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ALPINE-SKIING-OLY-2018-PYEONGCHANG
Marcel Hirscher sicherte sich den Olympiasieg in der Kombination © Getty Images
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Thomas Dreßen setzt in der Kombinations-Abfahrt ein dickes Ausrufezeichen. Im Slalom verpasst er aber eine Medaille. Marcel Hirscher holt erstmals Gold.

Der Österreicher Marcel Hirscher hat die alpine Kombination in Pyeongchang gewonnen und die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere geholt.

Mit seiner Bestzeit von 2:06,52 Minuten hatte der sechsmalige Weltmeister im ersten alpinen Wettbewerb der Winterspiele in Südkorea 0,23 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Alexis Pinturault. Bronze ging an dessen Landsmann Victor Muffat-Jeandet (+1,02). Bislang hatte der sechsmalige Gesamtweltcupsieger Hirscher bei Olympia lediglich die Silbermedaille im Slalom vor vier Jahren in Sotschi gewonnen (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan).

Thomas Dreßen, der die wegen starken Windes um etwa 20 Fahrsekunden verkürzte und zusätzlich entschärfte Kombinationsabfahrt gewonnen hatte, wurde Neunter (+2,44). Vor dem abschließenden Slalom hatte er 1,32 Sekunden Vorsprung auf Hirscher gehabt (Medaillenspiegel der Olympischen Spiele).

"Ich bin gestern im Training besser gefahren, das nervt mich ein bisschen. Es sei mal dahingestellt, ob es sich für das Podium ausgegangen hätte, aber ein bisschen weiter vorne wäre schon gegangen", sagte Dreßen bei Eurosport: "Am Schluss war die Spritzigkeit ein bisschen weg. Aber ich kann das Positive mitnehmen, dass es in der Abfahrt gepasst hat."

Der Slalom im LIVETICKER zum Nachlesen (AKTUALISIEREN).

+++ Linus Straßer +++

Linus Straßer war nach der Abfahrt 39. In seiner starken Disziplin, dem Slalom, will er sich nach vorne kämpfen und eine Top-20-Platzierung erreichen. Doch Straßer fädelt ein und scheidet aus. Schade!

+++ Thomas Dreßen +++

Und jetzt zählt es für den Deutschen. Ist die große Sensation möglich? Doch schnell wird klar, was zu befürchten war. Die wenigen Slalomtage zuletzt waren nicht genug, um Hirscher oder den anderen Spitzenfahrern auch nur ansatzweise gefährlich zu werden. Am Ende ist Platz 9 aber aller Ehren wert. Damit hätte kaum einer im Vorfeld gerechnet.

+++ Matthias Mayer +++

Und jetzt wird es auch noch dramatisch. Matthias Mayer bleibt an einem der ersten Tore hängen, woraufhin er ausgehoben wird. Der Österreicher rutscht unkontrolliert den Hang runter und räumt dabei einen am Pistenrand stehenden Kameramann ab. Hoffentlich hat sich dabei niemand verletzt.

+++ Kjetil Jansrud +++

Und da da ist der Sturm wieder. Direkt nach dem Start wird der Norweger von einer Böe erwischt. Dafür schlägt er sich bis nach der Mitte höchst achtbar. Und auch unten wird Zwischenplatz 7 auf der Tafel angezeigt. Da nur noch zwei kommen, hat er ein Top-10-Resultat sicher.

+++ Christoph Innerhofer +++

Der dritte Italiener binnen kürzester Zeit kommt immerhin durch. Mit 3,23 Sekunden Rückstand wird er aber komplett bis auf Platz 12 durchgereicht.

+++ Und es geht seinen Lauf +++

Hintereinander scheiden erst Dominik Paris, dann Vincent Kriechmayr und schließlich auch Peter Fill aus.

+++ Der Stand vor den Top 10 +++

1. Marcel Hirscher 2:06,52 Minuten

2. Alexis Pinturault +0,23s

3. Victor Muffat-Jeandet +1,02s

+++ Entscheidung gefallen !? +++

Wenn alles normal läuft, ist damit die Messe gelesen - obwohl noch zehn Fahrer oben stehen. Aber da es sich dabei ausnahmslos um Speedspezialisten handelt, käme eine Änderung im Klassement - vor allem nach Hirschers Husarenritt - einer Sensation gleich.

+++ Alexis Pinturault +++

Und da kommt schon Hirschers wohl größter Rivale um Gold. Der Franzose beginnt oben furios, aber das ist zu wild. Zwei Fahrfehler sind die Folge und Zwischenrückstand. Unten macht er noch einmal ein bisschen Boden gut -  dennoch leuchtet die 2 auf. Pinturault freut sich trotzdem.

+++ Marcel Hirscher +++

Jetzt wird es ernst. Der Slalom-Dominator ist dran. An der ersten Zwischenzeit sind schon 2,5 Zehntel weg. Im Mittelteil fährt er dafür umso furioser und baut den Vorsprung auf fast 1,5 Sekunden aus. Doch was ist das? Der Wind bläst hier plötzlich heftig in die Piste. Dennoch rettet der Österreicher 1,02 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Das ist jetzt eine Vorlage für den Rest.

+++ Carlo Janka +++

Der Schweizer war in der Vergangenheit mal auch ganz gut in den technischen Disziplinen. Nach verschiedenen Blessuren hat sich der ehemalige Gesamtweltcup-Sieger auf den Speed fokussiert. Das ist unübersehbar. Mit 2,26s Rückstand steht nur Zwischenrang 9 zu Buche aktuell. Auf Muffat verliert er insgesamt fast 3,5 Sekunden.

+++ Stand nach 15 Fahrern +++

1. Victor Muffat-Jeandet 2:07,54 Minuten

2. Marco Schwarz +0,33s

3. Ted Ligety +0,43s

+++ Klemen Kosi +++

Dieser Unterschied ist schon eklatant. Den Speedfahrern sieht man die Mühe redlich an, aber gegen die Techniker ist natürlich bei den engen Torabständen kein Kraut gewachsen. Kosi verliert auf Muffat-Jeandet fast 3 Sekunden - und gehört damit noch zu den besseren reinen Abfahrern - Platz 6 aktuell.

+++ Marco Schwarz +++

Der Österreicher ist auch ein Slalom-Spezialist. Aber Schwarz setzt die Kante oben zu hart in den Schnee und verliert seinen kompletten Vorsprung von über einer halben Sekunde. Die Aufholjagd unten kommt zu spät - das ist aktuell P2

+++ Zwischenstand nach den ersten 10 Läufern +++

1. Victor Muffat-Jeandet 2:07,54 Minuten

2. Ted Ligety +0,43s

3. Stefan Hadalin +1,40s

+++ Aerni verpatzt Lauf +++

Ganz anders ist da schon das Gesicht von Luca Aerni. Der Schweizer schwingt mit 1,98 Sekunden Rückstand im Ziel ab. Für einen Techniker ist das wirklich enttäuschend.

+++ Ligety lässt aufhorchen +++

Auch der US-Amerikaner tut sich die Hatz durch den Stangenwald an. Eigentlich ist Ligety ja klar im Riesenslalom zuhause. Dennoch ist er im Ziel nur 43 Hundertstelsekunden hinter dem weiter führenden Muffat-Jeandet. Darüber kann er sich zurecht freuen.

+++ Muffat-Jeandet setzt erste Richtzeit +++

Gleich der Nächste, der aus dem Technikbereich kommt. Der Franzose Muffat-Jeandet fährt einen soliden Lauf ohne das letzte Risiko. Mit 2.07,54 Minuten haben wir die erste Gesamtzeit. 

+++ Jetzt geht es los +++

Justin Murisier eröffnet den Kampf um die Medaillen.  Der Schweizer gehört zu den stärkeren Slalom-Läufern im verbliebenen Feld. Doch: Bereits nach einigen Fahrsekunden ist für ihn das Rennen nach einem Fahrfehler samt Einfädler vorbei.

+++ Dreßens Traumlauf schürt Vorfreude +++ 

Dreßens furiose Fahrt ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und lässt mit Vorfreude auf den Donnerstag blicken, wenn die Spezialabfahrt ansteht. Aber man muss das Ganze einordnen: Eine Kombinationsmedaille ist für den Bayern wohl kein Thema. Die nur rund eine Sekunde dahinter liegenden Slalom-Spezialisten Pinturault (+1,04s) und Hirscher (+1,32s) dürften ihre Qualitäten ausspielen. Schon ein Platz in den Top 10 wäre für Dreßen, der nur sporadisch Slalom trainert, ein großer Erfolg.

+++ Die Ausgangssituation +++

Dreßen führt mit seiner Zeit aus der Abfahrt von 1:19,24 Minuten. Der Norweger Aksel Lund Svindal (+0,07) liegt knapp dahinter, Matthias Mayer aus Österreich (1:19,37) folgt auf Rang drei.

Weitere Platzierungen:

4. Kjetil Jansrud (Norwegen, 1:19,51)
5. Christof Innerhofer (Italien, 1:19,77)
6. Peter Fill (Italien, 1:19,92)
7. Vincent Kriechmayr (Österreich, 1:19,96)
8. Dominik Paris (Italien, 1:20,01)
9. Jared Goldberg (USA, 1:20,02)
10. Alexis Pinturault (Frankreich, 1:20,28)
12. Marcel Hirscher (Österreich, 1:20,56)
25. Luca Aerni (Schweiz, 1:21,34)
26. Ted Ligety (USA, 1:21,36)
39. Linus Straßer (Deutschland, 1:22,03)

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