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Nagelsmanns EM-Kader: Mehr als nur Bauchgefühl

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Nagelsmanns EM-Kader: Mehr als nur Bauchgefühl

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Mehr als nur Bauchgefühl

Julian Nagelsmann hat für die Heim-Europameisterschaft einen klaren Plan – der aber auch Risiken birgt. Der SPORT1-Kommentar.
Julian Nagelsmann verrät, wie er die Chancen für Borussia Dortmund im Finale der Champions League gegen Real Madrid sieht.
Julian Meißner
Julian Meißner

Handgestoppte 63 Minuten dauerte die Pressekonferenz des DFB zur Kadernominierung für die Heim-Europameisterschaft. Dabei fielen die entscheidenden Sätze von Julian Nagelsmann schon, bevor die Journalisten in Berlin ihre Fragen überhaupt platzieren konnten.

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Die jüngsten Länderspiele gegen Frankreich und die Niederlande seien nicht nur ergebnistechnisch, sondern auch atmosphärisch derart gut gewesen, sagte der Bundestrainer sinngemäß, dass er sich quasi gezwungen sah, nur Feinheiten zu verändern. Vorab getroffene, „mutige“ Entscheidungen hätten im März gegriffen.

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EM 2024: Das ist Nagelsmanns DFB-Kader

Diese nur minimal zu korrigieren, hatte Nagelsmann versprochen und kam nun seiner Ankündigung nach.

Das ist schlüssig!

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Hoffnungen auf ein Ende der Durststrecke der Nationalmannschaft mit drei schlimmen Turnieren in Folge sind mit dieser Auswahl unter dieser Führung allemal erlaubt.

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Begeisterung entfachen, Identifikation schaffen, Glaubwürdigkeit verkörpern: Nagelsmann hat offensichtlich verstanden, worum es in seinem Job neben den nackten Trainertätigkeiten geht.

Er hat einen Plan.

EM 2024: Nagelsmanns Einschätzungen sind plausibel

Geht dieser auf? Fällt ihm in kritischen Phasen des Wettbewerbs auf die Füße, dass er erfahrene Kräfte wie Mats Hummels und Leon Goretzka nicht mitnimmt? Nehmen wirklich alle Spieler die ihnen zugeschriebene Rolle an?

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Nagelsmann weiß es selbst nicht. Aber er hat ein gutes Bauchgefühl, wie er bei seinem überzeugenden Auftritt sagte.

Charakter, das zog sich wie ein roter Faden durch die Ausführungen zur Lage der Nation, sei entscheidend. Weshalb beispielsweise Thomas Müller als zwischenmenschlicher „Konnektor“ dabei ist.

Auch die sportlichen Einschätzungen sind allesamt plausibel. Vier Torhüter für geregeltes Training. Eine Stamm-Innenverteidigung mit Jonathan Tah und Antonio Rüdiger. Toni Kroos als unumstrittene Führungsfigur.

Zusammen mit den hochtalentierten Offensivkräften Florian Wirtz und Jamal Musiala sind das einige erfolgversprechende Zutaten - eine Sommermärchen-Garantie natürlich noch nicht.

Aber nach 63 Minuten Pressekonferenz, und vielleicht ist das entscheidend an diesem für den deutschen Fußball wichtigen Tag, steht die Erkenntnis, dass Nagelsmann fundierte Antworten hat.

Die spannende Frage ist, ob das auch so sein wird, wenn im Turnier die unbequemen Fragen aufkommen.