Shitstorm nach bangen Minuten: Wout Weghorst hat mit seinem Jubel nach dem Führungstreffer für die niederländische Nationalmannschaft für Irritationen und Unverständnis gesorgt.
Weghorst reagiert auf Shitstorm

Der Stürmer von Ajax Amsterdam freute sich ausgelassen über das Tor zum 1:0 gegen Ungarn in der Nations League - obwohl mit Ádám Szalai nur Minuten zuvor ein Co-Trainer des Gegners nach einem medizinischen Notfall aus dem Stadion getragen worden war. Das Spiel endete letztlich mit einem (4:0)-Sieg für Oranje.

Weghorst traf vom Elfmeterpunkt, rannte in die ebenfalls deutlich hörbar jubelnde Fan-Kurve der Johan-Cruyff-Arena von Amsterdam und rutschte auf den Knien ausgelassen über den Rasen. Eine Aktion, die im Netz alles andere als gut ankam.
Weghorst? „Das Grausamste, das ich je gesehen habe“
„Viele negative Reaktionen auf den sehr überschwänglichen Jubel von Wout Weghorst nach seinem geschossenen Elfmeter. Diese Reaktionen sind allerdings verständlich“, schrieb der Telegraaf-Reporter Jeroen Kapteijns auf X: „Auf jeden Fall hätte es dem Stürmer von Oranje gut zu Gesicht gestanden, wenn er das Tor etwas verhaltener gefeiert hätte, nachdem es gerade einen medizinischen Notfall gegeben hatte.“
Die Fans wurden in den Sozialen Medien zum Teil deutlicher in ihrer Bewertung der Szene: „Das ist womöglich das Grausamste, das ich je gesehen habe. Weghorst tritt an und macht einen Knie-Jubel, als ob nichts passiert sei.“
Ein anderer X-User kommentierte: „Wenn sich die Leute fragen, warum ich Wout Weghorst wirklich hasse. Dies war Beispiel Nr. 1387.“

Auch dieser Fußball-Fan zeigte sich verstimmt: „Jemand ist gerade mit einem Herzinfarkt in den Krankenwagen gegangen und der gruselige Wout Weghorst feiert sein Tor, als wäre es der Siegtreffer im Weltmeisterschaftsfinale für die niederländische Mannschaft. Was für ein Grusel...“ Stimmen wie diese gab es viele.
Weghorst gibt Fehler zu
Weghorst selbst erklärte nach dem Spiel: „Ich habe nicht eine Sekunde lang darüber nachgedacht.“ Der ehemalige Bundesliga-Profi erklärte weiter: „Das Spiel ging weiter und ich war in diesem Moment angespannt.“ Er habe sich während der Unterbrechung bei Szalai selbst nach dessen Wohlbefinden erkundigt.
Der Niederländer räumte aber auch ein: „Im Nachhinein verstehe ich die negativen Reaktionen, aber ich war einfach nur erleichtert.“
Besorgniserregende Szenen um Szalai
Szalai war kurz nach Spielbeginn auf der Bank der Ungarn zusammengebrochen. Der ungarische Fußballverband teilte mit, dass sich der ehemalige Bundesliga-Stürmer nach einer ersten Behandlung im Stadion bei Bewusstsein und in stabilem Zustand befinde. Er sei in ein ansässiges Krankenhaus eingeliefert worden.
Zu den Gründen für den Kollaps wurden keine Angaben gemacht. Wiederbelebungsmaßnahmen und Probleme mit dem Herzen, über die in den Sozialen Medien spekuliert wird, sind nicht bestätigt.