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Nationalmannschaft: "Nehme ich auf meine Kappe" - die Stimmen zum Remis gegen Ungarn in der Nations League

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Nationalmannschaft: "Nehme ich auf meine Kappe" - die Stimmen zum Remis gegen Ungarn in der Nations League

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„Das nehme ich auf meine Kappe“

„Das nehme ich auf meine Kappe“

Deutschland müht sich gegen Ungarn in der Nations League zu einem Remis. Ein Spieler hadert mit einer vergebenen Chance. Die Stimmen zum Spiel.
Nach dem 1:1 in Ungarn, dem dritten Unentschieden in Folge in der Nations League, sucht Nationaltrainer Hansi Flick nach Gründen.
. SPORT1
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von SPORT1

Erneute Punkteteilung!

Die deutsche Nationalmannschaft kann in der Nations League einfach nicht gewinnen. Auch im dritten Gruppenspiel kam das Team von Hansi Flick nicht über ein 1:1 in Ungarn hinaus. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Nations League)

Während Kapitän Manuel Neuer für das kommende Spiel noch einiges vor hat, hadert Torschütze Jonas Hofmann mit einer vergebenen Großchance. Flick betont derweil den Entwicklungsprozess.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL und aus der Mixed Zone zusammen.

Manuel Neuer (Deutschland): „Ich denke, das ist ein normaler Prozess, dass wir nach dem Spiel in die Kabine gehen und erstmal eine Besprechung haben. Natürlich sind wir auch enttäuscht, weil wir uns hier Chancen ausgerechnet haben. Ich würde nicht von einem glücklichen Unentschieden sprechen, aber die Zielstrebigkeit nach vorne hat natürlich gefehlt. Die Leichtigkeit und die Positionierung in Ballbesitz, dass wir unangenehmer werden, hat auch gefehlt.“

Gegen Ungarn hat es für die DFB-Elf nur für ein Unentschieden gereicht. Nach dem Spiel spricht Kapitän Manuel Neuer über die Leistung
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Nationaltorhüter Manuel Neuer nach dem Nationsleague Spiel gegen Ungarn

... über den Gegner: „Man muss natürlich sagen, dass Ungarn eine unangenehme Mannschaft ist. Das hat man auch bei England und Italien gesehen, es war für sie auch nicht einfach, gegen Ungarn zu spielen. Wenn die Leichtigkeit und der Überraschungseffekt in unserem Spiel fehlt, bekommst du nicht sehr viele Torchancen. Wir haben gesagt, dass wir in einer Entwicklung stehen und diesen Prozess im Hinblick auf die Weltmeisterschaft durchziehen wollen, daran arbeiten wir. Aber heute hat man gesehen, dass wir noch nicht soweit sind und daraus lernen wir. (Die Einzelkritik der DFB-Elf)

„Das wäre das Siegtor gewesen“

... über das kommende Spiel: „Ich glaube, dass wir gute Seiten gesehen haben, teilweise gegen Italien und überwiegend gegen England. Das müssen wir aus diesen Spielen mitnehmen, vor allem in das letzte Spiel gegen Italien. Da wollen wir dann natürlich eine Rakete zünden.“

Jonas Hofmann (Deutschland):

... über das Spiel: „Ungarn stand relativ tief mit ihrer Fünferkette, das wussten wir aber vor dem Spiel. Das was sie machen, machen sie in aller Konsequenz. Wir haben wenige Lösungen gefunden, natürlich muss ich mir aber ankreiden lassen, dass ich das 2:1 nicht mache. Das nehme ich auch auf meine Kappe.“

Mit der Mega-Chance in der 72. Spielminute hätte Jonas Hofmann das Spiel gegen Ungarn entscheiden können. Nun entschuldigt er sich für die verpasste Chance
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Jonas Hofmann entschuldigt sich für Verpasste Torchance in der Nationsleague

... über die Chance zum möglichen 2:1: „Ich war ein bisschen überrascht, dass der Torwart so lange im Tor stehen bleibt. Ich glaube, am Ende muss ich den Ball einfach reinschieben. Das ist bitter, denn ich glaube, das wäre das Siegtor gewesen.“ (Alle News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft)

... über das Ergebnis: Ich bin schon sehr enttäuscht heute, vor allem aufgrund dieser einen Aktion. Es wäre das Siegtor gewesen, dann sind wir völlig zufrieden mit dem 2:1. Aber wir müssen weiter an uns arbeiten.

Hansi Flick (Bundestrainer Deutschland):

... über das Spiel: „Ich habe nicht umsonst im Vorfeld gesagt, dass es nach England das schwierigste Spiel ist, dass man haben kann. Ungarn hat gezeigt, warum. Sie standen sehr eng und kompakt, haben im Ballbesitzt gut umgeschaltet. Wir haben es nicht geschafft, mit Überzeugung schnell nach vorne zu spielen. Das hat uns heute gefehlt. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Letztendlich müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wir haben jetzt drei Punkte. Man muss auch sagen, dass wir in einem Entwicklungsprozess sind. Als wir angefangen haben, im September, die Mannschaft zu gestalten, war es schon klar, dass es auch Rückschritte geben wird. Wir müssen aus diesem Spiel einfach die Lehren ziehen.“

„Fange nicht an, irgendwelche Alibis zu schaffen“

... über die Offensiv-Probleme: „Die Ungarn haben super verteidigt, aber wir haben zu viele Fehler gemacht und nicht schnell genug nach vorne gespielt. Auch wenn wir mal in den Räumen waren, haben wir wieder zurückgespielt. Da fehlt so ein bisschen die Überzeugung. Ich fange jetzt nicht an, irgendwelche Alibis zu schaffen. Wir wollten heute drei Punkte holen, das haben wir nicht geschafft. Deshalb sind wir enttäuscht.“ (DATEN: Tabellen der Nations League)

... über den Gegentreffer: „Wir sind bei der Flanke nicht gut positioniert in der Mitte. Sie kommen da im Endeffekt zweimal zum Abschluss. Einmal Kopfball, dann den zweiten Ball. Wir kommen da einfach unglücklich nicht hin. So entstehen Tore. Wenn man Fehler macht, fallen Tore.“

... über den deutschen Ausgleich: „Wenn man ehrlich ist, ist so ein Ball eine der wenigen Optionen, die wir im Spiel hatten. Immer wieder den Ball mal hinter die Kette zu bringen. Dann hat auch Jonas noch ein oder zweimal knapp verpasst. Normalerweise, auch wenn du so einen Torwart hast, der Weltklasse gehalten hat, dann musst du so eine Großchance, wie die nach dem Fehler, wo wir frei aufs Tor laufen, machen.“

... über die vergebene Chance zum möglichen 2:1: „Du gehst zwei gegen eins drauf, es war kein Abseits, es ist immer schwierig. Ich weiß nicht, ob Timo vielleicht etwas zu weit vorne war. Da muss man vielleicht auch ein bisschen warten.“

Nach einer weiteren schwachen offensiv-Leistung der deutschen Auswahl sieht Mittelfeldspieler Leon Goretzka den Fehler nicht beim Stürmer Timo Werner
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Nations League: Leon Goretzka nimmt Timo Werner in Schutz

... über Neuers Ansage, gegen Italien eine Rakete zu zünden: „Ich hoffe, dass wir das machen können. Wenn man in die Gesichter in der Kabine geschaut hat, waren alles schon sehr enttäuscht. Weil wir uns mehr vorgenommen haben und es einfach nicht umsetzen konnten. Wir haben jetzt zwei Tage, an denen wir einfach regenerieren und uns auf das Spiel vorbereiten können. Das ist dann auch für Italien das vierte Spiel und für alle am Ende eine große Belastung. Deswegen werden wir die Elf, die am fittesten ist, auf den Platz schicken.“

... über die Situation in der Nations League: „Es ist noch nichts passiert. Wenn man die Tabelle anguckt, muss man sagen: Lasst uns am Dienstag das Rückspiel machen, wie wir uns das vorstellen, dann sieht das auch schon anders aus.“

Nico Schlotterbeck (Deutschland): „Ich glaube, es war eine ordentliche Leistung von uns allen, von mir. Wir sind natürlich enttäuscht, weil du 1:1 spielst gegen Ungarn. Aber ich glaube, wir haben alles reingeworfen, Ungarn auch, sie haben gut verteidigt in ihrem 5-2-3. Es war schwer, da Lösungen zu finden. Wir hatten vorne nicht so eine Durchschlagskraft, wir hatten zu wenig Torabschlüsse. Trotz allem haben wir eine gute Chance auf das 2:1 mit Jonas und Timo. Wenn du die machst, geht das Spiel vielleicht anders aus.“

Leon Goretzka (Deutschland): „Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Wir möchten was erreichen in der Nations League. Das haben wir heute wieder nicht geschafft. Das ist natürlich unter dem Strich sehr ärgerlich und auch zu wenig, Trotzdem war es auch nicht ganz so einfach heute.“