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WM 2022: Diese DFB-Stars müssen um ihren Stammplatz bangen

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WM-Elf: Nur drei DFB-Stars gesetzt

WM-Elf: Nur drei DFB-Stars gesetzt

Der Kampf im DFB-Team um die WM-Startplätze geht in die entscheidende Phase. Hansi Flick hat zwei Monate vor Turnierstart nur drei echte Stammkräfte. Wer ist jetzt besonders in der Bringschuld?
Hansi Flick lässt das Spiel gegen Ungarn noch einmal Revue passieren. Einige Dinge beschäftigen ihn noch immer. Der Bundestrainer wünschte, es gäbe eine Revanche.
Kerry Hau
Kerry Hau
Patrick Berger
Patrick Berger

Showtime in Wembley!

Auch wenn es in der deutschen Nations-League-Gruppe faktisch um nichts mehr geht, stehen die DFB-Stars beim Klassiker gegen England (Montag, 20.45 Uhr im LIVETICKER) unter besonderer Beachtung von Hansi Flick. (PK-Ticker zum Nachlesen)

Denn Flicks Stammplätze sind hart umkämpft! Mit Blick auf die Wüsten-WM in Katar gelten Stand heute nur drei Spieler als unangefochten: Kapitän Manuel Neuer zwischen den Pfosten, Abwehrchef Antonio Rüdiger und Mittelfeldstratege Joshua Kimmich. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM)

Wer muss um einen Startplatz zittern und sich dem Bundestrainer bis zum Auftaktspiel am 23. November gegen Japan – auch auf Vereinsebene – besonders beweisen? SPORT1 gibt einen Überblick. (Diese Brandherde muss Flick löschen)

Muss Niklas Süle auch Mats Hummels fürchten?

NIKLAS SÜLE: Der Abwehrhüne kam im Sommer mit Übergewicht – 110 Kilo – zu seinem neuen Klub Borussia Dortmund und zog sich kurz darauf eine Muskelverletzung zu. In den vergangenen Partien hinterließ Süle schon einen fitteren Eindruck und machte auch bei der 0:1-Pleite am vergangenen Freitag gegen Ungarn seine Sache relativ ordentlich.

Trotzdem ist die Konkurrenz um den Platz neben Rüdiger in der Innenverteidigung groß. BVB-Kollege Nico Schlotterbeck drängt sich auf, Rückkehrer Matthias Ginter (SC Freiburg) sowie der neu einberufene Armel Bella-Kotchap (FC Southampton) überzeugen bei ihren Klubs ebenfalls und haben Lob von Flick für ihre Trainingsleistungen bekommen – und dann wäre da ja noch der wieder erstarkte Mats Hummels, den Flick weiterhin im Hinterkopf hat. Eine Top-Leistung gegen England wäre ein wichtiges Argument für Süle.

DAVID RAUM: Nach starker Vorsaison, belohnt mit seinem über 20 Millionen Euro schweren Wechsel von Hoffenheim nach Leipzig, befindet sich der Linksverteidiger derzeit in einem Formtief. Sein schwacher Auftritt gegen Ungarn (SPORT1-Note: 5) ist Ansporn genug für Raum, zumal sich Flick keine allzu schlechten Alternativen bieten. Thilo Kehrer (West Ham United) hat schon häufiger hinten links verteidigt und Robin Gosens (Inter Mailand) ist nach fast einem Jahr Pause auch wieder zurück. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

LEON GORETZKA: Bayerns Mittelfeldmann will unbedingt als Stammspieler nach Katar. Aktuell kann er sich wegen einer Corona-Infektion dem Bundestrainer jedoch nicht empfehlen – und muss stattdessen zusehen, wie Ilkay Gündogan neben dem gesetzten Kimmich aufläuft. Der Kapitän von Manchester City, von Flick und einigen Mitspielern wegen seines taktischen Verständnisses und seiner Ballsicherheit geschätzt, riss bei der Ungarn-Pleite zwar auch keine Bäume aus, hat derzeit aber leichte Vorteile gegenüber Goretzka, der jetzt auch im Verein glänzen muss. Außerdem gibt es weitere Optionen für die Doppelsechs - zum Beispiel Allrounder und Flick-Liebling Jamal Musiala, aber auch Außenseiterkandidaten wie der derzeit nicht nominierte Julian Weigl.

Überraschungskandidat auf der Werner-Position?

SERGE GNABRY: Seine erschreckende Form, die auch beim FC Bayern zunehmend kritisch beäugt wird, könnte ihm seinen WM-Stammplatz kosten. Denn geht man die offensiven Flügelpositionen durch, ist neben Musiala auch Leroy Sané besser drauf als Gnabry, zumal Flick auch große Stücke auf Jonas Hofmann hält und Kai Havertz ebenfalls auf der rechten Seite einsetzbar wäre. Gnabry braucht seine Form aus Bayerns Triple-Jahr 2020 mit Flick zurück.

TIMO WERNER: Flick baut auf Werner und stärkt ihn immer wieder in der Öffentlichkeit, registriert aber auch, dass der oft kritisierte RB-Stürmer kaum ins DFB-Spiel eingebunden ist und oft zu viele Chancen braucht. Werner muss mindestens eine Schippe draufpacken, um auch wirklich als Stammkraft nach Katar zu reisen. Zwei naheliegende Alternativen wären Havertz und Sorgenkind Gnabry, die schon unter Joachim Löw ganz vorne wirbelten, allerdings ebenso wenig als klassische Neun durchgehen. Lukas Nmecha dagegen schon eher, doch der vor dem England-Spiel verletzungsbedingt abgereiste Wolfsburg-Profi konnte sich bislang in keinem Länderspiel für höhere Aufgaben empfehlen. Denkbar deshalb, dass Flick einen „Überraschungsstürmer“ in seinen 26-Mann-Kader aufnimmt. Kandidaten: Niclas Füllkrug (Werder Bremen), Mergim Berisha (FC Augsburg), Simon Terodde (Schalke 04) und Youssoufa Moukoko (BVB).

THOMAS MÜLLER: Auch der ewige Müller hat in der üppig besetzten DFB-Offensive keinen Freifahrtschein. Flick wird genau beobachten, wie sich der zuletzt eher etwas glücklosere Routinier in den kommenden Wochen präsentiert. Wohl wissend einerseits, dass Müller auch als kommunikativer Leader enorm wichtig ist. Wohl wissend andererseits , dass sich Musiala, Havertz sowie Marco Reus ebenfalls auf der Müller-Position wohlfühlen.

Der heiße Kampf um die WM-Stammplätze. Er nimmt jetzt richtig an Fahrt auf!

Alles zur WM 2022 auf SPORT1.de