Home>Leichtathletik>

Leichtathletik-EM: Gänsehaut-Gold für die deutsche Retterin

Leichtathletik>

Leichtathletik-EM: Gänsehaut-Gold für die deutsche Retterin

{}
{ "placement": "banner", "placementId": "banner" }
{ "placeholderType": "BANNER" }

Gänsehaut-Gold für deutsche Retterin

Malaika Mihambo verhindert eine titellose EM für den DLV und fliegt endgültig in die Favoritenrolle für Olympia. Sie sieht sogar noch einiges an Potenzial.
Malaika Mihambo ist Europameisterin 2024
Malaika Mihambo ist Europameisterin 2024
© IMAGO/Bildbyran
. SID
. SID
von SID
Malaika Mihambo verhindert eine titellose EM für den DLV und fliegt endgültig in die Favoritenrolle für Olympia. Sie sieht sogar noch einiges an Potenzial.

Der zweitbeste Flug ihres Lebens versetzte Malaika Mihambo in ein Gefühl purer Glückseligkeit. „Ich habe eine Gänsehaut wie in Doha bekommen, das ist so schön“, sagte Europas neue Weitsprung-Königin nach ihrem fantastischen Sprung auf 7,22 m in Rom. „Jetzt freue ich mich noch mehr auf Paris. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es noch einmal weiter gehen kann.“

{ "placeholderType": "MREC" }

Die Olympiasiegerin bewahrte den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) am letzten Wettkampftag im Stadio Olimpico vor einer titellosen Europameisterschaft. Nur bei ihrer Bestleistung 2019 bei der WM in Katar, als Mihambo sich erstmals mit 7,30 m zur Weltmeisterin gekürt hatte, war sie weiter gesprungen.

„Das gibt mir nochmal einen immensen Motivationsschub. Ich war schon gut drauf. Ich habe es gefühlt. Jetzt weiß ich, dass ich wieder vergleichbar bin mit der Doha-Saison“, sagte Mihambo. Und noch habe sie das Training gar nicht ausgereizt, nicht „alle Register gezogen“, sagte die 30-Jährige: „Ich bin gespannt, wohin das noch führen kann.“

Nach der EM ist vor Olympia

Auch der DLV blickt gespannt, allerdings mit reichlich Sorgen nach Paris. Zwar hübschten die Silbermedaille von Speerwerfer Julian Weber sowie dreimal Überraschungs-Bronze in den Männer-Staffeln über 4x400 und 4x100 m sowie im Stabhochsprung durch Oleg Zernikel die deutsche Bilanz zum Ende auf. Doch zufrieden konnte der DLV sieben Wochen vor dem ersten Startschuss in Paris, wo die Konkurrenz deutlich größer sein wird, nicht sein.

{ "placeholderType": "MREC" }

„Die sechs Tage von Rom insgesamt haben uns Stärken und Schwächen aufgezeigt. Wir haben in bestimmten Bereichen einen Schritt nach vorn gemacht, in einigen Disziplinen jedoch nicht performt“, sagte DLV-Sportvorstand Jörg Bügner.

Stand vor zwei Jahren in München mit insgesamt 16 Mal Edelmetall inklusive sieben Titeln noch der Sieg im Medaillenspiegel, lief Deutschland bei den italienischen Festspielen in Rom von Beginn an hinterher. Zuletzt gab es vor zehn Jahren weniger Podestplätze zu bejubeln, damals in Zürich sprangen aber immerhin vier Titel heraus. Nun lediglich Mihambos Triumph, dazu kommen dreimal Silber und siebenmal Bronze.

Mihambo strebt nach ihrem zweiten Olympiasieg

Neben Deutschlands Zehnkampf-Rekordler Leo Neugebauer, der in Rom fehlte, ist Mihambo damit die einzige echte Gold-Anwärterin für die olympischen Wettbewerbe ab dem 1. August im Stade de France. In Paris möchte die Weltklasse-Athletin zu Heike Drechsler aufschließen und sich zum zweiten Mal olympisches Gold sichern - bei zwei aufeinanderfolgenden Sommerspielen ist das noch keiner Springerin gelungen. Einzig Drechsler war es auch, die bei europäischen Titelkämpfen je eine bessere Weite als Mihambo am späten Mittwochabend auf der Steg-Anlage im Olympiastadion erzielt hatte.

Ob in Paris nun sie die Gold-Favoritin ist oder aber die US-Amerikanerin Tara Davis-Woodhall, die in diesem Jahr bereits 7,18 m sprang, interessiert Mihambo nicht wirklich. Sie vertraut auf ihre Stärken, nach dem Erfolg von Rom erst recht. „Bei mir ist immer damit zu rechnen, dass ich bei einer Meisterschaft alles gebe und der Wettkampf erst vorbei ist, wenn der letzte Sprung gesprungen ist“, sagte Mihambo nach ihrem Gala-Abend angriffslustig