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"Deutscher Fußball nur noch ein Scheinriese" - internationale Presse spottet nach WM-Aus der DFB-Frauen

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"Deutscher Fußball nur noch ein Scheinriese" - internationale Presse spottet nach WM-Aus der DFB-Frauen

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Südkorea lacht über deutsches Aus

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft scheidet überraschend in der WM-Gruppenphase aus. Die internationale Presse geht mit der DFB-Elf hart ins Gericht. SPORT1 zeigt die Pressestimmen.
Svenja Huth (links) weinte nach dem WM-Ausscheiden bittere Tränen
Svenja Huth (links) weinte nach dem WM-Ausscheiden bittere Tränen
© IMAGO/AAP
SPORT1
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von SPORT1

Aus und vorbei! Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist bei der Fußball-WM in Australien und Neuseeland bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Das Team um Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kam im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus und verpasste somit als Gruppendritter das Achtelfinale.

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Die internationale Presse schaut derweil genau auf den DFB. So berichten die schwedischen Medien Aftonbladet und SVT beispielsweise von einem „historischen Fiasko.“ SPORT1 fasst die Stimmen zusammen:

Schweden

Aftonbladet: „Historisches Fiasko! Deutschland ausgeschieden. Noch nie war Deutschland bei einer EM oder WM in der Gruppenphase gescheitert, doch nach den dramatischen Spielen vom Donnerstag ist das historische Scheitern Tatsache.“

„Als Deutschland gegen Marokko mit 6:0 gewann, dachten nur wenige, dass der zweimalige Weltmeister Schwierigkeiten haben würde, ins Achtelfinale einzuziehen. Doch wie wir alle wissen, ist der Ball rund.“

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SVT: „Deutschlands riesiges Fiasko! Für einen der WM-Favoriten wird es kein Achtelfinale geben. Nach einer Reihe von vergebenen Chancen in der 2. Halbzeit gegen Südkorea muss Deutschland die Koffer packen und die Heimreise antreten, nachdem zum ersten Mal überhaupt die K.o.-Phase verpasst wurde.“

England

The Sun: „Auf Wiedersehen! Deutschland scheidet bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft aus, weil sich die Geschichte wiederholt.“

The Guardian: „Wenn diese WM-Gruppenphase eines gezeigt hat, dann ist es, dass die Kluft zwischen den traditionellen Kraftpaketen und dem Rest schnell kleiner wird und sich übermäßiges Selbstvertrauen als kostspielig erweisen würde.“

BBC: „Es wird Schockwellen unter Frauenfußballfans auslösen, die es gewohnt sind, dass Deutschland in der Endphase großer Turniere weiterkommt, und es ist ein gewaltiger Abstieg, zwölf Monate nachdem sie im Finale der EM 2022 gegen England verloren haben.“

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USA

New York Times: „Eine Weltmeisterschaft, die einige unwahrscheinliche Momente hatte - Jamaika eliminierte Brasilien, die US-Mannschaft kam dank eines einzigen, positiven Sprungs weiter – erlebte am Donnerstag vielleicht ihren bisher größten Überraschungsmoment.

Deutschland, die zweitplatzierte Mannschaft der Welt, scheidet aus nach dem seltsamsten Ende der Gruppenphase in ihrer Geschichte. Zwei Spielen, die nur einen Sieg erforderten und in denen sie keinen errangen.“

Südkorea

JoongAng Ilbo: „Was heißt Deja-vu auf Deutsch?“

Chosun Ilbo: „Obwohl sowohl Korea als auch Deutschland gleichzeitig in der Gruppenphase ausschieden, lächelte Korea. (...) Strahlend, als hätte es gewonnen - und Deutschland, das nie am Achtelfinale gezweifelt hatte, vergoss Tränen.“

Frankreich

L‘Equipe: „Der berühmte Ausspruch des englischen Ex-Stürmers Gary Lineker: ‚Fußball ist ein einfacher Sport: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball hinterher und am Ende gewinnt Deutschland‘, scheint mittlerweile veraltet zu sein.“

Spanien

Marca: „Deutschland, Brasilien und Kanada fahren nach Hause, ohne sich zu qualifizieren. Man hatte viel mehr von ihnen erwartet, aber weder Größe noch Titel gewinnen Spiele.“

Schweiz

Blick: „Blamage in Brisbane: Die deutschen Fußballerinnen sind raus, erstmals müssen sie bei einer Weltmeisterschaft bereits nach der Vorrunde die Koffer packen.“

Tagesanzeiger: „Der deutsche Fußball ist nur noch ein Scheinriese.“

Österreich

Kronen Zeitung: „Das war ein historisches Ereignis, war die DFB-Auswahl zuvor doch immer zumindest im Viertelfinale gewesen.“

Australien

ABC: „Die Verzweiflung der deutschen Spielerinnen in Brisbane stand im Gegensatz zur Euphorie in Perth, wo Marokko und Kolumbien das Achtelfinale erreichten.“

The Sydney Morning Herald: „Der zweimalige Titelträger ist bei der Frauen-WM ausgeschieden und hat damit einen der größten Schocks in der Geschichte des Turniers erlebt. (...) Die Weltmeister von 2003 und 2007 haben sich das selbst zuzuschreiben.“

The Daily Telegraph: „Das WM-Ausscheiden spiegelt die Schwierigkeiten der einst so starken Männer-Nationalmannschaft wider. Bei den letzten beiden Turnieren schied der viermalige Weltmeister bereits in der Gruppenphase aus, was ernsthafte Fragen zu systematischen Problemen im deutschen Fußball aufwirft.“