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NBA: Das ewige Drama bei den Charlotte Hornets

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NBA: Das ewige Drama bei den Charlotte Hornets

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Das ewige NBA-Drama

Die Charlotte Hornets bekommen einfach keine Ruhe. Nicht nur Miles Bridges muss sich erneut vor Gericht verantworten, auch um Kai Jones gibt es reichlich Trubel.
Miles Bridges wurde 2018 an 12. Stelle von den Hornets gedrafted
Miles Bridges wurde 2018 an 12. Stelle von den Hornets gedrafted
© IMAGO/ZUMA Wire
dschunko
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Am 24. Oktober startet die NBA in die neue Spielzeit. Doch bei den Charlotte Hornets stehen aktuell ganz andere Themen auf der Agenda. Mittendrin: Miles Bridges. Der 25 Jahre alte Flügelspieler ist eigentlich eine der tragenden Säulen im Team, legte in der Saison 2021/22 über 20 Punkte im Schnitt auf.

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Im November vergangenen Jahres wurde Bridges jedoch zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt, nachdem gegen ihn ein Verfahren aufgrund von häuslicher Gewalt eingeleitet wurde. Auch die NBA zog daraus ihre Konsequenzen und sperrte ihn für 30 Spiele, von denen in der neuen Saison noch zehn Partien ausstehen.

Allerdings könnte es noch übler kommen. Wie ESPN berichtet, muss sich Bridges nun erneut vor Gericht verantworten, da er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen haben soll. Am 6. Oktober soll der Power Forward das Auto seiner Ex-Freundin zerstört haben, indem er Billardkugeln auf dieses geworfen habe, während die beiden gemeinsamen Kinder im Auto saßen. Zusätzlich soll er angedroht haben, in Zukunft keinen Unterhalt mehr zu zahlen, sollte sich seine ehemalige Lebensgefährtin an die Polizei wenden.

Eine Situation, die für die Hornets selbstredend unangenehm ist. Die Franchise gab an, erst einmal weitere Informationen sammeln zu wollen. Eine offizielle Anhörung soll es am 13. November in Charlotte geben. Bridges hatte seinen Vertrag gerade um ein weiteres Jahr verlängert, nachdem er die gesamte vergangene Saison verpasst hatte.

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Absurde Social Media-Auftritte

Der 25-Jährige ist jedoch nicht der einzige Spieler, der die Charlotte Hornets in den vergangenen Wochen zu notwendigen Entscheidungen gezwungen hat. Center Kai Jones sorgte mit absurden Social-Media-Auftritten und öffentlichen Trade-Forderungen ebenfalls für Aufsehen.

Der ehemalige Erstrundenpick erhielt bereits vor einigen Wochen viel Aufmerksamkeit, als er via X (ehemals Twitter) die These aufstellte, er könne NBA-Legenden wie Shaquille O‘Neal und LeBron James im Eins-gegen-Eins schlagen. Auch teamintern verglich er sich mit Stars wie LaMelo Ball und behauptete, er sei der bessere Spieler. Hinzu kommt, dass er seinen Teamkollegen Mark Williams öffentlich für seine Spielweise kritisierte. „Zeig mir ein Video in dem er (Williams; Anm. d. Red.) den Ball hoch nimmt, nach links geht und trifft“, hieß es von Jones.

Fans machten sich bisweilen sogar Sorgen um die Gesundheit des Centers, da dieser in einem Instagram Livestream sichtbar schwitzend und unberechenbar agierte.

Als Folge dieser Social-Media-Auftritte fehlte Jones seit dem 30. September im Trainingslager der Hornets. Von Seiten der Offiziellen wurden „persönliche Gründe“ angegeben. Den Gipfel der Causa „Jones“ bildete aber dessen öffentliche Trade-Forderung in den sozialen Medien, auf welche die Hornets mit dessen Entlassung reagierten.

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Im Vergleich zu Bridges fällt der sportliche Verlust bei Jones jedoch vermeintlich geringer aus. In der vergangenen Saison legte der Center lediglich 3,4 Punkte, 2,7 Rebounds und 0,7 Blocks auf.

Sportlich schwerer dürfte der verletzungsbedingte Ausfall von Frank Ntilikina wiegen. Der Franzose erlitt in der Preseason gegen die Boston Celtics einen Schienbeinbruch. In vier Wochen soll der Guard erneut untersucht werden, um seinen Heilungsprozess zu beurteilen. Doch für den Saisonauftakt muss der 25-Jährige auf jeden Fall passen.

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Auch sportliche Entscheidungen in der Kritik

Neben den Kontroversen der Spieler sorgten zuletzt einmal mehr die sportlichen Entscheidungen für Kopfschütteln. Im diesjährigen NBA-Draft galten Victor Wenbanyama und Scoot Henderson unter Experten als die beiden besten Spieler.

Während Wenbanyama an erster Stelle zu den San Antonio Spurs ging, hatten die Hornets an Position zwei dennoch die Chance, Point Guard Scoot Henderson auszuwählen. Auf dieser Position spielt bei den Hornets aber bereits All-Star LaMelo Ball. Aus diesem Grund entschied man sich für den Forward Brandon Miller, was zu teilweise deutlicher Kritik von Fans und Experten führte.

Insgesamt gelang es den Charlotte Hornets (ehemals Charlotte Bobcats) in ihrer Geschichte nur sehr selten, eine erfolgreiche Saison zu absolvieren. In bisher 34 Spielzeiten konnten sie sich nur zehnmal für die Playoffs qualifizieren und geringe 43,8 Prozent ihrer Spiele gewinnen. Nur die Memphis Grizzlies haben eine noch schwächere Quote. Ein Titel sprang für Charlotte noch nie heraus.

Der G.O.A.T. verlässt das Schiff

Vielleicht ist dieses anhaltende Drama bei ausbleibendem Erfolg auch der Grund, warum der wahrscheinlich Größte aller Zeiten das Team wieder verkaufte. Oder es war doch nur der lockende Gewinn?

Im Jahr 2010 erwarb NBA-Legende Michael Jordan für 275 Millionen Dollar die Mehrheit an der Franchise der Charlotte Hornets. 13 Jahre später verkaufte er seine Anteile mit unglaublichen 2,7 Milliarden Dollar Gewinn.

Trotz des damaligen Einstiegs von „MJ“ blieb der Erfolg aus. Auch unter der Leitung von Jordan konnte die Franchise nur zweimal die Playoffs erreichen. Und in diesem Jahr sieht es erneut eher nach Dramen neben dem Platz als nach sportlichen Erfolg auf dem Court aus.