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Handball-EM - "Als sagen sie: Wir schlagen auf alles, was sich bewegt"

Was Deutschland gegen Portugal droht

Rune Dahmke und Andreas Wolff warnen vor dem Start der Hauptrunde bei der Handball-EM vor Gegner Portugal. Neben der harten Defensive steht auch ein Brüderpaar im Fokus.
Die deutschen Handballer starten gegen Dänen-Schreck Portugal in die EM-Hauptrunde. Andreas Wolff und Rune Dahmke warnen vor zwei gefährlichen Brüdern.
Rune Dahmke und Andreas Wolff warnen vor dem Start der Hauptrunde bei der Handball-EM vor Gegner Portugal. Neben der harten Defensive steht auch ein Brüderpaar im Fokus.

Völlig überraschend bekommt es das DHB-Team in der Hauptrunde der Handball-EM schon am Donnerstag (15.30 Uhr im LIVETICKER) mit Portugal zu tun. Nach der sensationellen Niederlage von Topfavorit Dänemark im direkten Duell mit den Portugiesen trifft Deutschland nun zum Auftakt auf einen besonderen Gegner.

Torhüter Andreas Wolff sorgte auf der Pressekonferenz abermals für Gesprächsstoff, indem er eine Einschätzung von Mitspieler Rune Dahmke teilte.

„Rune hat es gestern für das Dänemark-Spiel so zusammengefasst: Es wirkte, als ob sie gesagt hätten: Wir schlagen hinten auf alles, was sich bewegt, ein. Und vorne haben wir die beiden Costa-Brüder, die dafür sorgen, dass wir Tore werfen“, erzählte Wolff mit Blick auf den spektakulären 31:29-Sieg des kommenden Gegners.

Dahmke über Gegner Portugal: „Das war schon grenzwertig“

In einem anschließenden Mediengespräch führte Dahmke seine Aussagen auch noch einmal selbst aus. „Die Abwehr war gestern phänomenal“, lobte der Linksaußen die Portugiesen. Dennoch merkte er auch an: „Da wurde wirklich alles zu Kleinholz verarbeitet, was den Neunmeterraum betreten hat. Das war schon manchmal grenzwertig, aber es hat sehr gut funktioniert.“

Während sich die deutsche Mannschaft zum Start der Hauptrunde also auf eine sehr rabiate Abwehr einstellen dürfte, unterstrichen die beiden DHB-Stars auch die enorme Qualität der beiden Brüder Martim und Francisco Costa (beide Sporting Lissabon).

Auf dieses Duo muss Deutschland aufpassen

Wolff bezeichnete das Duo als „die alles überragenden Spieler bei den Portugiesen“ und schwärmte: „Sie sind inzwischen schon Weltstars, trotz ihres jungen Alters. Sie bringen überragende Fähigkeiten mit und leiten das Spiel komplett.“

Auch Dahmke meinte: „Sie haben mit den beiden Costa-Brüdern zwei, die unglaublich kreativ sind und sogar mit viel Kontakt noch ein richtiges Pfund im Arm haben. Es ist schwer, sich so richtig darauf vorzubereiten, weil sie von Positionen werfen, die man eigentlich sonst nicht erwartet.“

Handball-EM: Wolff warnt vor Portugals „Maschinen“

Allerdings ist Deutschland auch gewarnt, sich nur auf die beiden Superstars zu konzentrieren. So betonte Wolff die Qualitäten der weiteren Akteure im Kader, darunter Rechtsaußen Antonio Areia, „der in der Regel eine fantastische Wurfquote hat“, oder die Torhüter. Die beiden Kreisläufer Luis Frade vom FC Barcelona und Victor Iturriza, der in Kuwait spielt, bezeichnete Wolff zudem als „absolute Maschinen“.

Immerhin eine dieser Maschinen ist gegen Deutschland aber außen vor: Iturriza wurde von der EHF wegen einer zu harten Aktion gegen Dänen-Superstar Mathias Gidsel, die ihm die Rote Karte einbrachte, für ein Spiel gesperrt.

Insgesamt könnte sich das DHB-Team aber auch einige positive Lehren aus der portugiesischen Mannschaft ziehen. „Es ist eine Mannschaft, die genau den Spirit an den Tag legt, den auch wir an den Tag legen wollen, an dem wir arbeiten, den wir auch oft gezeigt haben“, schwärmte Wolff und ergänzte: „Da ist eine absolute Einheit entstanden aus vielen jungen Spielern, gepaart mit einigen Älteren und Erfahreneren, die alle heiß darauf sind, Erfolg zu haben.“

Auf das Spiel gegen Portugal folgen für Deutschland drei weitere Kracherduelle mit Norwegen (Samstag, 24. Januar), Dänemark (Montag, 26.) und Frankreich (Mittwoch, 28.). Nur die beiden besten Teams der Hauptrundengruppe, zu der auch Vorrundengegner Spanien gehört, qualifizieren sich für das Halbfinale.

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