Ilkay Gündogan hat vor dem EM-Start mit der deutschen Nationalmannschaft ehrliche Einblicke in sein Seelenleben gegeben. Auf einer Pressekonferenz wurde der Kapitän des DFB-Teams auf die Kritik an seiner Person angesprochen.
Gündogans Worte lassen tief blicken
Ein häufig geäußerter Vorwurf lautet: Gündogan glänzt mit großer Regelmäßigkeit im Verein, im Nationalteam kann er die gezeigten Leistungen nicht immer bestätigen.
„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich gar nicht beschäftigt“, gab Gündogan zu. Er sei ein „sehr nachdenklicher Mensch. Auch jemand, der sich selbst auch hinterfragt“, der stets nach Verbesserungsmöglichkeiten suche.
Gündogan: Gefühl, ich kann irgendwie nicht mehr
Der Superstar des FC Barcelona erklärte weiter: „Wichtig ist: Man kann mal schlecht sein, man kann auch mal schlechte Phasen haben, wenn man weiß, dass man in dem Moment vielleicht nicht mehr geben kann.“
Entscheidend sei, dass man sein Bestes gegeben habe: „Und das ist für mich immer das Wichtigste, dass ich das Gefühl habe, ich kann gerade irgendwie nicht mehr. Ich habe mein Bestes gegeben - manchmal klappt es richtig gut, manchmal klappt es nicht so gut.“
Vor dem EM-Auftakt gegen Schottland in München ist die Position Gündogans eine der am meisten diskutierten. Die Meinungen gehen dabei auseinander, nicht alle Fans und Experten sehen in dem 33-Jährigen einen Startelf-Kandidaten.

Für Gündogan nichts Neues: „Wenn man ehrlich ist, gab es bei den letzten Turnieren immer Diskussionen über meine Person - ob ich in die erste Elf gehöre oder nicht. Das ist ein Prozess, mit dem man umgehen muss, um mit den Jungs erfolgreich zu sein.“