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Neue Fußballregeln wegen Mbappé-Tor?

Neue Fußballregeln wegen Mbappé-Tor?

Das Siegtor von Frankreich im Nations League-Finale durch Kylian Mbappé sorgte für große Diskussionen. Nun reagiert der UEFA-Schiriboss.
Die WM-Qualifikation sorgte erneut für Unmut. Zum einen durch die verwirrenden Qualifikationsmöglichkeiten, zum anderen wegen erneuten Fan-Ausschreitungen bei verschiedenen Spielen.
. SPORT1
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von Robin Klausmann

Es war die wohl umstrittenste Szene im Nations-League-Finale zwischen Frankreich und Spanien: Kylian Mbappé erzielte in der Schlussphase aus dem Abseits kommend den 2:1-Siegtreffer für die Franzosen.

Jubel auf dem Platz und auf den Rängen, doch dort blickte man auch in fragende Gesichter. (KOMMENTAR: Mbappés Siegtor - ein Verbrechen am Fußball)

Nach dem Treffer blieben sowohl die Zuschauer als auch das spanische Nationalteam verdutzt zurück. Und während das Publikum vor den Bildschirmen angesichts der vermeintlich deutlichen Fernsehbilder fest an eine Korrektur durch den VAR glaubte, protestierten die Spanier lauthals ob der ihnen widerfahrenen Ungerechtigkeit durch Anthony Taylor. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Nations League)

Allen Erwartungen zum Trotz wurde der Treffer aber nicht zurückgenommen und von den Videoassistenten sogar ausdrücklich gegeben.

Die Richtigkeit der Entscheidung wurde nun auch von UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti, bestätigt: „Anthony Taylor hat eine korrekte Entscheidung getroffen, die sich auf das geltende Recht und dessen offizielle Auslegung stützt. Der Spieler hat absichtlich eingegriffen, um den Ball zu spielen, und der Gegner hat das Spiel nicht behindert.“

Gemeint war damit der spanische Verteidiger Eric García, der den Ball beim Zuspiel von Theo Hernández auf Mbappé leicht abfälschte.

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UEFA möchte Abseitsregel anpassen

Auf die anhaltende Kritik von Fans und Spielern reagierte die UEFA nun verständnisvoll und zeigte sich einsichtig. (SERVICE: Alles Wichtige zur Nations League)

“Dieser Fall zeigt uns jedoch, dass die derzeitige Auslegung der Regeln im Widerspruch zum Geist der Regeln selbst steht, die verhindern sollen, dass ein Spieler aus seiner Abseitsstellung einen Vorteil zieht“, erklärte Rosetti.

Der 54-Jährige kündigte sogar an, mit seinen Kollegen der FIFA und dem International Football Association Board (IFAB) über Lösungen zu diskutieren und die Regularien anpassen zu wollen: „Die UEFA vertritt den Standpunkt, dass es Möglichkeiten gibt, den Wortlaut zu verbessern, um ihn in Einklang mit dem Ziel der Abseitsregel und dem Geist des Spiels zu bringen.“

Ob und wann eine Änderung tatsächlich zustande kommt, ließ er offen. Es wäre aber der gesamten Fußballwelt zu wünschen, dass sich die Verantwortlichen auf eine Veränderung der Regeln im Sinne des Spiels einigen.