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Handball-EM: Deutschlands letzter Treffer war irregulär!

Deutschlands letztes Tor war irregulär

Deutschland gewinnt zum Hauptrundenstart knapp gegen Portugal. Der letzte deutsche Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen, wie die EHF bestätigt.
Die deutschen Handballer feiern einen perfekten Start in die EM-Hauptrunde. Gegen Dänen-Schreck Portugal gelingt ein knapper Erfolg, der die Halbfinal-Hoffnung nährt.
Deutschland gewinnt zum Hauptrundenstart knapp gegen Portugal. Der letzte deutsche Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen, wie die EHF bestätigt.

Der Ärger bei Portugals Handballern nach der Niederlage gegen die deutsche Nationalmannschaft zum Auftakt der EM-Hauptrunde war groß – nun hat sich die Europäische Handballföderation (EHF) in einer offiziellen Erklärung zu den turbulenten Schlussszenen geäußert und dabei bestätigt, dass Deutschlands letztes Tor irregulär war.

„In der 59. Minute führte der deutsche Spieler Nr. 54 nach einem Tor der portugiesischen Mannschaft den Anwurf aus. Zwei deutsche Spieler (Nr. 5 und Nr. 23) hatten vor dem Pfiff des Schiedsrichters die Mittellinie überquert, woraufhin Spieler Nr. 23 den Ball erhielt und ein Tor erzielte“, hieß es in dem Statement.

Und weiter: „Eine Wiederholung des Anwurfs wäre zwar das korrekte Vorgehen gewesen, hätte jedoch nichts an der Ballbesitzverteilung geändert.“

Handball-EM: Uscins-Tor hätte nicht zählen dürfen

Portugal hatte elf Sekunden vor der Schlusssirene auf 30:31 verkürzt. Beim anschließenden Anwurf standen mit Miro Schluroff und Renars Uscins bereits zwei deutsche Spieler unerlaubt in der gegnerischen Hälfte. Letztgenannter erzielte anschließend den 32:30-Endstand für Deutschland.

In der Folge war der Unmut bei Portugal groß. Nach Spielende protestierten mehrere Akteure und Teile des Trainerteams bei den Schiedsrichtern und am Tisch des Schiedsgerichts.

Portugals Trainer Paulo Pereira erklärte beim dänischen Sender TV2: „Mindestens ein Spieler befindet sich auf der anderen Seite, als er pfeift. Das ist ein Fehler. Er muss das Spiel unterbrechen und neu anpfeifen. Das war ein irreguläres Tor.“

Darum kam der Videobeweis nicht zum Einsatz

Die EHF erklärte auch, warum die Schiedsrichter bei der angesprochenen Situation nicht den Videobeweis nutzten: „Gemäß den IHF-Vorschriften zur Videoüberprüfung war diese Situation nicht überprüfbar, da sie nicht unter die Bestimmungen der VR-Vorschrift Situation Nr. 9 („Spielverändernde Situationen“) fällt, die 7-Meter-Wurf-Entscheidungen, Strafen oder Entscheidungen umfasst, die zu einer Änderung des Ballbesitzes führen können.“

Die Referees standen auch aufgrund einer anderen Entscheidung im Mittelpunkt: In der 53. Minute zeigten sie DHB-Kapitän Johannes Golla die Rote Karte – ein umstrittener Vorgang, der vor allem bei Bundestrainer Alfred Gislason auf Unverständnis stieß.

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