Jérémy Jacquet saß auf dem Rasen, brüllte seinen Schmerz heraus und hielt sich die linke Schulter. Wenige Momente später wurde der Innenverteidiger von Stade Rennes von einem Betreuer Richtung Kabine geführt - der Arm blieb stets angewinkelt.
Der nächste Virgil van Dijk? Liverpools neuer Millionen-Mann
Das nächste Supertalent
Jacquet hatte immer noch sichtbar starke Schmerzen, verzog das Gesicht und musste in der 69. Minute bei der 1:3-Niederlage bei RC Lens in der Ligue 1 raus. Es war das bittere Ende der turbulentesten Woche seines bisherigen sportlichen Lebens.
Denn: Der FC Liverpool hatte sich am Deadline Day, wenige Tage vor seiner Verletzung, die Dienste des 20-Jährigen gesichert.
Jacquet, der seit seiner Schulterverletzung am 7. Februar ausfällt, wird im kommenden Sommer für eine Ablösesumme von mindestens 63 Millionen Euro an die Anfield Road wechseln.
Die Summe kann Medienberichten zufolge durch Boni sogar noch auf bis zu 69 Millionen Euro ansteigen.
Jacquet: „Der beste Innenverteidiger seiner Generation“
Die internationale Presse bezeichnet das Top-Talent bereits als „den nächsten Virgil van Dijk“.
„Jacquet hat alles, um in den nächsten Jahren einer der besten Innenverteidiger der Welt zu werden“, erklärte der französische Fußballexperte und ESPN-Reporter Julien Laurens. Jacquet sei bereits jetzt „der beste Innenverteidiger seiner Generation“.
Der 1,90 Meter große junge Mann mit den kurzen gold-schwarzen geflochtenen Rasta-Zöpfen ist in Frankreich bereits für sein kompromissloses und offensives Verteidigen gefürchtet.
Immer wieder verlässt er als zentraler Anker seine Dreierkette nach vorne, um teilweise knallhart in Zweikämpfen die Bälle zu erobern. Mit dem Ball am Fuß verfügt das Juwel über eine beeindruckende Ruhe und kann sich aus Drucksituationen auch mit perfekten Diagonalbällen mit seinem rechten Fuß befreien. Kurzum: Das Juwel ist bereits Abwehrchef und übernimmt Verantwortung.
Die Ausbildung des französischen U21-Nationalspielers spült Stade Rennes ein Mal mehr eine beachtliche Geldsumme in die Kassen. Bereits 2023 sorgte Jeremy Dokus Wechsel zu Manchester City für Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro.
Der Verein aus der Bretagne bildete Jacquet seit 2019 aus. Zuvor hatte er in der Jugend von AS Outre Mer du Bois d’Abbé und Racing Joinville gespielt.
Fehlstart: Leihe endet in Abstieg
Dabei legte Jacquet zu Beginn seiner Profikarriere zunächst einen Fehlstart hin. Nach nur einem Ligue-1-Einsatz wurde das Abwehrtalent zum Ligakonkurrenten Clermont Foot 63 ausgeliehen, mit dem Jacquet prompt abstieg.
Erst in der Ligue 2 konnte der Franzose sein volles Potenzial unter Beweis stellen. Allein in der Hinrunde stand Jacquet in 15 Spielen über die volle Distanz auf dem Platz und sorgte dabei für zwei Treffer und eine Torvorlage.
Einzig eine Schulterverletzung und eine Gelbsperre führten dazu, dass das Top-Talent nicht in der Startelf des Zweitligisten stand.
Zurück bei Stade Rennes knüpfte Jacquet nahtlos an seine starken Leistungen an. In der aktuellen Saison wurde der Franzose in 18 von 20 Spielen eingesetzt.
Auch ohne weitere Scorer-Punkte wurden nun verschiedene Top-Klubs auf Jacquet aufmerksam.
Transfermarkt: Auch Bayern an Jacquet interessiert
Neben dem FC Liverpool sollen auch der FC Chelsea und der FC Bayern München um die Dienste des Innenverteidigers gebuhlt haben.
An der Anfield Road wollte man Jacquet unbedingt verpflichten. Die ungewisse Zukunft von Ibrahima Konaté und der langzeitverletzte Innenverteidiger Giovanni Leoni ließen Liverpools Sportdirektor Richard Hughes auf dem Transfermarkt tätig werden.
Ob der französische U21-Nationalspieler das Zeug zum neuen van Dijk hat, wird sich im kommenden Sommer zeigen.