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Der nächste Schritt für das BVB-Juwel naht

BVB mit klarem Talente-Plan

BVB-Juwel Mussa Kaba darf seit einigen Wochen Profi-Luft schnuppern. Gegen Werder Bremen wird der Youngster erneut im Kader stehen. Die ersten Minuten dürften nicht mehr ewig auf sich warten lassen. Der Plan ist klar.
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac spricht auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen über Serhou Guirassy.
BVB-Juwel Mussa Kaba darf seit einigen Wochen Profi-Luft schnuppern. Gegen Werder Bremen wird der Youngster erneut im Kader stehen. Die ersten Minuten dürften nicht mehr ewig auf sich warten lassen. Der Plan ist klar.

Niko Kovac kann ihn gar nicht übersehen! Mit einer Körpergröße von 1,96 Metern überragt Mussa Kaba die anderen BVB-Profis. Nur Gregor Kobel (1,95 m) kann ihm annähernd das Wasser reichen. Doch nicht nur seine Physis, sondern auch die fußballerischen Qualitäten des 17-Jährigen imponieren den Verantwortlichen. Im Trainingslager in Marbella gehörte er erstmals dem Profikader an und überzeugte prompt.

Die Folge: Gegen Eintracht Frankfurt (3:3) durfte er im Deutsche Bank Park auf der Profibank Platz nehmen. Über seine Entwicklung sprechen BVB-Reporter Oliver Müller und SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.

BVB-Juwel vor ersten Profiminuten

„Seit Monaten wird extrem viel über die Durchlässigkeit junger BVB-Spieler diskutiert – zu Recht. Denn es hakte gewaltig“, meint Sedlbauer und ergänzt: „Gerade unter Kovac schien es nochmal deutlich schwieriger zu sein. Denn für Kovac zählt nur Leistung – egal ob jung oder alt.“

Kaba, da sind sich die beiden Podcaster einig, könnte nun diese Sehnsüchte der Fans stillen und tatsächlich zum Profispieler reifen. Die Chance auf erste Minuten sieht der SPORT1-Reporter alles andere als schlecht.

„Durch den Abgang von Pascal Groß ist ein Konkurrent weniger auf der Position. Gut möglich, dass der BVB auch noch Salih Özcan abgibt", meint Sedlbauer: „In dem Fall wäre Kaba auf einmal an vierter Stelle der Sechser-Rangfolge. Gerade in den bevorstehenden vielen englischen Wochen wäre ein Einsatz alles andere als überraschend.“

BVB-Juwel Mussa Kaba hinterlässt Eindruck

„Es steht außer Frage, dass er ein herausragendes Talent ist. Er hat bereits im Jugendbereich gezeigt, dass er nicht nur fußballerisch einiges drauf hat, sondern auch über einen gewissen Grad Reife und absolute Professionalität verfügt“, lobt Müller.

Im Trainingslager soll er das allen Verantwortlichen und Mitspielern eindrucksvoll vorgelebt haben – indem er sich viele Ratschläge eingeholt und sofort versucht hat, diese umzusetzen.

Anders als die anderen beiden hoffnungsvollen Talente Mathis Albert und Samuele Inacio durfte Kaba auch nach der Rückkehr aus Marbella bei den Profis bleiben.

„Wenn es schneller geht, wehren wir uns alle nicht dagegen“

Sportgeschäftsführer Lars Ricken dürfte diese Entwicklung besonders freuen. Bis vor seiner Beförderung leitete er nämlich als Nachwuchsdirektor den NLZ-Bereich des BVB.

„Wenn man gesehen hat, wie er im Trainingslager aufgetreten ist, war das keine Überraschung. Wir kennen Mussa schon sehr lange. Wir haben einen klaren Plan mit ihm“, schwärmte Ricken nach dem Remis in Frankfurt. Der Plan sei klar: Kaba „im Sommer als festen Kaderspieler bei den Profis haben. Wenn es schneller geht, wehren wir uns alle nicht dagegen.“

Rickens Fazit zu Kaba: „Ein toller Junge, der es sich wirklich verdient hat, im Kader zu stehen.“

Förderung von Talenten ist für den BVB wichtig

Auch finanziell ist die Förderung von Talenten ein wichtiger Faktor für den Verein, erklärt Müller: „Das NLZ ist an die KGaA gebunden. Talente zu entwickeln und sie in den Profikader einzubauen, kann nicht nur Kosten für teure Transfers reduzieren, sondern auch Einnahmen – wie durch Verkäufe – generieren.“

Für Sedlbauer ist ein Profi-Einsatz für Kaba, der erst im Sommer zur U23 hochgezogen wurde, nur noch eine Frage der Zeit.

Denn überzeugt von seinem Weg sind sie in Dortmund alle.