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Kann die Formel 1 diese Mega-Kombi überhaupt ablehnen?

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Kann die Formel 1 diese Mega-Kombi überhaupt ablehnen?

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Formel 1 winkt Mega-Kombi

General Motors will mit der Marke Cadillac in die Formel 1. Doch dazu muss die Königsklasse erst das Andretti-Team zulassen.
Eine neue Herausforderung bei einem legendären Klassiker: Mick Schumacher klärt seine sportliche Zukunft für das kommende Jahr.
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Pünktlich zum Grand Prix von Las Vegas im Westen der USA ging der Bewerbungsprozess von Andretti in die nächste Runde. Der Rennstall von Ex-F1-Pilot Michael Andretti will 2025 in die Königsklasse einsteigen und hat dazu bereits den Segen der FIA. Nur Formel-1-Promoter Liberty Media ziert sich noch.

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Ein elftes Team ist aktuell nicht im Interesse der Konkurrenz und damit auch des F1-Vermarkters. CEO Stefano Domenicali lässt das US-Team am langen Arm verhungern, gibt Michael Andretti dem Vernehmen nach noch nicht mal einen Gesprächstermin.

Doch ausgerechnet vorm Highlight in Las Vegas hat Andretti jetzt einen entscheidenden Zug im Poker um den Einstieg in die Königsklasse gemacht: Partner General Motors hat angekündigt, ab 2028 als Motorbauer in die Königsklasse einzusteigen und sich dafür offiziell als Hersteller bei der FIA registrieren lassen. Die Bedingung: Andretti soll dann Werksteam werden.

Andretti vs. Liberty Media

Vorteil Andretti: Die Formel 1 dürfte sich schwertun, diese Mega-Kombi wirklich abzulehnen.

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Vorteil Liberty Media: Den Zeitraum von 2025 bis 2027 muss Andretti als Kundenteam überbrücken. Lange war von Alpine als Antriebslieferant die Rede, doch ein Vorvertrag ist abgelaufen. Die Franzosen wollen sich aktuell lieber aus dem Thema raushalten, um nicht den Unmut der Formel-1-Macher auf sich zu ziehen.

Trotzdem befindet sich Andretti in einer guten Position. General Motors meint es mit der Marke Cadillac ernst, wirbt gemeinsam mit Andretti bereits um Ingenieure auch fürs Chassis.

General Motors bekennt sich zur Formel 1

„Wir sind begeistert, dass Andretti Cadillacs Formel-1-Einstieg von einer GM Power Unit befeuert wird“, sagt GM-Präsident Mark Reuss. „Mit unserer tiefgreifenden Expertise auf der Ingenieurs- und Rennsportseite sind wir zuversichtlich, dass wir eine erfolgreiche Power Unit bauen wird. Wir werden Andretti Cadillac als echtes Werksteam positionieren.“

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Das macht sogar Sinn: 2026 stellt die Königsklasse um auf ein neues Antriebsformat. 50 Prozent Elektropower, synthetischer Sprit und hocheffiziente Verbrennungsmotoren machen einen Technologietransfer in die Serie attraktiv.

Marketing-Boost durch General Motors

Attraktiv wird dank General Motors nun auch Andretti für die Formel 1. Zwar müssten die aktuellen zehn Teams die Einnahmen mit der elften Mannschaft aus den USA teilen, doch ein Autobauer wie General Motors bringt mit der Marke Cadillac auch einen mächtigen Marketing-Boost mit in den erlauchten Kreis des F1-Zirkus.

Wie lange kann Liberty Media da wirklich beim aktuellen Nein bleiben, ohne langfristig auch andere Hersteller abzuschrecken?

Fest steht: Die Ankündigung von General Motors als Antriebsbauer in die Königsklasse des Motorsports einsteigen zu wollen, setzt die Vermarkter der Königsklasse um Chef Stefano Domenicali mächtig unter Druck. Doch das Pokerspiel ist noch nicht zu Ende…