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NFL: Marcel Dabo will bei den Colts angreifen - "Habe mein Ziel erreicht"

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NFL: Marcel Dabo will bei den Colts angreifen - "Habe mein Ziel erreicht"

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Dabo: „Mein Ziel war es, ...“

Dabo: „Mein Ziel war es, ...“

Marcel Dabo ist der jüngste NFL-Import aus Deutschland. Bei den Indianapolis Colts will er beweisen, wie gut er ist.
Kayvon Thibodeaux zeigt sich beim diesjährigen NFL Draft nach seiner Ziehung als Pick #5 direkt von seiner besten Seite. Der Defensive End tanzend in Richtung Commissioner Roger Goodell und New York Giants-Contract.
Sebastian Mühlenhof
Sebastian Mühlenhof

In wenigen Tagen ist es soweit. Dann beginnt für Marcel Dabo das Abenteuer NFL.

Dabei war es ihm auch nicht so wichtig, dass er nicht im NFL Draft ausgewählt wurde. „Mein Ziel war es in die NFL zu kommen. Und das habe ich jetzt erreicht“, erklärte er in einer Medienrunde und schob an, „man kann als Deutscher nicht erwarten, dass man in einer der Runden gezogen wird.“

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Der Cornerback kommt dabei zu einem guten Team, das in den vergangenen Jahren ein regelmäßiger Anwärter auf die Playoffs gewesen ist. Trotz der hohen Konkurrenz will er angreifen und den Sprung in den Kader schaffen.

Dabo in regelmäßigen Austausch mit Werner

Dabei kann der junge Mann aus Reutlingen bei Stuttgart in die Fußstapfen von Björn Werner treten. Der Defensive End wurde beim Draft 2013 in der ersten Runde gezogen und spielte drei Jahre für die Franchise.

„Ich habe regelmäßig Kontakt mit Björn wie auch mit den anderen deutschen Spielern aus der NFL. Ich habe jetzt aber nicht nochmal extra bei ihm zu den Colts nachgefragt, denn ich will meine eigenen Erfahrungen sammeln“, erklärte er auf SPORT1-Nachfrage.

Dafür hat er auch hart gearbeitet. Zehn Wochen lang trainierte er in Phoenix mit den anderen internationalen Talenten, die wie er den Sprung in die Liga schaffen wollten. Dabei schaffte es mit dem Nigerianer Roy Mbaeteka bereits einer im Voraus, was auch Dabo freute wie er im SPORT1-Interview erklärte.

Dabo überzeugt Colts-Scout bei Pro Day

Am Pro Day, also dem wichtigsten Tag der Zeit im IPPP, an dem auch die 32 NFL-Teams mit ihren Scouts vor Ort sind, lieferte der 22-Jährige ab und sorgte für Staunen. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Begriffe im Football)

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Besonders beeindruckt hat er dabei John Shaw, den Pro Scouting Director der Colts. Die beiden lernten sich kennen und Shaw war derart überzeugt, dass sein Team Dabo Ende März zu sich einluden.

„Ich habe mit Chris Ballard (General Manager, Anm. d. Red) gesprochen, mit Coach Reich (Head Coach, Anm. d. Red.) und den DB-Coaches Ron Milus und Mike Mitchell. Es war außergewöhnlich. Ich habe dabei mein Tape geschaut und dann erklärt, wie ich in diese Defense und ins Special Team passe“, erinnert er sich.

Sein Besuch bei den Colts war gleichzeitig sein einziges Meeting mit einem Team vor Ort, was aber auch an seinem Rückflug nach Deutschland Anfang April lag.

Dabo: „Ich mag die Defense“

Zurück in der Heimat wartete er dann auf den Anruf, der sein Leben verändern sollte. „Man weiß davor schon, wann man es erfahren wird. Man ist dann auf Abruf zuhause“, schildert er auf SPORT1-Nachfrage den Prozess.

Am 1. Mai gab es dann die Erlösung. Die Indianapolis Colts wählten ihn aus – also das Team, das wohl am meisten Interesse am deutschen Passverteidiger hatte.

Marcel Dabo kämpft bei den Indianapolis Colts um seine NFL-Chance
Marcel Dabo kämpft bei den Indianapolis Colts um seine NFL-Chance

Auf die Aufgabe freut er sich bereits. „Ich mag die Defense von Gus Bradley. Zudem mag ich die beiden DB Coaches. Besonders mit Mitchell habe ich nach meinem Besuch viel gesprochen und darüber geredet, wie ich in die Defense passe“, erläutert der Ex-Spieler von Stuttgart Surge.

Dabo mit Vorfreude auf die Teamkollegen

Dabei könnte für ihn in den USA sogar einen Positionswechsel anstehen. Bisher spielte er zumeist als Cornerback, „aber in der Defense bin ich eher Nickel oder Safety“. (SERVICE: NFL-Wissen - die Positionen im Football)

Dabei zeigte er sich aber kämpferisch, auch wenn er weiß, dass er in Indy auf große Konkurrenz trifft. „Wenn ich mir deren DB-Room anschauen, ist es einfach nur unglaublich. Stephon Gilmore, Kenny Moore – das sind alles großartige Spieler. Ich freue mich einfach drauf, dass ich was von ihnen lernen kann“, befindet Dabo. (NFL-Transfers - die größten Trades und heißesten Gerüchte im TICKER)

Dafür trainiert der Lehramtsstudent fleißig, um für die zukünftigen Aufgaben gewappnet zu sein. Schließlich wird in der NFL häufiger trainiert als in Deutschland.

In einem Bereich will er sich dabei noch steigern: „Die härteste Aufgabe für mich wird das Analysieren der Spiele sein.“

Dabo will bei den Colts angreifen

Ab Donnerstag kämpft er dann im Rookie Mini-Camp um einen Platz im Kader. „Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich in wenigen Tagen ins Minicamp der Colts fliege, dann hätte ich gesagt: ‚Niemals‘“, sagt der junge Football-Profi. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Regeln im Football)

Dank harter Arbeit ermöglichte er sich diese Chance, die er nun wahrnehmen will. „Ich möchte sofort einen Impact machen. Das habe ich auch den Coaches erzählt“, schickt er eine Botschaft an die teaminterne Konkurrenz.

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Dabei will er wie Jakob Johnson, der ihn wegen seines Trainingseifer liebevoll „Meathead“ nennt, den direkten Sprung in den 53-Mann-Kader schaffen. An Selbstvertrauen mangelt es ihm nicht, denn er „kann alles auf dem Feld tun, ich muss nur in die richtige Position gebracht werden, wo ich meine athletischen Fähigkeiten ausspielen kann“.

In den nächsten sechs Wochen geht es dann für ihn um die Wurst - im wahrsten Sinne des Wortes. Während seiner Zeit in Indianapolis will er nämlich das einzige deutsche Restaurant besuchen. „Ich liebe schwäbisches Essen. Daher werde ich es bestimmt ausprobieren und bewerten“, schildert er.

Dort kann er sich dann stärken, um seinem Ziel noch näher zu kommen.

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