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NFL: Österreich-Rekordmann Bernhard Raimann spricht über "verrückte Zeit" beim Draft

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NFL: Österreich-Rekordmann Bernhard Raimann spricht über "verrückte Zeit" beim Draft

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Raimann: „War eine verrückte Zeit“

Raimann: „War eine verrückte Zeit“

Als erster Österreicher überhaupt wurde Bernhard Raimann im NFL Draft ausgewählt. In einer Medienrunde hat er nun Einblicke gegeben, dass die Zeit des Wartens für ihn alles andere als einfach war. Zudem hat er für die Zeit in der NFL ein klares Ziel.
Bernhard Raimann ist als erster österreichischer Footballspieler im NFL-Draft ausgewählt worden. Seine Freundin veröffentlicht ein emotionales Video.
Sebastian Mühlenhof
Sebastian Mühlenhof

Als erster Österreicher überhaupt wurde er im NFL Draft gezogen. Die Indianapolis Colts holten den Offensive Lineman in der dritten Runde an der 77. Stelle. Ab Donnerstag wird der junge Mann aus der Alpenrepublik dann sein Können beim NFL-Team unter Beweis stellen. (SERVICE: NFL-Wissen - die Positionen im Football)

In einer Medienrunde blickte er nun auf „eine verrückte Zeit“ zurück, wie er selbst sagt. „Das Draft-Wochenende war sehr stressig. Wir saßen alle vorm Fernseher und haben auf den Anruf gewartet“, schilderte er.

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Als dann der Anruf aus Indianapolis kam, ist ihm „ein Stein vom Herzen gefallen“. Schließlich war die Zeit davor überhaupt nicht einfach für ihn. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Raimann wartet mit Familie auf Anruf von NFL-Teams

Er galt vor der Talentauswahl als einer der besten Spieler auf seiner Position als Offensive Tackle. Manche Experten rechneten sogar damit, dass er vielleicht in der ersten Runde gedraftet wird.

Dennoch fuhr er nicht persönlich zum Draft nach Las Vegas. „Ich hatte von NFL International eine Einladung, aber ich habe mich dagegen entschieden. Dort sind ja nur die Top-20-Talente und dazu zähle ich nicht“, erklärte er auf SPORT1-Nachfrage.

Im Nachhinein eine richtige Entscheidung, denn sonst hätte er lange im sogenannten Green Room gesessen - die Top-Talente sitzt dort mit ihren Familien hinter der Bühne.

Wird man von dort aber nicht früh gepickt, kommt das lange Warten allein im Green Room einem Spießrutenlauf gleich - wie der hoch gehandelte Quarterback Malik Willis dieses Jahr feststellen musste. Erst neun Plätze nach Raimann wurde er dann letztlich in der 3. Runde gezogen. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Begriffe im Football)

Raimann, der als Tight End angefangen hat, schaute sich stattdessen in Michigan im kleinen Kreis den Draft an. Neben seiner Freundin Calli Stemple waren auch seine Eltern, die extra aus Österreich gekommen waren, anwesend.

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Raimann: „Musste frische Luft schnappen“

„Sie haben mir sehr auf meinem Weg geholfen“, lobte er. So brachten sie ihm bei, dass er seine Ziele verfolgen und nicht nur dem Geld nachjagen soll.

In den Draft-Tagen brauchte er aber vor allem ihre moralische Unterstützung, denn der erlösende Anruf ließ auf sich warten. „Ich musste in der Tat das ein oder andere Mal raus frische Luft schnappen und habe versucht, mich daran zu erinnern, dass es egal ist, wann und zu wem man gedraftet wird“, beschrieb er auf SPORT1-Nachfrage die lange Wartezeit.

Entsprechend groß war die Freude, als die Colts ihn anriefen und mitteilten, dass sie sich für ihn entschieden haben. „Ich kann mich kaum noch an den Abend erinnern, denn ich hatte 100.000 Emotionen gleichzeitig“, erläuterte er seine Gefühlswelt.

Immerhin: Erinnern kann er sich noch, dass er rund zehn Minuten nach der Verkündung ein erstes Meeting mit dem PR-Team der Colts hatte, das eine „halbe, dreiviertel Stunde“ gedauert haben soll. Erst danach konnte er auf die vielen Glückwünsche antworten.

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Colts waren bei Raimann „weit oben auf der Liste“

Wenig überraschend war dabei für ihn, bei welchem Team er gelandet ist. Schließlich hatte er mit dem Team aus der AFC South nach dem Ende seiner College-Karriere den häufigsten Austausch. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

„Ich hatte alle paar Wochen ein Interview mit einem Scout, O-Line-Coach oder Offensive Coordinator. Besonders mit dem Coach der Offensive Line hatte ich viele gute Gespräche. Daher waren die Colts immer relativ weit oben auf meiner Liste, aber man kann nicht davon ausgehen, dass man dort auch landet“, sagte er.

Erste Kontakte mit zukünftigen Teamkollegen hatte er bereits. So schrieb er nicht nur mit dem deutschen NFL-Import Marcel Dabo, sondern auch mit Star-Running-Back Jonathan Taylor, dem er nun die Wege im Laufspiel freiblocken soll.

Raimann mit Vorfreude auf Colts-Spieler

Am Donnerstag reist er bereits zum Antrittsbesuch nach Indianapolis. Vermutlich wird er dann auch Quentin Nelson kennenlernen, der mit ihm in der Offensive Line stehen wird und den er in höchsten Tönen lobt. „Er ist einer der besten Guards und ich denke, dass ich von ihm noch eine Menge lernen kann.“

Dann wird Raimann auch seinen Vertrag offiziell unterschreiben. „Ich habe noch keine Idee, was ich mit meinem ersten Gehaltscheck machen will“, meint er.

Sein Fokus liegt erstmal auf der Wohnungssuche, denn er wird zunächst alleine anreisen und bekommt von seinem Team eine Unterkunft gestellt.

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„Als wäre ich schon der Starter“

Tags darauf steht dann sein erstes Training an. „Ich werde mich jeden Tag so vorbereiten, als wäre ich schon der Starter. Ich weiß von mir, dass ich das Potenzial habe“, äußert der 25-Jährige sich kämpferisch.

Dabei kommt ihm das System der Colts, die mit Matt Ryan einen neuen Quarterback in der Free Agency geholt haben, durchaus entgegen.

Er kenne bereits einige Spielzüge aus dem College, aber in der NFL sei es nochmal komplexer. Somit müsse er sich mehr merken, als noch bei seinem College, der Central Michigan University. (NFL-Transfers - die größten Trades und heißesten Gerüchte im TICKER)

Davon will sich der Mann aus Steinbrunn aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sein Ziel ist nämlich klar: „Ich will gut Football spielen und mein Bestes geben, dass ich einen zweiten Vertrag bekomme.“

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