vergrößernverkleinern
Die Männer-Abfahrt mit Thomas Dreßen wurde abgesagt
Die Männer-Abfahrt mit Thomas Dreßen wurde abgesagt © Getty Images
teilenE-MailKommentare

Thomas Dreßen kann am Abend nicht nach einer Olympia-Medaille greifen. Die Abfahrt der Männer wird wegen Windes abgesagt und sorgt für logistische Probleme.

Starker Wind hat für eine Absage der für Sonntag (11.00 Uhr OZ/3.00 Uhr MEZ) geplanten olympischen Männer-Abfahrt in Pyeongchang gesorgt. Das Rennen mit Medaillenanwärter Thomas Dreßen soll am Donnerstag (11.00 Uhr OZ/3.00 Uhr MEZ) nachgeholt werden. Das gab die Rennjury bekannt.

Der ursprünglich für Donnerstag geplante Super-G soll nun am Freitag (11.00 Uhr OZ/3.00 Uhr MEZ) stattfinden, der als Ruhetag gedacht war. Auch das für Montag angesetzte Abfahrtstraining für die Kombination fällt aus, der Wettbewerb am Dienstag (11.00/14.30 Uhr OZ bzw. 3.00/6.30 Uhr MEZ) findet jedoch statt (SERVICE: Der Zeitplan der olympischen Spiele).

Kein Platz im Hotel

Die Absage des Abfahrt-Rennens und die damit verbundenen Verschiebungen stellen die Olympia-Verantwortlichen vor ein logistisches Problem. Entgegen den ursprünglichen Planungen werden die männlichen Speed-Fahrer nun einen Tag länger in Jeongseon, dem Ort der Speedstrecken, verweilen müssen.

Eigentlich nicht schlimm, wäre da nicht nur ein einziges Hotel in dem die Skifahrer am Fuß des Bergs Gariwang untergebracht sind. 

"Normalerweise würden die Herren am 15. abreisen und dann die Damen direkt kommen, weil die am 17. ihr Rennen haben", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur. "Das Hotel ist denke ich nicht groß genug, um beide Geschlechter unterzubringen."

Dreßen sieht möglichen Vorteil

"Die Absage war sehr einfach", sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner bei Eurosport: "Es gab keine Chance. Wir haben entschieden, dass die Abfahrt nun am Donnerstag stattfindet."

Topfavoriten auf Abfahrtsgold in Jeongseon sind Weltmeister Beat Feuz (Schweiz) und der Norweger Kjetil Jansrud. Neben Dreßen ist das "Team D" mit Josef Ferstl und Andreas Sander vertreten (SERVICE: Der Medaillenspiegel).

"Es ist schade, ich war richtig motiviert und habe mich schon richtig gefreut auf das Rennen. Aber aufs Wetter haben wir keinen Einfluss. Es gibt Schlimmeres", sagte Dreßen. Bei Eurosport ergänzte er: "Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt. Mit der Abfahrt in der Kombination haben wir somit noch ein Training."

Für SPORT1 berichtet Jonas Nohe von den Olympischen Winterspielen aus Pyeonchang
Für SPORT1 berichtet Jonas Nohe von den Olympischen Winterspielen aus Pyeonchang © SPORT1-Grafik: Getty Images/SPORT1

"Das ist sicher im Sinne des Sports, das steht außer Diskussion", sagte der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier laut dpa: "Das ist die einzige richtige Entscheidung. Bei dem starken Wind wäre es ein irreguläres Rennen und man will ja einen fair ermittelten Olympiasieger."

Deutscher Cheftrainer erfreut

Cheftrainer Mathias Berthold begrüßte die Absage. Seine Athleten würden nun "ein bisschen locker machen, die Jungs haben ein hartes Programm hinter sich, der ein oder andere ist gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Daher kommt uns das gelegen." Es sei "ganz gut, dass wir unter diesen Bedingungen nicht fahren".

Das Programm der Frauen bleibt von den Verschiebungen unberührt. Am Montag (10.15/13.45 Uhr OZ bzw. 2.15/5.45 MEZ) findet in Yongpyong der Riesenslalom mit Goldkandidatin Viktoria Rebensburg statt. Am Mittwoch wird dort der Slalom ausgetragen, die Speed-Rennen der Frauen in Jeongseon beginnen erst am Samstag mit dem Super-G.

teilenE-MailKommentare