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Diese Brandherde muss Flick beim DFB-Team bis zur WM zügig löschen

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Diese Brandherde muss Flick beim DFB-Team bis zur WM zügig löschen

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Das sind Flicks Brandherde

Das sind Flicks Brandherde

Nach der bitteren DFB-Pleite gegen Ungarn herrscht WM-Alarm. Bundestrainer Hansi Flick muss einige Brandherde zügig löschen.
Deutschland verliert erstmals unter Hansi Flick. Gerade die erste Halbzeit war erschreckend. Für den Bundestrainer kommt diese Niederlage aber gerade "zur rechten Zeit".
Patrick Berger
Patrick Berger
Kerry Hau
Kerry Hau

„Die Zeit der Experimente ist vorbei!“, sagte ein sichtlich enttäuschter Hansi Flick nach der 0:1-Heimpleite in der Nations League gegen Ungarn und erhöhte auch gleich den Druck auf seine Stars: „Wir sehen genau hin und schauen, welche Entwicklung jeder einzelne Spieler macht.“ (DFB-Stimmen zur Pleite gegen Ungarn)

Der blutleere Auftritt zwei Monate vor dem WM-Auftaktspiel gegen Japan bereitet dem Nachfolger von Joachim Löw Sorgen. SPORT1 nennt die Brandherde, die Flick und sein Team in den nächsten 60 Tagen dringend löschen müssen. (Alle News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft)

Bayern-Krise färbt auf DFB-Team ab

Mit Joshua Kimmich, Leroy Sané (beide SPORT1-Note: 4), Thomas Müller (Note: 5), Serge Gnabry (Note: 6) und dem eingewechselten Jamal Musiala, der noch als einziger Akzente setzen konnte, wirkten fünf Bayern-Stars bei der 0:1-Pleite mit. (NEWS: Zur Einzelkritik der DFB-Elf gegen Ungarn)

Die Formkrise der Münchner (vier Spiele im Klub ohne Sieg) schwappt offenbar auch aufs DFB-Team über. Hinzu kommen die Formtiefs bei Timo Werner und David Raum mit Leipzig (beide Note 5).

„Jeder von uns sollte immer mit einem Selbstvertrauen auf den Platz gehen, egal ob wir davor ein Spiel verloren oder gewonnen haben“, sagt Kimmich. „Natürlich ist das immer ein Wunschdenken, aber trotzdem hat bei uns jeder die Qualität.“

Und Müller gab offen zu: „Man hat bei vielen gemerkt, dass die Phase im Verein nicht die Leichteste ist.“ (DATEN: Tabellen der Nations League)

City-Star Ilkay Gündogan, bei dem es im Verein dagegen läuft, fordert: „Individuell müssen wir in den Vereinen schauen, dass wir auf allerhöchstem Niveau spielen und unsere Form im Gegensatz zu heute verbessern.“

Ilkay Gündogan ist nach der deutschen Niederlage gegen Ungarn bedient - und lässt mit einem Urteil über seine Teamkollegen aufhorchen.
01:07
DFB: Ilkay Gündogan lässt aufhorchen: "Die wollen nicht den Ball!"

Fitness-Defizite: Süle zu Saisonbeginn mit Übergewicht

Flick sprach nach dem Ungarn-Spiel auch körperliche Probleme an: „Ich erwarte von jedem einzelnen Spieler, dass er an sich arbeitet. Nur dann bekommen wir die Überzeugung und die Qualität, die wir benötigen.“

Angesprochen fühlen müssen sich Akteure wie Serge Gnabry, David Raum, Timo Werner oder Niklas Süle. Letzterer kam aus der Sommerpause mit Übergewicht nach Dortmund.

Viel Zeit bleibt bis Katar nicht mehr, damit die DFB-Stars auf ihr absolutes Topniveau kommen.

Sturm-Flaute: Kommen Moukoko oder Füllkrug?

Die Erkenntnis bleibt auch nach der Ungarn-Pleite: Der deutschen Nationalmannschaft fehlt ein echter Knipser! In vier von fünf Nations-League-Spielen – das 5:2 gegen Italien mal ausgeklammert - erzielte das DFB-Team nur insgesamt drei Treffer.

Hansi Flick hat auf der PK nach der Niederlage gegen Ungarn Fehler in seiner Aufstellung zugegeben. Der Bundestrainer kündigte außerdem an, in Zukunft keine Experimente mehr machen zu wollen.
01:19
DFB-Team: Zu viele Experimente? Hansi Flick: "Muss ich auf meine Kappe nehmen"

„Wir haben diesen Stoßstürmer nicht und müssen uns andere Sachen einfallen lassen“, meint Kimmich. Timo Werner, der sich zwar mühte und viel versuchte, spielt zurzeit extrem glücklos. Einziger „echter“ Neuner im DFB-Kader ist der mittlerweile verletzt angereiste Lukas Nmecha, der mit Wolfsburg aber auch in der Krise steckt.

Nicht auszuschließen, dass Flick deshalb noch einen Überraschungsstürmer wie Niclas Füllkrug (fünf Liga-Treffer für Werder) oder Youssoufa Moukoko (zwei Tore für den BVB) in den 26-köpfigen WM-Kader beruft.

„Die, die nicht dabei sind, haben ihre Chance“, betont der Bundestrainer. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Nations League)

Mentalitäts-Frage: „Ungarn wollte mehr“

Gegen Ungarn fehlte besonders in der katastrophalen ersten Hälfte die Einstellung. „Wir hatten viele Spieler, bei denen man das Gefühl hatte: Okay, die wollen nicht den Ball“, schimpfte Gündogan.

Und Rüdiger pflichtete dem Mittelfeld-Regisseur bei: „Die Ungarn wollten mehr, waren galliger und haben mehr Zweikämpfe gewonnen.“ Dass die Nationalspieler im letzten Heimspiel vor der WM die nötige Mentalität, um ein Fußballzuspiel zu gewinnen, nicht hatten, ist bedenklich.

Gegentor-Flut: Letztes zu-Null-Spiel gegen Israel

Wieder nicht zu Null! Zum sechsten Mal in Folge kassierte die deutsche Mannschaft um Abwehr-Boss Rüdiger mindestens ein Tor. Das letzte Zu-Null-Spiel war der 2:0-Sieg vor einem halben Jahr gegen Israel.

Schon nach dem 5:2-Sieg gegen Italien vor drei Monaten krachte es in der DFB-Kabine aufgrund der zu laschen Einstellung. „In erster Linie müssen wir gut verteidigen“, sagt Rüdiger. „Nach dem 5:2-Sieg gegen Italien war ich wütend. Wir haben drei Tore geschossen und auf einmal dachte wohl jeder, er muss ein Tor machen. So ein Spiel müssen wir souveräner nach Hause fahren.“

Die deutsche Nationalmannschaft verliert erstmals unter Hansi Flick. Gegen Ungarn zeigte das DFB-Team eine schwache Leistung. Abwehrboss Antonio Rüdiger schlägt zwei Monate vor der WM Alarm.
01:32
Antonio Rüdiger schlägt Alarm beim DFB-Team: "Müssen schnell aufwachen!"

In 60 Tagen geht die WM für das DFB-Team mit dem Auftaktspiel gegen Japan los. Auf Flick, der von seiner Mannschaft jetzt in Wembley nichts weniger als einen Sieg fordert, wartet noch ein Haufen Arbeit.

„Für jeden einzelnen Spieler ist das ein Ansporn, am Montag gegen England alles zu geben und die sechs Wochen danach zu nutzen, um vorbereitet zu sein“, sagt er. Die Zeit für Experimente ist vorbei!