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FC Bayern: Die Hintergründe der Hoeneß-Attacke

Nächste Runde in Hoeneß‘ ewigem Kampf

Uli Hoeneß attackiert die Berater-Szene, Max Eberl gibt sich etwas zurückhaltender. Erneut gehen die Bayern in den Angriffsmodus. Welche Chancen haben sie?
In einem exklusiven Interview mit SPORT1 spricht Bayerns Sportvorstand Max Eberl über seine Arbeit - unter anderem über die Verlängerung mit Dayot Upamecano.
Uli Hoeneß attackiert die Berater-Szene, Max Eberl gibt sich etwas zurückhaltender. Erneut gehen die Bayern in den Angriffsmodus. Welche Chancen haben sie?

Seit die zähen Verhandlungen um Dayot Upamecanos Zukunft beendet sind, befindet sich der FC Bayern im Angriffsmodus. Die Speerspitze gibt dabei – wie könnte es anders sein – Uli Hoeneß.

Der Klub-Patron sagte zu BILD: „Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft.“ Es ist eine Kampfansage an eine ganze Branche.

Bayern im Angriffsmodus

Allgemein lässt sich feststellen, dass die Verantwortlichen des FC Bayern an einem Punkt angekommen sind, an dem sie sich zum Handeln gezwungen sehen. Sportvorstand Max Eberl hatte zuvor im Exklusiv-Interview mit SPORT1 die ersten kritischen Worte aus München in Richtung der Berater abgeschossen: „Man kann schon sagen, dass die Rolle der Berater vielleicht zu groß geworden ist. […] Man muss genau abwägen und dann eben ‚Nein‘ sagen, wenn die Forderungen unverhältnismäßig sind.“

Der 52-Jährige gibt sich ein Stück weit defensiver als sein Mentor – kein Wunder, schließlich ist es Eberl, der meist den häufigsten Kontakt zu Spielern und deren Beratern hat. Er bekommt es zuallererst zu spüren, wenn die Agenten auf stur stellen.

Rumoren unter Beratern

Interessant an Bayerns Marschroute: Man schert die Berater nicht über einen Kamm, sondern macht durchaus Unterschiede. Luis Díaz‘ Vertreter lobt Hoeneß in den höchsten Tönen und klingt dabei fast so, als könnten sich faire Verhandler in München weiterhin über gute Handgelder freuen. Fast wirkt es so, als wolle der Ehrenpräsident einen Keil zwischen die zahlreichen Berater treiben. Dabei hat er keine schlechten Erfolgschancen, schließlich herrscht in der Branche große Konkurrenz.

Hinter vorgehaltener Hand bezeichnen Berufskollegen Upamecanos Berater-Duo vereinzelt als „wahnsinnig“ oder „gierig“. Das Verhandlungs-Theater habe der ganzen Branche geschadet, heißt es. Ein Rumoren, das die Bayern-Bosse durchaus für ihre Zwecke nutzen können – zumindest kurz- und mittelfristig.

Bayern braucht Mitstreiter

Langfristig gesehen müsste es den Münchnern aber gelingen, auch andere Top-Klubs von einer härteren Gangart zu überzeugen. Angesichts der Finanzkraft von Vereinen wie Manchester City, PSG oder Real Madrid ein schwieriges Unterfangen – dort sitzt das Geld deutlich lockerer als an der Säbener Straße.

Nicht umsonst bezeichnet Eberl das Thema als „sehr komplex“. Der Weg könnte vermutlich nur über die Klub-Vereinigung ECA führen. Dort führten Hoeneß - und vor allem Ex-CEO Karl-Heinz Rummenigge - schon vor Jahren einen ewigen Kampf.

Im Fall Upamecano stellt sich derweil die Frage, warum die Verantwortlichen des FC Bayern nicht bereits jetzt ein Exempel statuierten und „nein“ sagten. Ein Grund könnte sein, dass die Münchner eine Mitverantwortung am zähen Verhandlungsmarathon haben. SPORT1-Infos zufolge war man bereits im Frühjahr 2025 auf einem guten Weg zur Vertragsverlängerung, ehe die Führungsriege dann nochmal bremste – man hielt Upamecano noch nicht für gefestigt genug.

Unter Beratern gibt es daher auch eine andere Lesart: Die Bayern hätten es in der Vergangenheit verpasst, eine klare Linie zu fahren und die jeweilige Gegenseite in die Schranken zu weisen. Faire Agenten hätten schließlich auch das Interesse der Klubs im Blick - naturgemäß aber vor allem das ihrer Klienten.

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