DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat den Druck auf Marc-André ter Stegen erhöht und klare Bedingungen genannt, die der Torhüter erfüllen muss, um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Sommer bei der WM als Nummer eins im Tor zu vertreten.
"Er muss spielen": Völler erhöht Druck auf ter Stegen
Völler erhöht Druck auf ter Stegen
„Ich kann verraten, dass Marc-André auch im Austausch mit Julian Nagelsmann und mit dem Torwarttrainer Andreas Kronenberg ist. Klar ist: Er muss schon spielen“, betonte Völler im Doppelpass auf SPORT1.
Völler: „Marc muss spielen“
Völler führte aus, dass gerade ein Torhüter Spielpraxis brauche, um als Rückhalt auf dem Platz agieren zu können. „Wir sind uns alle einig, dass wir es ihm wünschen würden. Es sind noch knapp zwei Wochen bis zum Ende der Transferperiode“, ergänzte Völler.
Nach dem DFB-Rücktritt von Manuel Neuer plante Bundestrainer Julian Nagelsmann mit ter Stegen als neuer Nummer eins im deutschen Tor. Zu Beginn der laufenden Saison wurde der 33-Jährige allerdings bei seinem Klub FC Barcelona zur Nummer drei degradiert und fiel zudem für mehrere Monate mit einer Rückenverletzung aus. Diese hat ter Stegen mittlerweile auskuriert, regelmäßig für Barca zum Einsatz kommen wird er dennoch nicht.
Um seine WM-Chancen am Leben zu halten, müsste sich ter Stegen bis zum Saisonende verleihen lassen, um nötige Spielpraxis sammeln zu können. Als potenzieller Abnehmer wird der FC Girona gehandelt, ter Stegen soll einem Wechsel bereits zugestimmt haben.
„Bei den Testspielen im März gegen die Schweiz und gegen Ghana wird man das grobe Gerüst des WM-Kaders sehen. Bei Marc wird es davon abhängen, was jetzt die nächsten zwei Wochen passiert“, stellte Völler nochmals klar und fasste zusammen: „Marc muss spielen in der Rückrunde, das ist klar.“
Baumann als Nummer eins? „Auf ihn ist zu 100 Prozent Verlass“
Während ter Stegen verletzungsbedingt pausieren musste, stieg Hoffenheim-Kapitän Oliver Baumann zur neuen Nummer eins im DFB-Tor auf.
„Es hätte vor einem Jahr auch keiner damit gerechnet, dass Oliver Baumann das unglaublich gut macht. Auf ihn ist zu 100 Prozent Verlass. Er geht gelassen mit der ganzen Diskussion um“, sagte Völler.