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CM Punk: Ein unvollendeter Superstar steht vor einem unwürdigen Ende

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CM Punk: Ein unvollendeter Superstar steht vor einem unwürdigen Ende

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Ein Superstar vor unwürdigem Ende

Ein neuer Insider-Report verdeutlicht: CM Punk steht bei AEW weiterhin vor dem Aus, verhandelt wird wohl nur noch über die Umstände der Trennung. Ist seine Karriere damit vorbei?
CM Punk steht offenbar weiter vor dem Aus bei AEW
CM Punk steht offenbar weiter vor dem Aus bei AEW
© Imago
mhoffmann
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Der Nebel um die Aufarbeitung des großen Wrestling-Eklats um CM Punk lichtet sich - und es sieht doch weiter nach einem bitteren Ende für den ehemaligen Champion größten Star von WWE-Rivale AEW.

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Nachdem zuletzt wochenlang auch unter der Hand keine Informationen zur Lage um Punk nach außen gedrungen waren, ist durch die Entlassung seines Vertrauten, des am Prügel-Skandal mitbeteiligten Ace Steel Bewegung in die Sache gekommen. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu AEW)

Die Spekulationen um eine Auflösung der Affäre, auch leise Gerüchte um eine Wiederannäherung zwischen Punk und AEW wurden laut.

Nun hat ein neuer Bericht des bekannten Journalisten Dave Meltzer in dessen Wrestling Observer Newsletter den bislang detailliertesten Einblick in die Vorgänge hinter den Kulissen gegeben. Und er zeichnet ein eindeutiges Bild: Punk steht bei AEW weiterhin vor dem Aus, verhandelt würde nur noch die Umstände der Trennung.

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  • Ein hochbrisanter, verdeckter Übergriff von WWE auf AEW: Heelturn - der SPORT1 Wrestling Podcast - die aktuelle Folge auf SPORT1, Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

CM Punk und AEW: Es geht wohl nur noch um die Trennungsumstände

Meltzer bestätigte die schon vor Wochen von seinem Kollegen Wade Keller (Pro Wrestling Torch) lancierte Meldung, dass Punk und AEW über einen „buyout“ aus dem Vertrag des früheren WWE-Champions verhandeln würden.

Unter Berufung auf Quellen, „die der Situation nahestehen“, schreibt Meltzer, dass eine Rückkehr Punks höchst „zweifelhaft“ sei. Der einzige Grund, warum die Trennung noch nicht vollzogen sei, sei wohl Uneinigkeit über die Ausgestaltung.

Knackpunkt sei die Länge der „non-compete period“, also wie lange Punk noch verboten sein soll, für die Konkurrenz anzutreten - in allererster Linie für WWE.

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Ob der Marktführer den 43-Jährigen aber überhaupt haben will, ist ebenfalls ungewiss. Es ist gut möglich, dass Punk nie wieder in einem Wrestling-Ring zu sehen sein wird - und seine Karriere ein zweites Mal mit einem bitteren Bruch endet.

Punk steht einmal mehr vor einem Scherbenhaufen

Punk war 2014 bereits von WWE im Streit geschieden, der Konflikt mit dem Ex-Arbeitgeber endete vor Gericht und nebenbei auch mit dem Ende der scheinbar dicksten Freundschaft, die Punk im Wrestling gepflegt hatte.

Punks emotionale und umjubelte Rückkehr im Herbst 2021 sollte eigentlich genau diesen Makel tilgen und ihm und seinen Fans ein glücklicheres Ende einer in vielerlei Hinsicht wegweisenden Karriere bescheren. Stattdessen steht Punk nun wieder vor einem Scherbenhaufen.

Und die an den Umständen seines WWE-Abgangs zerbrochene Freundschaft spielte eine entscheidende Rolle dabei.

Eine denkwürdige PK und ihre Folgen

Der damals frisch gekürte World Champion Punk hatte Anfang September für riesigen Wirbel gesorgt, als er auf der Pressekonferenz nach dem Pay Per View All Out vier prominente Kollegen wüst beschimpfte: Ex-Champion Hangman Page - am Dienstag wegen eines schweren Ringunfalls bei der TV-Show Dynamite im Zentrum der Aufmerksamkeit - und die drei Liga-Mitgründer und -vizepräsidenten Nick und Matt Jackson (The Young Bucks) sowie Kenny Omega.

Eine wilde Backstage-Prügelei unter Beteiligung von Punk, den Jacksons, Omega und Steel war die Folge.

Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Punk den ersten Schlag gesetzt haben, angeblich in einer selbst empfundenen Notwehr-Situation wegen der aufgeheizten Lage. Ligaboss Khan hat - ohne es offiziell zu verkünden - alle Protagonisten der Prügelei suspendiert und externe Ermittler mit einer Untersuchung beauftragt.

Hintergrund der Verwerfungen ist ein persönlicher Streit zwischen Punk und Page, der Punk in einem gemeinsamen TV-Segment im Mai unabgesprochen als Heuchler und Intriganten porträtierte (was Punk ihm dann in gleicher Münze heimzahlte).

Page soll Punk unterstellen, verantwortlich dafür zu sein, dass Pages guter Freund Colt Cabana aus dem AEW-Programm entfernt und zur neu aufgebauten Schwesterliga ROH abgeschoben wurde (was Punk und auch Khan zurückgewiesen haben). Cabana ist der ehemals beste Freund Punks, die beiden hatten sich im Konflikt um die teuren Prozesskosten des gemeinsamen Rechtsstreits gegen WWE-Arzt Chris Amann böse zerstritten.

Omega und speziell die Bucks hat Punk wiederum auf dem Kieker, weil er glaubt, dass sie im Kontext des Konflikts mit Page rufschädigende Details über ihn an die Presse weitergegeben hätten. Mehrere Journalisten, unter ihnen der von Punk auf der PK persönlich angesprochene Meltzer, haben das dementiert.

CM Punk: Comeback bei WWE möglich? Ungewiss

Während Omega und die Bucks demnächst ins Programm von AEW zurückkehren dürften, scheint das Tischtuch mit Punk zerschnitten.

AEW würde damit den Star verlieren, den Khan als seinen bislang größten „Business Mover“ bezeichnet hatte, nicht ohne Grund: Nach Punks Comeback hatten alle vier Pay Per Views mit seiner Beteiligung Rekordverkäufe verzeichnet, mit seiner Regentschaft als World Champion sollte nun eigentlich die nächste Stufe der Erfolgsgeschichte gezündet werden.

Ob Punks Weg nun zurück zu WWE führt - über kurz oder lang -, ist keinesfalls sicher. Zwar hatte Punk vor seinem AEW-Comeback auch WWE recht deutliche Signale gesandt, dass er für eine Rückkehr offen sei, WWE zeigte ihm aber die kalte Schulter.

Ob es dabei bleibt, muss sich zeigen: Mit dem Führungswechsel von Vince McMahon zu „Triple H“ Paul Levesque als neuen Produktlenker hat sich die Lage seitdem nochmal geändert. Aber auch zwischen Levesque und Punk hatte es Reibereien gegeben. Und unabhängig davon könnte Punks Verhalten bei AEW auch Levesque zum Schluss bringen, dass eine Rückkehr auch unter seinem Dach kein gutes Ende nehmen würde.

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