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Was Sie beim DFB-Sieg im TV verpassten

Was Sie beim DFB-Sieg im TV verpassten

Beim Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Island ereignen sich einige Kuriositäten. SPORT1 ist vor Ort und verrät, was TV-Zuschauern verborgen bleibt.
Ridle Baku durfte nicht mit nach Island fliegen. Hansi Flick erklärte das mit dem Leistungsgedanken und legt damit genau das an den Tag, was viele Kritiker von seinem Vorgänger Joachim Löw forderten.
Florian Plettenberg
Patrick Berger
von Patrick Berger, Florian Plettenberg
am 9. Sept

Millionen deutsche Fans bejubelten am Mittwochabend vor den heimischen Fernsehern den 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Island.

Einige Kuriositäten bekamen die Anhänger am TV allerdings nicht mit. SPORT1 war in Reykjavik dabei und verrät, was die Fernseh-Zuschauer nicht sahen. (NEWS: Alles Wichtige zur WM-Qualifikation)

- Island-Spieler zofft sich mit Trainer

Sie gingen aufeinander los und es wurde richtig laut! Gleich zwei Mal krachten Island-Linksverteidiger Ari Skúlason und Trainer Arnar Thór Vidarsson aneinander. Dem Spieler missfiel offenbar die taktische Ausrichtung.

Jeweils in der 55. und 60. Minute diskutierten die beiden am Spielfeldrand während einer Spielunterbrechung wie wild. Nach Schlusspfiff gaben sich die beiden Streithähne aber wieder die Hand. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)

- Bierhoff-Faust für Standard-Trainer

Das 2:0 durch Toni Rüdiger fiel nach einem Standard. Joshua Kimmich chippte den Freistoß diagonal in den Strafraum. Anscheinend eine einstudierte Variante, denn auf der Tribüne jubelte die DFB-Bank in Richtung des neuen Standard-Trainers Mads Buttgereit.

Direktor Oliver Bierhoff ballte die Faust und streckte sie dem Spezialcoach entgegen. Der war glücklich und grinste! (Spielverlauf zum Nachlesen im LIVETICKER)

- Hunderte Zaun-Zuschauer sehen DFB-Sieg

Nur 3600 Fans durften aufgrund der Corona-Vorgaben der UEFA ins Nationalstadion in Reykjavik (Fassungsvermögen: 9800). Viele Fans mussten also draußen bleiben.

Viele Fans standen hinter den Stadionzäunen zum Zuschauen
Viele Fans standen hinter den Stadionzäunen zum Zuschauen

Sie konnten das Spiel trotzdem sehen: Hinter den Stadionzäunen hatten sie aus rund 100 Metern eine gute Sicht.

- Stadionregie schenkt Flick zwei Tore

Ein Goretzka-Treffer in der 63. Minute wurde wegen Abseits aberkannt, sodass es beim zwischenzeitlichen 3:0 blieb. Die Stadionregie kam bei den vielen Toren anscheinend nicht hinterher und verzählte sich.

Auf der Anzeigetafel stand es für eine Weile 0:5. Ein paar Island-Fans buhten. Wenig später wurde das Ergebnis dann korrekt angezeigt.

- Zwei „Huh!“-Schlachtrufe

Das bei Fans beliebte „Huh!“, das durch die EM 2016 über die isländischen Grenzen hinaus Bekanntheit erlangte, wurde am Mittwochabend nur zwei Mal von den Isländern angestimmt. Der Schlachtruf hallte in der 13. und 58. Minute durch das Stadion. Sorgte aber trotzdem für eine Gänsehaut. (DATEN: Tabellen der WM-Qualifikation)

- Kabinen-Applaus unterbricht Gnabry

Am späten Abend sprach 1:0-Torschütze Serge Gnabry zu den rund 25 anwesenden Journalisten in den Katakomben des Stadions auf einer Pressekonferenz.

Der Bayern-Star antwortete auf eine SPORT1-Frage und wurde Sekunden später von tosendem Beifall unterbrochen. Der Grund: Die Kabine der Isländer befand sich direkt hinter der Bühne, auf der Gnabry saß.

Der DFB-Held stoppte seine Antwort, lachte herzlich und sagte: „Das war‘s dann wohl!“ DFB-Pressesprecher Jens Grittner lächelnd: „Scheinbar eine gute Antwort. So einen Applaus kriegt man auch nicht so oft auf der PK, Serge!“

- Raum darf nicht sprinten

Weil er nicht zum Einsatz kam, wollte Hoffenheims Linksverteidiger David Raum nach Spielende um 20.47 Uhr Ortszeit im Regen noch Steigerungsläufe machen. Kurz bevor er mit Krunoslav Banovcic starten wollte, zitierte ihn Co-Trainer Danny Röhl in die Kabine, zeigte auf die Uhr und deutete an, dass der DFB-Tross los müsse. Um 23.30 Uhr (Ortszeit) hob die Mannschaft ab in Richtung Heimat.

Die Rückreise lief allerdings nicht wie geplant: Das DFB-Team musste eine Zwischenlandung im schottischen Edinburgh einlegen.

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