Mario Basler hat mit dem SV Werder Bremen abgerechnet und dabei die Mannschaft sowie die sportliche Führung harsch kritisiert.
Basler rechnet mit Werder Bremen ab!
Was Basler bei Werder stört
SPORT1 fragte den 30-maligen Nationalspieler, was an der Weser derzeit alles schiefläuft. „So vieles. Die Mannschaft spielt Sch***-Fußball, schlechten Fußball. Und wenn man analysiert, was sie bis jetzt gespielt haben, stehen sie berechtigterweise da, wo sie stehen“, wurde Basler deutlich.
Bundesliga: Werder kämpft gegen den Abstieg
In der Tabelle steht Werder auf Platz 15, der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nur noch einen Punkt. „Wenn es mit den Verletzten so bleibt - und sie weiter nicht zurückkommen - dann glaube ich, wird Werder Bremen ein Problem kriegen. Die Tendenz zeigt im Moment ganz klar, dass sie gegen den Abstieg spielen - und dass sie vielleicht auch absteigen“, sagte der ehemalige Werder-Profi.
Im Gespräch mit SPORT1 erklärte Basler, dass ein Abstieg in die 2. Bundesliga für seinen Ex-Klub „schlimm“ wäre. „Ich wünsche mir, dass sie sich zusammenreißen. Hoffentlich weiß Daniel Thioune als neuer Trainer, wie er mit der Mannschaft umzugehen hat.“
Thioune wurde am Mittwoch als neuer Cheftrainer bei den Grün-Weißen installiert. Der 51-Jährige folgt auf Horst Steffen, der nach dem Remis gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) freigestellt wurde.
Thioune? „Schwierig, besonders wenn der keine Erfahrung hat“
Der neue Coach stehe vor einer schwierigen Aufgabe. Hinzu kommen enorme Personalsorgen. Mit Niklas Stark, Maximilian Wöber und Amos Pieper fallen derzeit gleich drei Innenverteidiger verletzt aus. „Das ist für einen Trainer sehr schwierig, besonders wenn der keine Erfahrung hat“, meinte Basler.
Deswegen hätten andere Trainerkandidaten wie beispielsweise Bo Svensson auch abgesagt: „Weil Sie wahrscheinlich nicht denken, dass Werder Bremen vielleicht in der Liga bleibt.“
Clemens Fritz, Geschäftsführer Profifußball in Bremen, hat in Baslers Augen keinen sonderlich guten Job gemacht. „Meines Erachtens musst du als Geschäftsführer auch mal eingreifen. Du musst dich ja auch mal zu Wort melden. Du musst auch mal auf die Mannschaft losgehen. In Bremen ist halt alles familiär. Alles ist ruhig.“ Deswegen habe man in Bremen auch keine große Aufmerksamkeit.
Diesen Transfer fand Basler „überhaupt nicht gut“
Auch die Transferpolitik kreidete Basler dem Werder-Boss an - insbesondere das mittlerweile abgebrochene Leihgeschäft von Victor Boniface sorgte bei Basler für Verwunderung: „Ich habe mich sowieso gefragt, wer auf die Idee gekommen ist, Boniface zu holen. Der passt einfach nicht nach Bremen. Also ich fand die Verpflichtung überhaupt nicht gut.“
Nun gehe es darum, sich aufzuraffen und zusammenzureißen. „Mit Unentschieden und Angsthasenfußball kommst du nicht weiter. Die Werder-Bremen-Fans haben es verdient, in der Bundesliga zu bleiben“, sagte Basler.