durchaus kuriose Diskussion, schließlich geht es um den ehemaligen BVB-Star Ousmane Dembélé. Der 24-Jährige wechselte vor vier Jahren für einen dreistelligen Millionenbetrag von den Dortmundern zum FC Barcelona, konnte sich dort aber auch aufgrund von Verletzungsproblemen noch nicht nachhaltig durchsetzen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der Meinung von Serge Gnabry tut dies offenbar keinen Abbruch. Der Bayern-Profi behauptete: „Dembélé ist viel besser als (Kylian) Mbappé.“

Thomas Müller entgegnete: „Was heißt besser? Was willst du denn jetzt mit besser? Wenn ich so dribbeln könnte wie der Dembélé, wäre ich auch besser.“

Auch Joshua Kimmich hatte zu der Thematik eine klare Meinung, er war wenig angetan von der Diskussion. Zu Gnabry und Kingsley Coman sagte er: „Wenn du mich fragst, Dembélé oder einer von euch beiden, dann nehme ich immer euch. Diese Dembélé-Diskussion geht mir so auf den Sack...“

Müller mit Spitze gegen den BVB

Dass sich Müller für kaum etwas zu schade ist, um die Laune im Team anzuheben, ist nichts Neues. Einen guten Einblick in Sachen Stimmung beim Rekordmeister zeigt eine Szene, in der der 32-Jährige gemeinsam mit Eric Maxim Choupo-Moting auf der Massagebank lag und gleichzeitig das Spiel des Verfolgers RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim verfolgte.

In der Nachspielzeit stand es noch 0:0. Müller, der sich sicher war, dass das die Leipziger nicht gewinnen würden, stand auf und begann zu tanzen. Dabei sang er einen bekannten Fangesang des größten Rivalen: „Wer wird Deutscher Meister, BVB…“, dann brach er lachend ab.

Müllers vorschneller Jubel hätte sich sogar um ein Haar noch gerächt, denn Leipzig erzielte tatsächlich noch einen Treffer. „Der kann doch da keine Ecke mehr geben“, echauffierte sich der Ur-Bayer. Doch als die Wiederholung des Treffers lief, schallte es sofort: „Hand, zählt nicht!“ Und Müller hatte recht, der Leipziger Treffer wurde zurückgenommen. „Das ist ganz bitter“, kommentierte Müller und quittierte diese Aussage mit einem leicht gehässigen Lachen.

In der Doku "FC Bayern - Behind The Legend" schwärmt Hasan Salihamidzic von Erling Haaland. Die Dokumentation gibt es ab 2. November exklusiv bei Prime Video.
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"Deutscher Meister BVB!" Hier blödelt Müller in Unterhosen

Gnabry staunt über Davies

Datenerfassung ist eins der wichtigsten Elemente im heutigen Fußball. Nicht nur im Spiel werden Spielerdaten bis ins kleinste Detail dokumentiert, auch im Training ist dies ein wichtiges Element in der Leistungsdiagnostik.

Zudem schürt es den Ehrgeiz der Profis, wenn sie sich mit ihren Mitspielern messen können. Nach einem Training der Bayern wurden die Sprintwerte der einzelnen Spieler veröffentlicht und zu einem Ranking zusammengefasst.

„Choupo ist ja schneller als ich“, staunte Gnabry. Bei einem Blick auf die Daten von Alphonso Davies entfuhr es ihm: „Phonzie, alter, leck mich am A****.“ Der Kanadier gilt als schnellster Spieler bei den Münchnern und führte mit 33,1 km/h wenig überraschend diese Statistik an. Gnabry selbst war ganze drei km/h langsamer.

Auch Javi Martínez betrachtete die Tabelle mit Belustigung. Der inzwischen nach Katar gewechselte Defensivspieler gehörte wahrlich nicht zu den schnellsten Spielern der Münchner. Bei Anblick der Tabelle, bei der er als 13. geführt wurde, scherzte er: „Bruder! Alle Spieler, die unter mir sind, müssen verkauft werden“.

Verrät Salihamidzic hier das Gehalt seiner Stars?

Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern sind oft eine zähe Angelegenheit - vor allem in Corona-Zeiten. Die Verantwortlichen haben öffentlich angekündigt, aufgrund der Pandemie den Gürtel in Sachen Gehälter enger schnallen zu müssen. Die Spieler wollen wiederum angemessen entlohnt werden, vor allem im Vergleich zu den Teamkollegen.

Die Doku gab Einblicke in ein Gespräch zwischen dem Technischen Direktor Marco Neppe, Salihamidzic und Oliver Kahn. Dabei ging es auch um die Vertragsverhandlungen mit Kimmich, Gnabry und Leon Goretzka.

„Leon, Jo und Serge befinden sich alle im Bereich von 25 und 26″, sagte Neppe und hielt eine Broschüre mit der Aufschrift „Teamanalyse“ in der Hand. „Top Alter“, entgegnete Salihamidzic.

Schnitt. „Plus 50 Prozent, mindestens. Aua“, sagte Salihamidzic. Meinte er damit das neue Gehalt seiner Stars? Kimmich und Goretzka verlängerten ihr Arbeitspapier bereits, auch bei Gnabry sind die Gespräche nach SPORT1-Informationen weit vorangeschritten.

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Vor den Verhandlungen lagen alle drei gehaltstechnisch etwas auf einer Stufe, sollen rund zehn Millionen Euro verdient haben. „Plus 50 Prozent“ würde in diesem Fall bedeuten, das neue Gehalt betrüge mindestens 15 Millionen.

Kahn erklärte: „Wir werden die nächsten Jahre ganz bestimmt nicht steigende Einnahmen haben, sondern eher das Gegenteil.“ Der Bosnier entgegnete lachend: „Moment, aber dafür bist du ja da, dass du ein bisschen Kohle reinbringst.“

Goretzka spricht Klartext nach Aus gegen PSG

Die Doku zeigt nicht nur gute Laune, sie ist auch bei den emotionalsten Momenten der Saison hautnah dabei. Nach dem äußerst unglücklichen Ausscheiden im CL-Viertelfinale gegen PSG herrschte in der Bayern-Kabine eine gespenstische Atmosphäre.

Keiner sagte ein Wort, Müller schaute fassungslos ins Leere, David Alaba vergrub sein Tränengesicht in seinen Händen. „Wenn auf der Bande „Fairplay“ steht, sollte man das auch ein Stück weiter vorleben. Ich bin echt froh, in diesem auf der Seite der Verlierer gestanden zu haben. Für kein Geld der Welt würde ich tauschen wollen“, wurde eine Goretzka-Stimme eingespielt. Die Bayern-Stars waren sauer über das teils unsportliche Verhalten der Pariser auf dem Rasen.

Neuer, der Alaba tröstete, erklärte: „Das haben die Spieler wie Jérôme, Javi und David nicht verdient, weil sie wirklich eine Ära hier geprägt haben. Das tat mir unheimlich leid.“

Auch der Innenverteidiger gab einen Einblick in seine Gefühlswelt: „Ich wollte es unbedingt. Mein letztes Champions-League-Spiel - sehr traurig, bitter.“

Bayern-Stars trauern Alaba nach

Als Alaba im Februar auf einer Pressekonferenz seinen Abschied vom Rekordmeister ankündigte, sorgte das bei seinen Kollegen keineswegs für Freudenschreie - im Gegenteil.

Neuer, Goretzka und Kimmich gaben in der Doku Einblicke in ihre Gefühlswelt nach der Bekanntgabe des Alaba-Abschieds. „David ist natürlich für alle ein Fixpunkt bei uns in der Mannschaft, der alle Mannschaftsteile, die es zwangsläufig auch immer gibt, zusammengebracht hat“, sagte Goretzka und ergänzte: „Ich kenne eigentlich keinen Spieler, mit dem er sich nicht gut versteht bei uns. So in der Art habe ich das noch nie mitbekommen, wie er zu diesem Mannschaftsgefüge beiträgt, dass das alles zusammenhält.“

Nach dem ablösefreien Abgang von David Alaba, verlängert Bayern den Vertrag von Joshua Kimmich wohl frühzeitig. Das hat aber auch Folgen für das Gehaltsgefüge beim Rekordmeister.
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Kimmich wird Topverdiener: Das sind die Folgen

Kapitän Neuer erklärte: „So einen Spieler in seiner Mannschaft zu verlieren, ist brutal für mich.“ Auch Joshua Kimmich betonte die Wichtigkeit des Österreichers - auf und neben dem Platz: „Er wird uns sportlich sehr fehlen. Aber was mir am meisten wehtut, ist, dass dieser Mensch David Alaba nächste Saison nicht mehr bei uns spielt.“

Alaba selbst kam in der Doku ebenfalls zu Wort. „Der FC Bayern hat mich als Person wirklich sehr geprägt. Es ist hier schon sehr familiär“, sagte der 29-Jährige. „Ich durfte hier eine unglaubliche Karriere genießen und unglaubliche Momente feiern.“

Boateng-Abschied? Salihamidzic spricht Klartext

Mit Jérôme Boateng verließ ein weiterer altgedienter Profi die Münchner in diesem Sommer ablösefrei. Die Personalie soll zwischen dem damaligen Trainer Hansi Flick und Salihamidzic für Missstimmung gesorgt haben. Der heutige Bundestrainer hätte den Verteidiger gerne behalten, der Sportvorstand soll dagegen treibende Kraft gewesen sein, den auslaufenden Vertrag mit dem Weltmeister von 2014 nicht zu verlängern.

Dieser Darstellung widersprach Salihamidzic in der Doku jedoch. „Bei Bayern München entscheiden wir in der Gruppe, nicht nur eine Person. Dass es nun nach Außen kam, dass ich ihn nicht möchte, ist totaler Schwachsinn“, sagte der 44-Jährige.

Auch der Zeitpunkt der Verkündung sorgte für Kritik, Salihamidzic gab diese Nachricht direkt vor Anpfiff des CL-Viertelfinals gegen PSG bekannt. „Er hat zwei Kinder und Familie, er muss planen und da war es für mich wichtig, dass der das erfährt“, rechtfertigte sich der Sportvorstand.

Spannende Details bei Nagelsmann-Verhandlungen

Am 27. April verkündete der FC Bayern: Julian Nagelsmann wird Flicks Nachfolger als Cheftrainer des Rekordmeisters. Kurios: Der Vertrag mit dem 34-Jährigen war zu diesem Zeitpunkt weder unterschrieben noch fertig ausgehandelt.

Am 2. Mai kamen Nagelsmann, die Bayern-Verantwortlichen um Salihamidzic und Neppe und dessen Berater um Volker Struth zu den finalen Verhandlungen zusammen. „Du hast ja so müde Augen,“ begrüßte Struth Salihamidzic. „Ja, wenn ich mit euch sprechen muss, kriege ich sofort Augenringe“, konterte der Bosnier schlagfertig.

„Julian ist total fair. Er bezahlt die Ablösesumme mit, um dem Klub die Möglichkeit zu geben, diese zu stemmen“, erklärte der Sportvorstand. Was er damit gemeint haben dürfte: Nagelsmann machte bei seinem eigentlich bereits ausgehandelten Gehalt freiwillig Abstriche, um den Rekordmeister zu entlasten. Das enthüllte Struth in seinem Buch „Meine Spielzüge. Aus der Kohlensiedlung zum erfolgreichsten Spielerberater Deutschlands.“

Die Verhandlungen zogen sich auch an diesem 2. Mai „Es hängt an Kleinigkeiten“, sagte Neppe. In der nächsten Szene diskutierten Struth und Salihamidzic im Gang: „Jetzt hast du den nochmal geändert, jetzt haben wir ein Problem“, erklärte der Nagelsmann-Berater und ergänzte auf Nachfrage: „Diesen Passus, den du vorhin erwähnt hast. Den musst du wieder rausmachen.“

Neppe und Salihamidzic berieten sich: „Wir müssen den Passus genauso abändern, dass es für beide passt“, erklärte der Technische Direktor. „Gut, in der Mitte einigen, fertig“, sagte Salihamidzic. Das Ende der Geschichte ist bekannt.

So emotional war Flicks Abschiedsrede

Die vielleicht emotionalste Szene der Doku bekamen die Zuschauer direkt am Anfang zu sehen. Nach dem 3:2-gegen den VfL Wolfsburg kamen die Bayern-Profis in die Kabine, nicht wissend, dass Flick ihnen gleich seinen Abschied vom Rekordmeister mitteilen wird.

Ein nachdenklicher Flick schlich mit gesenkter Miene in Richtung seines Teams. Er begann seine Rede mit dem Glückwunsch zum Spiel. Dann wurde es ernst: „Jungs, ich habe euch etwas zu sagen“, begann Flick, um dann sekundenlang die richtigen Worte zu suchen.

„Ich glaube, wir haben eine ganz gute Beziehung. Es ist für mich eine wahnsinnige Freude, mit euch arbeiten zu können“, erklärte Flick und lobte die Mentalität des Teams.

„Ich bin auch irgendwann mal am Ende. Es ist wichtig, dass ihr es von mir erfahrt“, fing er an. In Folge fünf wird die Rede fortgesetzt. „Ich habe dem Verein nach dem Spiel in Paris gesagt, dass ich nach der Saison aufhören möchte, nicht mehr weitermachen will.“

Hansi Flick bejubelt mit seinem Team die Meisterschaft
Hansi Flick bejubelt mit seinem Team die Meisterschaft

Während seiner Rede herrschte Totenstille, im Anschluss applaudierten Spieler und Staff dem Triple-Trainer.

Flick bezog das Filmteam aktiv mit ein, verriet Regisseur Simon Verhoeven im Gespräch mit SPORT1. Er habe seinem Kameramann kurz vor seiner Abschiedsrede zu verstehen gegeben, „dass heute etwas Wichtiges passieren wird. Deshalb konnten wir die Szene perfekt einfangen“.

Während seiner Rede sei Hansi sehr emotional gewesen, genau wie die Spieler. „Es war und ist ein absoluter Gänsehaut-Moment.“

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