CEO Jan-Christian Dreesen hat Berichte über ein Machtgefälle innerhalb der Führungsriege beim FC Bayern dementiert. Im FIROCKX DOPPELPASS auf SPORT1 stellte der Vorstandsvorsitzende in Bezug auf die berüchtigten Email-Berichte klar: „Das war eine komplette Nonsens-Diskussion, ob einer in cc steht oder nicht. Daraus sind Sachen gemacht worden, die waren wirklich falsch.“
FC Bayern: Dreesen reagiert auf brisanten Eberl-Bericht
Dreesen reagiert auf Eberl-Bericht
In der Transfer-Saga um Nick Woltemade hatte die Bild im vergangenen Sommer einen entsprechenden Bericht veröffentlicht. „Es wurde kolportiert: Die Verhandlungen führt nur noch Dreesen – und Eberl als Sportvorstand steht nur noch in cc“, resümierte SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger die Meldung: „Das hat natürlich auch an Eberls Autorität geknabbert.“ (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
„Wobei das natürlich Quatsch ist“, stellte Dreesen zum damaligen Bericht klar und erklärte, was wirklich geschehen sei: „Wir haben uns aufgeteilt. Und damit der andere informiert ist, setzt du ihn eben mit in die Mail. Das ist etwas völlig Normales.“
Dreesen hinterfragt Vorgänge beim FC Bayern
Der Bayern-CEO fand: „Die Frage ist eher: Wer ist daran interessiert, so etwas in die Öffentlichkeit zu bringen und daraus eine Geschichte zu machen? Derjenige will demjenigen schaden. Wir wissen nicht, wer das gemacht hat.“
Letztlich waren besagte Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart gescheitert, Woltemade wechselte stattdessen für satte 75 Millionen zu Newcastle United. „Ich kann Stuttgart nur gratulieren, dass sie einen – in Anführungszeichen – Idioten gefunden haben, der so viel Geld bezahlt hat, weil das hätten wir in München sicher nicht gemacht“, kommentierte Bayerns Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge damals.
Dass die Bayern in einem Wettbieten mit der Premier League nicht mithalten können, musste am Sonntag auch Dreesen einräumen. „Das sind unglaubliche Zahlen. Die werden wir nicht erreichen können – und brauchen wir auch nicht zu erreichen.“
Dreesen: „Wir können jeden Spieler kaufen“
Bayerns Antwort auf die gigantischen Ausgaben in England sei es „erstens, nicht zu jammern. Und zweitens: kreativ zu sein und unsere Möglichkeiten zu nutzen. Und letzten Endes ist es Kostendisziplin. Wir können es uns nicht leisten, zu viele Fehler zu machen und zu viel Geld auszugeben an Stellen, wo wir es besser nicht tun.“
Selbstbewusst verkündete Dreesen zwar: „Wir können jeden Spieler kaufen, den wir wollen.“ Der entscheidende zweite Satz sei in diesem Zusammenhang aber: „Wir wollen uns nicht jeden leisten! Das ist übrigens der Grund gewesen, warum wir uns Woltemade nicht gekauft haben.“
Bayern verstärkte sich stattdessen in der Offensive unter anderem mit Luis Díaz und holte das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Woltemade wurde bei Newcastle nicht glücklich und ist aktuell an Juventus Turin ausgeliehen.