Es war eigentlich nur eine leise Hoffnung – doch nun ist sie Realität: Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Handball-EM tatsächlich Schützenhilfe von Spanien erhalten! Am Montagabend setzten sich die Iberer überraschend mit 36:32 gegen Frankreich durch.
Handball-EM: Deutschland bekommt wirklich Schützenhilfe!
Deutschland bekommt Schützenhilfe
Für die Franzosen bedeutet die Niederlage, dass sie bereits vier Minuspunkte auf dem Konto haben. Damit hätte der DHB-Auswahl im späten Spiel gegen Dänemark (26:31) bereits ein Unentschieden gereicht, um das Halbfinale sicher zu erreichen – doch das Team von Bundestrainer Alfred Gislason konnte diese Chance nicht nutzen. Nun braucht Deutschland mindestens ein Remis im finalen Hauptrundenspiel gegen Frankreich.
Weil sich Norwegen und Portugal am Nachmittag in einer sehr umkämpften Partie die Punkte geteilt hatten (35:35), dürfen Frankreich, Deutschland und Dänemark die beiden Halbfinal-Tickets in der Hauptrundengruppe I unter sich ausmachen.
Handball-EM: Spanien ist bereits ausgeschieden
Bemerkenswert: Spanien hatte vor dem Erfolg gegen Frankreich noch keinen einzigen Zähler gesammelt und war bereits ausgeschieden. Dennoch warf die Mannschaft von Jordi Ribera über die gesamte Distanz alles in die Waagschale.
Eine vorübergehende Aufholjagd der Franzosen nach einem klaren Pausenrückstand blieb unbelohnt: Beim 25:26 (48.) kamen sie dem Gegner am nächsten – doch sobald es eng wurde, konnten sich die Spanier sofort wieder absetzen.
„Wir wussten, was auf uns zukommt, haben aber nicht hart genug gespielt und zu viele Fehler gemacht. Die zweite Reihe hat es besser gemacht und Energie ins Spiel gebracht – aber es reichte nicht“, bilanzierte Dika Mem hinterher bei SPORT1. „Wir werden uns das Spiel gleich anschauen und Dänemark anfeuern.“
Bekommt Frankreich ein Finale gegen Deutschland?
Auch Trainer Guillaume Gille klagte. „Das ist natürlich enttäuschend, weil wir es jetzt nicht mehr aus eigener Kraft schaffen können“, sagte er. „Wir müssen zittern und erst das nächste Spiel abwarten, um zu sehen, in welcher Situation wir wirklich sind: Entweder sind wir raus – oder wir stehen in zwei Tagen im Finale gegen Deutschland.“
Auf Seiten der Iberer ragte Linksaußen Ian Barrufet mit elf Toren heraus. Torhüter Sergey Hernández, der in der Bundesliga beim SC Magdeburg spielt, erwischte zudem einen starken Tag und sammelte insgesamt 14 Paraden.