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Alexander Zverev übersteht nächsten Thriller bei US Open

Zverev übersteht nächsten Thriller

Alexander Zverev muss auch in seinem zweiten Match bei den US Open über fünf Sätze gehen - kämpft sich aber durch.
Alexander Zverev steht in Runde drei der US Open und das nach einer großen, kämpferischen Leistung in fünf Sätzen gegen den Franzosen Quentin Halys.
Alexander Zverev muss auch in seinem zweiten Match bei den US Open über fünf Sätze gehen - kämpft sich aber durch.

Alexander Zverev hat nach dem nächsten Nachtschicht-Thriller bei den US Open das Sechzehntelfinale erreicht. Der deutsche Tennis-Star setzte sich in der zweiten Runde gegen den Franzosen Quentin Halys in fünf Sätzen mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7) und 6:3 durch.

Anschließend riss sich Zverev erleichtert das verschwitzte Shirt vom Leib, dann holte er sich den spärlichen Applaus der verbliebenen New Yorker Nachtschwärmer ab. Beim Stand von 2:2 im fünften Satz gelang Zverev, der zwischenzeitlich seine Schuhe wechseln musste, das entscheidende Break, dazu kam ein weiteres zum Endstand. Nach 4:33 Stunden verwandelte Zverev um 2.15 Uhr Ortszeit seinen erlösenden Matchball gegen die Nummer 52 der Welt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nur noch wenige Fans im Stadion. (US Open 2026 täglich im LIVETICKER)

„Die Leistung war ehrlich gesagt ziemlich beschissen“, urteilte Zverev nach seinem achten Einzug in die dritte Runde von New York noch auf dem Court: „Ich hoffe, ich spiele bald besser.“

Bereits in seinem Auftaktmatch gegen Lorenzo Sonego aus Italien hatte Zverev über die volle Distanz gehen müssen. Bei den US Open haben sich bereits einige große Namen verabschiedet – darunter Novak Djokovic, Félix Auger-Aliassime und Alex de Minaur. Aber Zverev zog erneut den Kopf aus der Schlinge.

US Open: Alexander Zverev vor der nächsten harten Prüfung

„Ich habe gewonnen, das ist das Wichtigste“, sagte Zverev: „Dafür gehe ich ins Gym, dafür trainiere ich, um in diesen schwierigen Momenten trotzdem zu gewinnen – dann, wenn du nicht dein bestes Tennis spielst.“ Er hoffe „aber schon, dass ich irgendwann anfange, besser zu spielen“.

Für den French-Open-Sieger war es der 20. Match-Gewinn bei einem Major in diesem Jahr – nur Boris Becker schaffte als deutscher Profi 1989 mehr (22). Am Samstag (Ortszeit) wartet auf Zverev, der gegen Halys lange zu passiv agierte, erstmals im Turnierverlauf ein gesetzter Gegner. Der Weltranglisten-28. Alejandro Tabilo aus Chile dürfte in der aktuellen Verfassung eine harte Prüfung darstellen.

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Zverev stand schon im Auftaktmatch vor dem Aus

In der ersten Runde war Zverev nur zwei Punkte von einer Überraschungspleite gegen Lorenzo Sonego entfernt gewesen. Dennoch betrat er um 21.35 Uhr Ortszeit mit entspannter Miene das Arthur Ashe Stadium.

Und wie schon gegen den Italiener holte sich Zverev den ersten Satz – in einer zu Beginn seltsam emotionslosen Partie im größten Tennisstadion der Welt reichten dem Deutschen ein paar konzentrierte Aufschlagspiele und ein spätes Break. Der Jubel in Richtung seiner Box fiel verhalten aus.

Anschließend wurde deutlich, dass Zverev von seiner Topform derzeit ein gutes Stück entfernt ist. Im zweiten Satz machte er sich das Leben gegen den limitierten Franzosen selbst schwer. Er ließ mehrere Breakbälle ungenutzt und bekam zur Unzeit Probleme mit seinem Aufschlag. Plötzlich stand es 1:1, obwohl Zverev die Partie zuvor im Griff gehabt hatte.

Zverev schimpft und wechselt Schuhe

Der Hamburger schimpfte und haderte nun hörbar und war danach zwischenzeitlich komplett neben der Spur. Zweimal in Folge gab er seinen Aufschlag ab, die Vorhandschläge flogen nun wieder und wieder ins Aus. Zverev verabschiedete sich in dieser Phase auch komplett von der offensiven Spielweise, die ihn auf dem Weg in zwei Grand-Slam-Finals zuletzt so stark gemacht hatte.

Mitte des dritten Satzes wechselte Zverev die Schuhe und hatte danach wieder ein wenig mehr Zugriff auf die Partie. Im Tiebreak nahm er die zahlreichen Einladungen seines fehleranfälligen Gegners dankend an und verhinderte nach einem 76-Minuten-Satz den Rückstand.

Struff und Lys scheitern

Doch auch danach blieb die Partie eng. Zverev, der bei hoher Luftfeuchtigkeit stark schwitzte, wirkte nun wieder etwas stabiler, doch er ließ erneut zu viele Breakbälle ungenutzt. Im Tiebreak war Halys der bessere Spieler und so musste Zverev zum zweiten Mal in zwei Tagen in den Entscheidungssatz.

Von den restlichen deutschen Profis schaffte es diesmal keiner in die dritte Runde von New York. Jan-Lennard Struff verlor ein kurioses Fünfsatz-Match mit zahlreichen Doppelfehlern auf beiden Seiten gegen Francisco Cerúndolo, Eva Lys erhielt von Mirra Andrejewa beim 0:6, 2:6 eine Lehrstunde und Tatjana Maria konnte eine Satzführung gegen die Tschechin Nikola Bartunkova nicht ins Ziel retten.

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