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Darum wäre sein Ausfall für den BVB so dramatisch

Für ihn gibt es keinen Ersatz

Der BVB befürchtet eine schwere Knieverletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias. Der Verdacht auf einen Kreuzbandriss steht im Raum. Sollte sich dieser bestätigen und der 23-Jährige rund ein halbes Jahr ausfallen, wäre das für den BVB aus mehreren Gründen dramatisch.
BVB-Trainer Niko Kovac äußert sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den HSV zum Gesundheitszustand von Giannis Konstantelias und gibt ein Verletzungsupdate.
Der BVB befürchtet eine schwere Knieverletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias. Der Verdacht auf einen Kreuzbandriss steht im Raum. Sollte sich dieser bestätigen und der 23-Jährige rund ein halbes Jahr ausfallen, wäre das für den BVB aus mehreren Gründen dramatisch.

Sogar abseits des Rasens wurde schnell klar, wie prägend die griechische Konstellation für Dortmund werden soll. Zur Halbzeitpause schallte „Zorba’s Dance“, die berühmte Sirtaki-Melodie, durch den Signal Iduna Park. Auf dem Rasen hatten Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas zuvor für griechische Leichtigkeit gesorgt.

Das neue Traumduo harmonierte prächtig, Karetsas krönte sein Bundesliga-Debüt sogar mit dem Treffer zum 2:0. Immer wenn einer der beiden am Ball war, wurde es laut im Westfalenstadion. Endlich wieder Spektakel in Dortmund!

Wie schwer ist BVB-Neuzugang Giannis Konstantelias verletzt?

Umso bitterer die Szene in der 52. Minute: Konstantelias verdrehte sich das linke Knie und musste ausgewechselt werden. Die ersten Signale sind alarmierend. Die unglückliche Drehbewegung, der Schubladentest noch auf dem Platz und Konstantelias’ Aussage, selbst ein „Knacken“ gehört zu haben, lassen wenig Hoffnung auf eine schnelle Entwarnung. Auch die BVB-Verantwortlichen äußerten sich nach der Partie ungewöhnlich deutlich.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde Dortmund nicht nur seinen 26-Millionen-Euro-Neuzugang verlieren. Der BVB würde vor allem einen Spielertyp einbüßen, der ihm in der vergangenen Saison schmerzlich gefehlt hat.

Konstantelias‘ Fehlen macht sich sofort bemerkbar

Wie wichtig Konstantelias bereits ist, zeigte sich gegen den HSV (2:0) mehr als deutlich. In der ersten Halbzeit lief praktisch jede gefährliche Offensivaktion über einen der beiden Griechen.

Sie spielten mit Tempo und Spielfreude, rissen Lücken, gingen ins Eins-gegen-eins und brachten die Dortmunder Offensive immer wieder in Bewegung. Und dann war Konstantelias plötzlich weg. Und das machte sich sofort bemerkbar.

Marcel Sabitzer kam für ihn ins Spiel – ein guter und erfahrener Spieler, aber ein völlig anderer Spielertyp. Mit seiner Einwechslung veränderte sich die Statik der Dortmunder Mannschaft sofort. Der BVB wurde passiver, das Spiel verlor an Kreativität und Dynamik.

Noch deutlicher wurde das nach der Auswechslung von Karetsas in der 74. Minute. Offensiv ging danach kaum noch was. Der Platzverweis für Samuele Inacio wenige Minuten später verschärfte die Situation zusätzlich. Doch unabhängig davon war unübersehbar: Mit den beiden Griechen ging die Ideenvielfalt des Dortmunder Spiels flöten. Genau darin liegt ein großes Problem.

Der BVB hat keinen Ersatz für Konstantelias

Kreativspieler vom Kaliber eines Konstantelias oder Karetsas sind im Dortmunder Kader rar. Besser gesagt: nicht vorhanden. Das war bereits in der vergangenen Saison eine der Schwachstellen des BVB. Die beiden Neuzugänge sollen genau diese Lücke schließen – und deuteten in ihren ersten Wochen eindrucksvoll an, wie sehr sie das Dortmunder Spiel verändern können.

Ein längerer Ausfall von Konstantelias würde deshalb eine besonders empfindliche Stelle treffen. Dortmund müsste nicht einfach nur einen Stammspieler ersetzen, sondern einen Spielertyp, für den es im Kader kaum einen adäquaten Ersatz gibt.

Book und Kovac: Transfer nicht ausgeschlossen

Dass Sportdirektor Ole Book und Trainer Niko Kovac bis zum Ende des Transferfensters am Dienstag weitere Verpflichtungen nicht ausschließen, kommt deshalb nicht überraschend. Sollte sich der Worst Case bestätigen, dürfte die Suche nach zusätzlicher Kreativität noch dringlicher werden.

Am späten Abend ging es für Konstantelias noch ins MRT. Zuvor humpelte der Grieche mit bandagiertem linkem Knie in einen BVB-Shuttlebus.

Die Dortmunder Hoffnung auf eine schnelle Entwarnung ist gering. Oder wie Niko Kovac nach dem Spiel sagte: „Der Sieg war teuer erkauft.“

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