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Vettel greift F1-Rennleiter an

Vettel greift F1-Rennleiter an

Nach dem Unfall von Lando Norris beim Qualifying in Spa kritisiert Sebastian Vettel die Rennleitung. Andere Fahrer geben zu, sich nicht getraut zu haben, etwas zu sagen. Die Stimmen.
Das Chaos-Rennen in Budapest: Lewis Hamilton kämpft sich beim Chaos-GP nach vorne, Max Verstappen wird abgeräumt und Sebastian Vettel wird nach dem Rennen disqualifiziert.
. SPORT1
von SPORT1
28.08.2021 | 21:36 Uhr

Sebastian Vettel, der kurz zuvor einen Abbruch der Qualifikation gefordert hatte, hält sich mit Kritik an der Rennleitung nicht zurück. Daniel Ricciardo gibt zu, dass er sich nicht getraut hatte, eine rote Flagge zu fordern.

Williams-Pilot George Russell, der völlig überraschend Rang zwei eroberte, ist ob der Ereignisse derweil noch ganz begeistert.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Spa von Sky, ORF, Motorsport-Total.com, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Max Verstappen (Red Bull), Platz 1:

“Es war ein wirklich schwieriges Qualifying. Schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten. Auch die Pause zwischen Q2 und Q3 war lang. Wir sind Erster, das ist wichtig. Aber diese Strecke ist unheimlich schwierig zu fahren im Nassen. Wieder eine Pole-Position zu haben nach der Sommerpause, das ist ein guter Anfang.”

...am Boxenfunk: “Leute, das war so schwierig auf der Strecke. Aber herrlich, das Ergebnis, herrlich. Das haben wir gebraucht. Gute Arbeit.” (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

George Russell (Williams), Platz 2:

“Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich dachte schon, dass es stark war, nicht in Q1 hängenzubleiben. Aber gute Arbeit. Wir waren immer zur richtigen Zeit auf der Strecke. Wir hatten nichts zu verlieren und haben es riskiert. Jetzt freue ich mich auf morgen. Darauf kommt es an. Und ich will mehr Punkte einfahren.”

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 3:

“Heute hatte jeder einen sehr schwierigen Tag. Man musste cool bleiben. Meine erste Runde war gut, meine zweite Runde nicht so sehr. Wenn es morgen auch so ist, dann wird es knifflig. Es geht um den Kompromiss zwischen Topspeed und Abtrieb im Mittelsektor. Morgen ist ein neuer Tag, hoffentlich mit besserem Wetter, vor allem für die Fans hier an der Strecke.”

Mercedes' British driver Lewis Hamilton wins the Turkish Formula One Grand Prix at the Intercity Istanbul Park circuit in Istanbul on November 15, 2020. (Photo by TOLGA BOZOGLU / POOL / AFP) (Photo by TOLGA BOZOGLU/POOL/AFP via Getty Images)
ISTANBUL, TURKEY - NOVEMBER 15: Race winner Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP celebrates winning a 7th F1 World Drivers Championship on the podium during the F1 Grand Prix of Turkey at Intercity Istanbul Park on November 15, 2020 in Istanbul, Turkey. (Photo by Tolga Bozoglu - Pool/Getty Images)
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Daniel Ricciardo (McLaren), Rang 4:

zur Frage, warum er trotz der schwierigen Bedingungen in Q3 keine rote Flagge gefordert hatte: “Vielleicht hätte ich direkter sein und eine rote Flagge fordern sollen. Aber das ist schwierig, weil du willst nicht der Kerl sein, der sagt, er will nicht fahren. Die Wahrheit ist aber, dass die Bedingungen nicht sicher genug waren.”

Sebastian Vettel (Aston Martin), Platz 5:

in Q3 am Boxenfunk: “Viel zu viel Wasser auf der Strecke. Sie sollten das Qualifying abbrechen.”

in Q3 nach dem Crash von Norris am Boxenfunk: “Was zur Hölle hab’ ich gesagt, was hab’ ich gesagt? Rote Flagge! Das war völlig überflüssig.” (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

zur Frage, ob die Rennleitung die Rote Flagge hätte einsetzen müssen: “Ich denke, Michael (Masi, Anm. d. Red.) ist nicht stolz darauf, was passiert ist. Es ist natürlich immer einfacher, das im Nachhinein zu sagen. Aber wir müssen einen Weg finden, wie wir mehr auf die Informationen hören, die wir haben. In der Garage sind wir sehr limitiert, denn da kann man nur aus dem Fenster schauen. Aber ich weiß nicht, was drei Kilometer weiter weg passiert. Die Wahrheit ist: Die Session hätte überhaupt nicht gestartet werden sollen.”

zur Frage, was ihm durch den Kopf ging, als er zur Unfallstelle kam: “Er war heftig eingeschlagen. Ich wusste nicht, wie es ihm geht. Ich dachte nicht nach, ich hielt an, weil ich sehen wollte, ob er mir den Daumen nach oben zeigt oder ob er wirklich bei Bewusstsein ist.”

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Charles Leclerc (Ferrari), Rang 11:

zum Crash von Norris: “Das war sehr angsteinflößend für mich zu sehen - diesen Unfall an derselben Stelle, wo ich vor zwei Jahren einen Freund verloren habe.” (Anthoine Hubert, Anm. d. Red.)

zur Frage, ob an der betreffenden Stelle etwas geändert werden muss: “Was die Strecke betrifft, wissen sie, dass etwas geändert werden muss. Und Änderungen sind für nächstes Jahr geplant, was gut zu wissen ist. In dieser Session habe ich nur gebetet, dass nichts passiert.” (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Valtteri Bottas (Mercedes), Rang 13:

zu den Bedingungen vor dem Norris-Crash: “Bevor es passiert ist, bin ich eine Outlap gefahren und schon in Kurve 5 dachte ich, es ist wirklich riskant. Daher war ich mir recht sicher, dass es einen Unfall geben würde, wenn nicht zuvor die rote Flagge rauskommt.”

Andreas Seidl (Teamchef McLaren):

“Wir haben Kontakt gehabt mit Lando, als er im Medical Center war. Das Wichtigste ist, dass er grundsätzlich okay ist und auch wieder bei einigermaßen guter Stimmung. Trotzdem wird er jetzt noch einmal geröntgt. Er hat sich den Arm ein bisschen gehalten, nachdem er aus dem Auto gestiegen ist. Einfach um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.” (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

zur Frage, ob die Session in Q3 früher hätte abgebrochen werden müssen: “Nein, ich denke, es ist komplett falsch, jetzt mit dem Finger auf andere zu zeigen. Es waren schwierige Bedingungen. Wir haben das Auto verloren, also müssen wir jetzt einfach nach vorne schauen.”

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Toto Wolf (Teamchef Mercedes):

zu George Russell: “Das war gar nicht so schlecht die Runde, würde ich sagen. Die Runde muss man erst mal so hinknallen. Mein Eindruck ist unverändert: George kann Autofahren. Und er hat sicher eine große Zukunft vor sich. Man sieht bei den ganzen Jungen, dass sie einfach ein riesen Level haben - und das hat er heute wieder bewiesen.”

Jost Capito (Teamchef Williams):

“Ich kann es selbst noch nicht glauben. In Q3 hatten wir nichts zu verlieren. Da konnten wir nur gewinnen. Für uns ist es ja schon ein großer Erfolg, überhaupt in Q3 dabei zu sein. Dann kannst du alles in eine Runde packen. Entweder es geht gut oder eben nicht. Wir wussten: George kann das schaffen. Selbst in diesen Bedingungen, selbst mit nur einer Runde. Auch seine Leistung war unglaublich.”