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Bestmarke! Klosterhalfen historisch schnell

Bestmarke! Klosterhalfen historisch schnell

Die deutsche Topläuferin Konstanze Klosterhalfen hat bei der Diamond League einen starken Auftritt über die ungewohnte Zwei-Meilen-Distanz gezeigt.
Nach insgesamt 338 Entscheidungen sind die olympischen Sommerspiele 2021 vorbei. Aus deutscher Sicht: zehn Goldmedaillen, Platz neun im Medaillenspiegel. Was bleibt von Tokio im Gedächtnis?
. SPORT1
von SPORT1
21.08.2021 | 11:47 Uhr

Die deutsche Topläuferin Konstanze Klosterhalfen hat bei der Diamond League einen starken Auftritt über die ungewohnte Zwei-Meilen-Distanz gezeigt.

Nach ihrem achten Platz über die 10.000 m bei Olympia wurde die 24-Jährige bei ihrem “Heimrennen” in Eugene/Oregon Vierte und unterbot in 9:18,16 Minuten die bisherige europäische Bestzeit der Irin Sonia O’Sullivan (9:19,56 Minuten).

Klosterhalfen: Bestmarke ist kein offizieller Rekord

Das hochkarätig besetzte Rennen über die nicht-olympische Strecke gewann Francine Niyonsaba aus Burundi, die in 9:00,75 Minuten zur zweitschnellsten Frau über die zwei Meilen avancierte. Über die 3,2 km lange Strecke werden keine offiziellen Rekordlisten geführt, da diese Distanz international nur selten gelaufen wird.

Die Tokio-Medaillengewinnerinnen Letesenbet Gidey (Äthiopien) und Hellen Obiri (Kenia) landeten ebenfalls vor Klosterhalfen, die seit 2019 in Portland/Oregon lebt und trainiert. Die gebürtige Bonnerin war WM-Dritte über 5000 Meter 2019 und ist deutsche Rekordhalterin über 3000, 5000, und 10.000 m.

Konstanze Klosterhalfen hat eine neue Bestzeit über eine ungewohnte Distanz aufgestellt
Konstanze Klosterhalfen hat eine neue Bestzeit über eine ungewohnte Distanz aufgestellt

Nach einer von Problemen überschatteten Olympia-Vorbereitung hatte Klosterhalfen sich in Tokio auf die 10.000 Meter konzentriert, die eigentlich nicht ihre Paradestrecke sind, über die sie sich unter den Umständen aber die besten Chancen ausgerechnet hatte (Ist Konstanze Klosterhalfen zu dünn? Das sagt die Bundestrainerin).

Sifan Hassan siegt, aber verpasst Weltrekord

Doppel-Olympiasiegerin Sifan Hassan siegte derweil souverän über 5000 m. Die Niederländerin gewann in 14:24,89 Minuten ohne Mühe vor der Konkurrenz, verpasste den angestrebten Weltrekord jedoch um 18 Sekunden. Hassan hatte in Tokio über 10.000 und 5000 m triumphiert sowie Bronze über 1500 m gewonnen.

Die Bestmarke hält weiterhin Gidey, die im Oktober 2020 14:06,62 gelaufen war und damit Hassans zwei Tage alten Rekord nochmal verbessert hatte (Das steckt hinter dem Rekord-Irrsinn).

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Mit Sportinformationsdienst (SID)