Die Daumen im Münchner Süden sind gedrückt! Manfred Schwabl, Präsident des Drittligisten SpVgg Unterhaching, dürfte aktuell auf einen Wechsel von Karim Adeyemi hoffen.
So realistisch ist ein Adeyemi-Abgang
Denn die Vorstädter, die Adeyemi ausbildeten (2012-2018), sicherten sich bei seinem Wechsel nach Salzburg eine Weiterverkaufsklausel. Als Adeyemi 2022 nach Dortmund wechselte, kassierte Haching 22,5 Prozent der Ablösesumme - knapp sieben Millionen Euro.

Sollte Adeyemi nun im Winter den BVB verlassen, bekommen Schwabl und Co. nochmal Geld in die Kassen gespült - wobei es diesmal um 22,5 Prozent der Summe geht, mit der Salzburg am Weiterverkauf beteiligt ist (die nicht bekannt ist). Doch wie steht es um einen Wechsel des gebürtigen Münchners?
Neapel und Liverpool offenbar heiß auf BVB-Star Adeyemi
Italienische Medien, allen voran der Transferexperte Gianluca Di Marzio, berichteten bereits von einer Einigung zwischen den Vereinen – Ablösesumme wohl um die 50 Millionen Euro. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl widersprach diesen Berichten im Rahmen des Remis gegen Werder Bremen entschieden. „Es gibt keine Vereinbarung mit Neapel.“
Auch der englische Tabellenführer FC Liverpool soll laut Corriere dello Sport Interesse an dem deutschen Nationalspieler haben.
„Für mich ist das in der aktuellen Situation überhaupt nicht realistisch“, befindet SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und weiter: „Mit Donyell Malen haben die Dortmunder bereits einen Flügelspieler ziehen lassen. Sollte auf der Zugangsseite nicht noch etwas passieren, halte ich das für ausgeschlossen. Dann bräuchtest du mindestens zwei Neue.“
Laut SPORT1-Informationen liegt dem BVB zudem derzeit noch kein schriftliches Angebot eines anderen Klubs für Adeyemi vor.
Die Podcaster sehen darin, neben der ohnehin schon dünnen Personaldecke, ein großes Problem, da der Winter-Transfermarkt nicht vor hochkarätigen Alternativen wimmelt. Gerade im Hinblick auf das Ende des Fensters, am kommenden Montag (03. Februar), birgt das die Gefahr eines Schnellschusses. Und so einen kann sich der BVB in der aktuellen Lage wohl kaum leisten.
50 Millionen für Adeyemi? „Utopisch hoch“
Die Ablösesumme findet Sedlbauer aus Sicht des BVB allerdings mehr als verlockend. Neapel soll offenbar bereit sein, rund 50 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. „Wenn er sein Potenzial abruft, ist er einer der besten Offensivspieler der Bundesliga“, meint BVB-Reporter Oliver Müller.
Sedlbauer ist da etwas skeptischer: „‚Wenn er sein Potenzial abruft, dann …' trifft derzeit auf fast jeden BVB-Spieler zu. Fakt ist aber auch, dass er seine Leistung nicht konstant auf den Platz bekommt – Verletzungen hin oder her.“ Müller pflichtet bei: „Bei den aktuellen Leistungen ist diese Summe utopisch hoch.“
BVB-Star Adeyemi fühlt sich in Dortmund wohl
Dass Adeyemi überhaupt den Verein verlassen will, stellt Sedlbauer in Frage: „Er fühlt sich in Dortmund eigentlich sehr wohl. Mit seinen 23 Jahren ist er immer noch wahnsinnig jung, muss aber auch den nächsten Schritt machen. In einem gewohnten Umfeld wie Dortmund ist das mit Sicherheit leichter. Das weiß er auch.“

Ein Wechsel im Winter ist für die beiden Podcaster zum jetzigen Stand nicht vorstellbar, im Sommer aber sehr wohl. Auch der FC Chelsea soll, wie schon in der Vergangenheit, Interesse an einer Verpflichtung nach der Saison signalisiert haben.
Die Voraussetzung: Adeyemi findet zurück zu alter Stärke.
Wer bringt Adeyemi wieder in die Spur?
„Ich hoffe, dass es einen Trainer gibt, der ihn wieder in die Spur bringt. Ich bin von seinem Potenzial überzeugt. Der kann noch ein richtig, richtig Guter werden“, ist sich Müller sicher und schwärmt von der Gala-Vorstellung des 23-Jährigen zu Beginn der Saison gegen Celtic Glasgow, als Adeyemi beim 7:1 mit einem Dreierpack brillierte.
Nicht nur für Adeyemi wird es demnach spannend und richtungsweisend, wer der neue Mann an der Dortmunder Seitenlinie werden wird.
Auch in Unterhaching werden sie genau hingucken, wie es beim BVB und ihrem ehemaligen Juwel weitergeht.
Im Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und SPORT1-Reporter Oliver Müller über die aktuellen Themen bei Borussia Dortmund. Der SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ ist immer dienstags auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.