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Der Absturz eines Sensationsmeister - Leicester Tabellenletzter der Premier League

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Der Absturz eines Sensationsmeister - Leicester Tabellenletzter der Premier League

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Der Absturz eines Sensationsmeisters

Der Absturz eines Sensationsmeisters

Leicester City befindet sich nach fünf Niederlagen aus sechs Partien am Tabellenende der Premier League. Dem einstigen Sensationsmeister droht der Abstieg in die Championship.
Pep Guardiola amüsierte sich über die Behauptung, dass Erling Haaland ein ganz Großer sein könnte, und wies darauf hin, dass die Leute ihn nach dem Community Shield als "Katastrophe" bezeichneten.
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von SPORT1

Fünf Niederlagen in Serie!

Leicester City ist aktuell nur noch ein Schatten vergangener Tage. Nach der 5:2-Klatsche gegen Brighton bildet der ehemalige Sensationsmeister mit nur einem Punkt aus sechs Spielen das Schlusslicht der Premier League. Sky-Experte Roy Keene fand im Anschluss deutliche Worte:

„Leicester zeigte in der zweiten Halbzeit eine unwürdige Leistung. Sie haben den Kampf aufgegeben. Kein Einsatz. Keine Gier. Brendan Rodgers steckt mit der Performance der zweiten Halbzeit in Schwierigkeiten.“ Dabei sind die Foxes eigentlich eine Mannschaft, die diese Tugenden jahrelang vorgelebt hat. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Erinnerungen an ein Fußballmärchen

Das letzte Mal als der Klub aus den East Midlands auf dem 20. Platz der englischen Beletage rangierte, liegt bereits eine Weile zurück. Seit dem 32. Spieltag der Saison 14/15 nannten sie die rote Laterne nicht mehr ihr Eigen. In der ersten Spielzeit nach dem Wiederaufstieg sah es lange düster aus, bis ein Endspurt den drohenden Abstieg verhinderte. Der Grundstein für ein Fußballmärchen der Neuzeit.

In der Saison 15/16 spielten sich die Foxes in die Herzen der Fans und gewannen als absoluter Außenseiter sensationell die Meisterschaft. Seit 1995 der einzige Champion, der nicht zur Riege der Geld-Giganten zählt. Im Jahr darauf sollte Leicester auch in der Champions League für Furore sorgen. Erst im Viertelfinale scheiterte das Team von Ranieri-Nachfolger Craig Shakespeare an Atletico Madrid.

Nach einigen Spielzeiten im Tabellenmittelfeld richtete sich der Blick wieder nach oben. Brendan Rodgers stabilisierte den Verein und peilte mehrfach den internationalen Wettbewerb an. Nationale Titel wie der FA Cup 20/21 sowie der Gewinn des Supercups 21/22 sollten folgen.

Doch woran liegt es, dass der steile Aufstieg vom langjährigen Zweitligisten zum ambitionierten Premier-League-Klub derzeit ins Wanken gerät?

Transfers bereiten Sorgen

Neben Erfolgscoach Claudio Ranieri bewies vor allem die sportliche Führung in Leicesters Hochphase ein glückliches Händchen. Transfer wie die von Jamie Vardy, N‘Golo Kanté oder Riyad Mahrez boten hohe Qualität für kleines Geld. Insgesamt kostete die Meistertruppe nur einen Bruchteil des heutigen Kaders.

Mittlerweile ist ein Großteil der damaligen Helden aber entweder nicht mehr aktiv oder läuft inzwischen für die Konkurrenz auf. Lediglich Jamie Vardy blieb den Foxes treu.

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Über viele Jahre hinweg konnten die Abgänge der eigenen Stars durch passende Einkäufe kompensiert werden. In der abgelaufenen Transferperiode war dies allerdings nicht mehr der Fall.

Aufgrund steigender Ausgaben musste der Klub kürzer treten. Mit lediglich einem Zugang verzeichnete Leicester schließlich die geringsten Ausgaben der Liga. Ein nicht zu unterschätzender Faktor in der kompetitiv sehr anspruchsvollen Premier League, in der die gegnerischen Teams weiter aufrüsten.

Cheftrainer Brendan Rodgers klagte am Deadline Day bereits über den Qualitätsverlust. Der Nordire hätte gerne noch weitere Spieler verpflichtet. Stattdessen verließ in Person von Kasper Schmeichel eine Identifikationsfigur, ebenfalls Teil der Meistermannschaft, den Verein. Top-Talent Wesley Fofana schloss sich dazu dem FC Chelsea an. Wout Faes aus Reims kam als Ersatz. Anscheinend zu wenig. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Es wird Zeit, sich wieder auf die eigenen Tugenden zu besinnen und das Beste aus den Möglichkeiten zu machen. Sonst droht der Abstieg in die zweite Liga.