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Alexander Zverevs Vater (r.u.) bezichtigt Ex-Manager Patricio Apey (stehend) des Betrugs
Alexander Zverevs Vater (r.u.) bezichtigt Ex-Manager Patricio Apey (stehend) des Betrugs © Imago
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München - Zum Prozess-Auftakt im Rechtsstreit Alexander Zverevs gegen seinen Ex-Manager Patricio Apey schaltet sich Zverevs Vater ein. Er wirft dem Chilenen Betrug vor.

Wird es jetzt richtig schmutzig?

Im Rechtsstreit zwischen Alexander Zverev und seinem Ex-Manager Patricio Apey steht am 7. Dezember der Prozess-Auftakt an.

Kurz vor dem ersten Verhandlungstag meldete sich Zverevs Vater Alexander im Spiegel zu Wort und warf dem Ex-Manager unverblümt Betrug vor. "Ich habe das Gefühl, dass mein Sohn betrogen wurde", sprach er Klartext.

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Apey ist zuversichtlich

Damit spielte er auf den Vertrag zwischen seinem Sohn und Apey an, den Alexander Zverev während des vergangenen Jahres kündigte. "Mir wurde nahegelegt, mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu der Sache zu äußern. Wir sind aber zuversichtlich und freuen uns darauf, dass die ganze und wahre Geschichte im Gericht herauskommen wird", sagte Apey zu SPORT1.

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Der Streit begann vor eineinhalb Jahren: Nach dem überraschenden Wimbledon-Aus gegen den Tschechen Jiri Vesely im Jahr 2019 äußerte sich Zverev auf der Pressekonferenz vielsagend: "Die letzten zwei Tage waren sehr hart für mich. Was gerade los ist, ist abartig." Zwar dürfe er nichts Offizielles sagen, aber "es tut mir weh. Ich dachte, wir sind Freunde. Wie kann ein Mensch so etwas tun?", fragte der ATP-Finals-Sieger von 2018. (SERVICE: Der komplette Tennis-Kalender)

Apey sieht sich als Sündenbock

Apey selbst fühlte sich damals schon zu Unrecht abgestempelt. "Ich hätte es bevorzugt, die Angelegenheit oder irgendwelche Vorbehalte, die Sascha und seine Familie hatten, privat auszuräumen. Aber unglücklicherweise hat er sich entschieden, ohne Vorwarnung rechtliche Schritte zu ergreifen. Dieser Prozess läuft jetzt." Nun, da seine Ergebnisse "nicht so gut sind, werde ich als Sündenbock dargestellt".

Die Zusammenarbeit zwischen Apey und Zverev läuft bereits seit dessen 15. Lebensjahr. Damals haben sich Zverevs mit Apey auf eine Zusammenarbeit verständigt. Ziel wäre nach eigenen Aussagen eine zusätzliche Geldquelle gewesen, um die Karriere von Sohn Alexander weiter zu fördern. Allerdings sei die Familie von einer fünfjährigen Vertragslaufzeit ausgegangen, wie sie gegenüber dem Spiegel bestätigte.

Zverev-Vertrag rechtswidrig?

Der Chilene hingegen sieht die Vertragslaufzeit bis 2023. Dazu sollen in den folgenden fünf Jahren noch Provisionszahlungen kommen. Die in seinen Augen rechtswidrige Kündigung wolle er deshalb nicht akzeptieren. "Er hat einen teuren, unnötigen und absolut illegitimen Rechtsstreit gegen meine Firma vom Zaun gebrochen, als er bewusst und unrechtmäßigerweise seinen bis mindestens 2023 gültigen Vertrag gebrochen hat", verteidigte er sich damals bereits in dieser Causa.

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Zverevs britischer Rechtsbeistand hält diese Vereinbarungen jedoch für rechtswidrig. Daher muss diese Sache nun von einem Gericht entschieden werden.

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