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FC Bayern: Sané nach Auswechslung sauer - Nagelsmann reagiert

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FC Bayern: Sané nach Auswechslung sauer - Nagelsmann reagiert

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Sané rauscht ab: Nagelsmann reagiert

Sané rauscht ab: Nagelsmann reagiert

Leroy Sané rauscht nach seiner Auswechslung beim Heimsieg gegen Augsburg direkt Richtung Kabine ab. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann findet nach dem 1:0 klare Worte zu seinem frustrierten Star.
Der FC Bayern müht sich zu einem knappen Heimsieg über Augsburg. Julian Nagelsmann stellt nach der Partie die Bedeutung der Hereinnahme von Marcel Sabitzer heraus.
Kerry Hau
Kerry Hau

Drei Punkte, der nächste wichtige Schritt zur zehnten Meisterschaft in Folge – doch so richtig Selbstvertrauen konnte der FC Bayern mit seinem späten Arbeitssieg vor vollem Haus in der Allianz Arena gegen den FC Augsburg nicht tanken.

Vor allem die Offensive des Rekordmeisters enttäuschte, blieb in Hälfte eins wie schon unter der Woche in Villarreal ohne Schuss aufs gegnerische Tor. Der erlösende Treffer zum 1:0 durch Robert Lewandowski in der 82. Minute kam durch einen Handelfmeter zustande. Chancen aus dem Spiel heraus? Mangelware! (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Dazu trug auch eine erneut schwächere Leistung der beiden Außenstürmer Serge Gnabry und Leroy Sané bei. Ersterer wich schon zur Pause für Jamal Musiala, zweiterer nach 64 Minuten für Kingsley Coman.

Sané bei Auswechlung sauer

Auffällig: Sané ging bei seiner Auswechslung direkt in Richtung Kabine, klatschte frustriert und fast schon widerwillig mit Trainer Julian Nagelsmann ab.

Dieser gab nach dem Spiel auf SPORT1-Nachfrage zu: „Ich habe wahrgenommen, dass der Handshake schonmal anders ausgefallen ist – weniger frustriert.“ Allerdings sei er „nicht sauer“, daraus müsse man „keine Schlagzeile machen, das ist mir wurscht“. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Er selbst sei als Spieler „nie“ ausgewechselt worden, weil er immer verletzt gewesen sei, scherzte der Coach. „Aber wenn ich ausgewechselt worden wäre, wäre ich dem Trainer auch nicht um den Hals gefallen und hätte gesagt: Was für ein geiler Typ bist du eigentlich?“, ergänzte er schmunzelnd.

Bayern löst mit einigen Mühen die Pflichtaufgabe Augsburg vor dem Showdown gegen Villareal. Ob Julian Nagelsmann den Druck spürt? Der Bayern-Coach hat eine klare Antwort.
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Nagelsmann: "Ist mir völlig sch***egal!"

Sané sei „sehr selbstkritisch“ und hinterfrage sich „extrem“, berichtete der 34-Jährige. Wenn es mal nicht so laufe, sei der Ex-Schalker „meistens stocksauer“, suche die Schuld aber nicht bei anderen – auch nicht beim Trainer.

Nagelsmann reagiert verständnisvoll

„Dann möchte er – glaube ich – keinen mehr sehen und auch nicht mehr gesehen werden. Das muss man akzeptieren“, sagte Nagelsmann und holte noch einmal etwas aus: „Jeder geht mit Frustsituationen ein bisschen anders um. Manche können sich sofort auf die Bank setzen und die Jungs nochmal anfeuern. Das ist natürlich der Best Case. Aber es gibt auch Charakterzüge, dass man das nicht so gut kann. Und das ist auch okay, jeder Mensch ist anders. Mir ist lieber, dass er reingeht, wenn er sauer ist, als dass er dann so auf der Bank sitzt. Das hat wenig Effekt. Dann soll er lieber drinnen sein und sich mit seiner Leistung auseinandersetzen, wenn er damit ein Problem hat. Davon haben wir alle mehr.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Sané auf Formsuche! Der Nationalspieler (14 Tore und 15 Vorlagen in 40 Pflichtspielen in dieser Saison) wartet seit fünf Bundesliga-Partien in Folge auf eine Torbeteiligung. Seine bis dato letzte zahlenmäßig starke Leistung zeigte der 26-Jährige bei der 7:1-Gala im Champions-League-Achtelfinale gegen Salzburg am 8. März, als er einen Treffer und zwei Assists beisteuerte.

Nagelsmann: „Ich mag den Typen Leroy Sané“

„Dass er besser spielen kann als in den letzten zwei Spielen, weiß er – und das wird er auch. Meine volle Unterstützung hat er, meine maximale Sympathie und Empathie auch“, so Nagelsmann.

Der Bayern-Coach abschließend: „Ich mag den Typen Leroy Sané unglaublich gerne. Er ist extrem lässig, witzig, sehr lebensfroh. Er ist natürlich keiner, der aus der Kabine heraussprintet und erstmal den Rasen umpflügt und sagt: ‚Gib mir den Ball, jetzt geht‘s los‘. Man muss schon sagen: ‚So Leroy, jetzt geht‘s los‘. Aber er hat natürlich eine unfassbare Qualität. Das darf man nicht vergessen.“

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