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Ligue 1: Olympique Lyon mit Tolisso und Lacazette zu altem Glanz

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Ligue 1: Olympique Lyon mit Tolisso und Lacazette zu altem Glanz

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Lyons Weg zu altem Glanz

Lyons Weg zu altem Glanz

Nach einer enttäuschenden Saison steht der ehemalige Serienmeister vor einem Umbruch. Die alte Strategie soll den verlorenen Glanz zurückholen - klappt das auch diesmal?
Corentin Tolisso kehrt dem FC Bayern den Rücken – und zurück zu seinem Jugendklub Olympique Lyon. Die hohen Erwartungen hat der Franzose in seinen fünf Jahren in München nie so wirklich erfüllen können.
. SPORT1
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Bei Olympique Lyonnais herrscht eine gewisse Euphorie. Die Verantwortlichen hatten ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Aktivitäten auf dem Transfermarkt bereits vier Wochen weitestgehend abgeschlossen - und der Start in die neue Saison der Ligue 1 ist geglückt! Mit 2:1 gewann Lyon gegen AC Ajaccio, und ein Tor erzielte ein prominenter Rückkehrer: Alexandre Lacazette. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Nach dem mehr als enttäuschenden achten Platz in der vergangenen Spielzeit steht OL massiv unter Druck und muss in dieser Saison unbedingt liefern, um nicht den Anschluss an die Top-Klubs zu verlieren. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Ligue 1)

Insbesondere, da sich durch die Champions-League-Reform ab 2024 gleich drei französische Klubs direkt für die Königsklasse qualifizieren werden. Aktuell sind es nur zwei.

Um wieder konkurrenzfähiger und vielleicht PSG mittelfristig sogar Paroli bieten zu können, hatten die Bosse um Präsident Jean-Michel Aulas gleich zum Frühlingsstart angekündigt: „Wir wollen etablierte Spieler, die bei uns groß wurden, nach Hause holen“.

Nach Transferoffensive kehren Lacazette und Tolisso zurück

Gesagt, getan. Lacazette kehrte Anfang Juni nach fünf Jahren bei Arsenal an die Rhône zurück. Einen Monat später war es auch mit Bayerns Corentin Tolisso soweit: „Coco“ unterschrieb gleich für fünf Jahre bei seinem ersten Profi-Klub.

„Ich will mit Lyon wieder so schnell wie möglich an der Champions League teilnehmen“, teilte der Ex-Münchener bei seiner Vorstellung mit. „Mit diesem Kader und dieser Philosophie bin ich fest davon überzeugt, dass wir 2022/23 deutlich stärker sein werden und im Kampf um die ersten drei Plätze bis zum Schluss dran bleiben werden.“

Lyons Transferstrategie ist klar: Mit viel Erfahrung auf Schlüsselpositionen (Innenverteidigung, defensives Mittelfeld, Sturm) die Mannschaft klug verstärken und dabei auch auf das Profil der Spieler achten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Ligue 1)

Torwart Anthony Lopes, Rechtsverteidiger Malo Gusto, Abwehrchef Castello Lukeba, Mittelfeldstratege Maxence Caqueret, Flügelspieler Ryan Cherki, dazu Tolisso und Lacazette: mehr als die Hälfte der künftigen Elf von Trainer Peter Bosz soll aus Spielern aus der Region bestehen.

„Es geht auch um die Identifikation“, teilte Aulas mit. „In den letzten Jahren taten sich unsere Fans schwer mit unserem Team, weil viele Spieler verpflichtet wurden und bereits nach einem oder zwei Jahren wieder gegangen sind. Das wollen wir ab sofort schleunigst vermeiden, mehr auf Treue und Wurzeln setzen.“

Bosz darf bleiben, Boateng nicht?

In den 2000er-Jahren wurde Lyon mit diesem Konzept übrigens sieben Mal in Folge Meister, ohne Scheich oder russischen Oligarchen. Eine Leistung, die nicht einmal PSG in der Katar-Version bisher gelungen ist.

Für diesen Auftrag ist Bosz in seiner Funktion überraschenderweise bestätigt worden. Trotz Platz acht und dem schmerzhaften Aus im Viertelfinale der Europa League gegen West Ham darf der ehemalige Leverkusen- und Dortmund-Trainer weitermachen.

Was wird aus den beiden Deutschen in seiner Kabine? Jérôme Boateng wurde mitgeteilt, dass man ihn nicht als Stammspieler sieht und Ersatzkeeper Julian Pollersbeck könnte sich nach zwei Jahren einen neuen Verein suchen.

Bei Olympique Lyonnais gilt mehr denn je im Sommer 2022: Back to the roots.