Die eindeutigen Worte von Andreas Wolff, der Österreichs Spielstil als „Anti-Handball“ beschrieben hatte, haben auch noch unmittelbar vor dem deutschen Auftaktmatch bei der Handball-EM (JETZT im LIVETICKER) für Gesprächsstoff gesorgt. Mit Florian Kehrmann und Stefan Kretzschmar äußerten zwei ehemalige Nationalspieler bei Dyn ihre teils unterschiedlichen Meinungen.
Handball-EM: Pikante Wolff-Aussagen spalten Experten
Experten uneinig wegen Wolff
„Die Wortwahl war falsch. So was wie ‚Anti-Handball‘ oder ‚nicht schön anzusehen‘ gehört in eine taktische Analyse nicht rein“, betonte Kehrmann.
Der Trainer des TBV Lemgo führte aus: „Man sollte Respekt zollen, weil die Österreicher haben sich in den letzten Jahren mit ihrer Spielweise zu einer Top-Nation entwickelt.“
Kehrmann gab jedoch zugleich zu, dass in Wolffs Aussagen auch „eine gewisse Art von Respekt“ stecke: „Man hat schon Respekt davor, dass die Österreicher mit wenigen Fehlern und sehr geduldig spielen.“
Kretzschmar: „Wir mögen so etwas“
Kretzschmar bewertete Wolffs Worte etwas anders: „Ich finde die Aussage von Andi Wolff gut. Wir mögen so etwas, wollen so etwas. Ihn dafür runterzumachen, liegt mir fern.“
Außerdem merkte der 52-Jährige an: „Das Interview muss man in Gänze sehen. Er lobt die Österreicher auch.“
„Anti-Handball“ sei dennoch ein Wort, das nicht auf die Österreicher zutreffe. „Wenn du damit erfolgreich warst, kann es kein ‚Anti-Handball‘ sein“, erläuterte Kretzschmar.
Keeper Constantin Möstl wurde deutlich: „Es ist uns wirklich sch***egal! Wir lassen uns davon nicht einschüchtern.“